In der 2. Klasse West-Nord musste der SV Schwarzmüller Freinberg am Sonntag gegen Union Raiffeisen Prambachkirchen eine 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Trainer Johann Haslinger sprach von einem zu hohen Ergebnis und sah den Knackpunkt im späten 1:3. Freinberg kam kurz nach der Pause zum Anschluss, Prambachkirchen nutzte die Fehler aber eiskalt. „Aus meiner Sicht ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen“, hielt Haslinger fest, der seine Elf in vielen Phasen „auf Augenhöhe“ gesehen hat.

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Die Partie kippte aus Freinberger Sicht vor allem in den Minuten vor der Pause. Prambachkirchen ging in der 39. Minute durch Richard Öberseder mit 0:1 in Führung, kurz darauf stellte Jürgen Erlinger in Minute 44 auf 0:2. Trainer Johann Haslinger suchte dafür keine Ausreden, sondern benannte die Ursachen offen: „In der ersten Halbzeit sind wir nach zwei individuellen Fehlern in Rückstand geraten.“ Zum 0:1 präzisierte er: „Beim ersten Gegentor hat unser Tormann den Ball falsch eingeschätzt, ist raus und wurde überhoben.“ Auch beim zweiten Treffer gab es aus seiner Sicht Vermeidbares: „Beim zweiten war die Zuordnung in der Box nicht richtig oder unvollständig.“ Mit dem 0:2 zur Pause stand Freinberg vor einer knackigen Aufgabe, weil der Favorit seine Möglichkeiten bis dahin eiskalt verwertete.
Aus der Kabine kam Freinberg mit Energie – und mit Wirkung. Kaum war wieder angepfiffen, traf Leonhard Lausberger in der 46. Minute zum 1:2. „Wir sind sehr schnell zum Anschlusstreffer gekommen“, beschrieb Haslinger den perfekten Start in die zweite Hälfte. Danach blieben die Hausherren am Drücker. „In unserer Drangphase Richtung Ausgleich mussten wir leider den Konter zum 1:3 einstecken“, ärgerte sich der Coach. In Minute 81 schlug erneut Jürgen Erlinger zu und stellte auf 1:3 – genau jener Moment, der für Haslinger die Entscheidung brachte: „Der entscheidende Moment war der Konter zum 1:3. Wir haben im Mittelfeld unachtsam den Ball verloren, daraus fiel das 1:3.“ Als Freinberg in der Schlussphase alles nach vorne warf, setzte Haris Eminic in der 85. Minute mit dem 1:4 den Deckel drauf. „Das dritte und vierte Tor waren Kontertore, wir hatten zuvor alles auf eine Karte gesetzt“, so Haslinger, der mit dem Auftritt nach der Pause dennoch nicht unzufrieden war.
Im Rückblick blieb der Freinberg-Trainer vor allem an einem Punkt hängen: „Es waren nur kleine individuelle Fehler, die letztlich den Ausschlag gegeben haben.“ Dass Prambachkirchen solche Geschenke dankend annimmt, passte ins Bild: „Genau diese Fehler hat der Gegner eiskalt ausgenutzt“, sagte Haslinger. Gleichzeitig lobte er den Rahmen des Spiels: „Es war ein hart geführtes, aber faires Spiel auf Augenhöhe. Der Schiedsrichter musste nie groß eingreifen.“ Dass die Gäste als Tabellenführer mit viel Selbstvertrauen auftraten, zeigte sich in ihrer Chancenverwertung; laut aktueller Tabelle hält Prambachkirchen nach 19 Runden bei 42 Punkten, Freinberg bei 19. Für Haslinger ist die Richtung dennoch klar: an der Stabilität arbeiten, die guten Phasen aus Halbzeit zwei mitnehmen und die kleinen Patzer abstellen. „Nach der Pause waren wir auf Augenhöhe – darauf können wir aufbauen“, betonte er zum Schluss.