Im Derby der 2. Klasse West-Nord setzte sich der UFC Raika Hartkirchen beim SV Sparkasse Aschach an der Donau mit 1:0 durch. Den goldenen Treffer erzielte Christoph Hofer kurz nach der Pause nach einem Eckball. Hartkirchen hielt die Führung nach zwei Roten Karten bis zum Schlusspfiff. Sportchef Rüdiger Haider sprach von einem echten Kraftakt: "Es war ein Willenssieg unserer Mannschaft."

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Die erste Hälfte blieb, wie Derbys oft sind, eng und zäh. Chancen waren da, beide Teams schenkten sich wenig, Hartkirchen bis zur roten Karte durch Schatzlmair Kevin gut in der Partie. Zur Pause stand es 0:0. Umso wuchtiger der Start in Halbzeit zwei. In Minute 54 fiel der einzige Treffer: Nach einem Eckball landete der Ball an der zweiten Stange bei Christoph Hofer, der sich das Leder einmal vorlegte und mit rechts einnetzte. Haider beschrieb die Szene so: "Der Ball kam nach einem Klärungsversuch an der zweiten Stange zu Christoph Hofer. Er hat ihn sich angestoppt und mit seinem schwachen rechten Fuß ins Tor bugsiert." Dieses 1:0 gab Hartkirchen genau das, was es in diesem Derby brauchte. "Wir wussten in der Halbzeitpause, dass wir auch in Unterzahl zu unseren Chancen kommen werden."
Mit der Führung im Rücken und spätestens nach der zweiten Roten Karte wurde es ein Abwehrkampf mit Köpfchen. Hartkirchen ordnete sich kompakt, verschob konsequent und stellte, wie Haider erklärte, das System um: "Wir haben auf ein Vier-Vier ohne Stürmer umgestellt." Der Plan ging auf, weil alle ihren Job machten. "Die Mannschaft hat einfach gewollt. Sie hat von der ersten Minute an gezeigt, dass sie den Derbysieg will und bis zur allerletzten Minute gemeinsam gekämpft", so der Sportchef. Aschach suchte den Weg nach vorne, fand aber laut Haider kaum Lösungen: "Sie haben oft nur mit langen Bällen agiert und kein richtiges Mittel gegen unsere doppelte Viererkette gefunden." Spätestens nach der Roten für Jakob Loitzenbauer in Minute 75 war klar, dass es eine Abwehrschlacht bis zum letzten Zweikampf wird. Hartkirchen blieb dennoch ruhig, rückte im richtigen Moment heraus und brachte Ball um Ball konsequent aus der Gefahrenzone. Schlussendlich hätte man die Partie durch 2-3 Großchancen nach Konter in der Schlussphase auch schon früher entscheiden können.
Naturgemäß bot ein Derby mit Platzverweis auch Gesprächsstoff. Die Energie legten die Hartkirchner lieber in die Unterstützung von außen. "Es war für uns fast wie ein Heimspiel. Sehr viele Hartkirchner Fans waren da – ein großes Danke, das macht ein Derby aus", sagte der Sportchef. In der Tabelle hält Hartkirchen nach 20 Runden bei 30 Punkten und Platz sechs, Aschach ist mit 27 Zählern Achter. Der Sieg im Nachbarschaftsduell gibt Selbstvertrauen für die nächsten Wochen, in denen Hartkirchen an genau dieser Disziplin und diesem Zusammenhalt anknüpfen will.