Spielberichte

Johann Haslinger (Trainer SV Schwarzmüller Freinberg): "Uns hat nur das nötige Glück gefehlt"

Union Stroheim
SV Freinberg

In der 2. Klasse West-Nord trennten sich Union Stroheim und SV Schwarzmüller Freinberg mit 1:1. Die Gastgeber führten zur Pause nach dem Treffer von Thomas Ferihumer, ehe David Breit kurz vor Schluss den verdienten Ausgleich besorgte. Trainer Johann Haslinger sah eine starke Reaktion seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel und haderte vor allem mit der Effizienz: "Uns hat nur das nötige Glück gefehlt", sagte er nach einem Spiel, das Freinberg aus seiner Sicht bei konsequenterer Chancennutzung sogar hätte komplett drehen können.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

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Vorsichtiger Beginn, Stroheim nutzt den Standard

Die Partie begann abwartend, beide Seiten tasteten sich lange ab. "Die erste Halbzeit war ausgeglichen, beide Mannschaften sind vorsichtig reingegangen", fasste Johann Haslinger zusammen. In diese Phase hinein fiel der Führungstreffer der Hausherren: In der 33. Minute stellte Thomas Ferihumer auf 1:0, aus Freinberger Sicht entstand das Tor nach einem Freistoß – und kam laut Coach überraschend. "Das 0:1 war für uns eigentlich überraschend", meinte Haslinger. Stroheim nahm die knappe Führung mit in die Kabine, ohne dass es bis dahin große offene Schlagabtausche gegeben hätte. Für Freinberg stand damit schon früh fest, dass nach dem Seitenwechsel mehr Risiko her musste, um die Punkte nicht in Stroheim zu lassen.

Freinberg drückt nach der Pause – späte Belohnung durch Breit

Genau das setzte der SVF nach Wiederbeginn um. Haslinger drehte an den Stellschrauben und schob seine Mannschaft breiter und höher: "Wir haben offensiver ausgerichtet, vor allem über die Außenseiten. Dadurch sind wir öfter hinter die gegnerische Abwehr gekommen und zu Chancen gekommen." Der Plan griff sofort. "Die ersten 20 Minuten nach der Pause waren entscheidend – da hatten wir zwei, drei, vielleicht sogar vier sehr gute Möglichkeiten", schilderte der Trainer. Aus seiner Sicht hätten "mindestens zwei" dieser Chancen drin sein müssen. Der Ausgleich ließ dennoch auf sich warten, fiel dann aber spät: In der 83. Minute drückte David Breit zum 1:1 ein und krönte die starke zweite Hälfte der Gäste. "Über die gesamte zweite Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und hätten uns womöglich sogar den Sieg verdient", so Haslinger, der die liegengelassenen Gelegenheiten bedauerte.

Haslinger über Gegner, Schiri und den Blick nach vorn

Trotz der Freinberger Überlegenheit nach der Pause bekam auch Stroheim Anerkennung. "Die Mannschaft war auf Augenhöhe. Nach ihrer 1:0-Führung waren sie defensiv sehr bemüht, den Ausgleich zu verhindern und in dieser Phase sehr griffig", erklärte Haslinger. An der Leitung des Unparteiischen hatte er nichts auszusetzen: "Die Schiedsrichterleistung war auf beiden Seiten nicht auffällig. Die eine oder andere kleine Entscheidung sieht man vielleicht anders, aber grundsätzlich war alles in Ordnung." In der Tabelle steht Freinberg nach 20 Runden mit 20 Punkten auf Rang 11, Stroheim hält bei 15 Zählern auf Platz 12. Für Haslinger ist klar, woran es in den nächsten Wochen zu arbeiten gilt: "Wir brauchen zu viele Chancen, bis der Ball im Netz liegt. Uns hat einfach das nötige Glück gefehlt." 

2. Klasse West-Nord: Stroheim : Freinberg - 1:1 (1:0)

  • 83
    David Breit 1:1
  • 33
    Thomas Ferihumer 1:0