In der 2. Klasse West-Nord musste sich der TSV St. Marienkirchen/Schärding am Sonntagnachmittag gegen die Union St. Aegidi mit 1:3 geschlagen geben. Spielertrainer Bence Kalmar sah eine Partie, "die auch anders hätte ausgehen können", machte aber vor allem den Unterschied in den individuellen Lösungen aus. Weil der Absteiger trotz der Niederlage Mentalität zeigte und nach dem 0:2 noch einmal herankam, wollte der Coach den Blick lieber auf den weiteren Aufbau richten.

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Aus Sicht von St. Marienkirchen stand nach 22 Minuten bereits ein 0:2. Tomas Bednar brachte die Gäste in der 19. Minute in Führung und legte nur drei Minuten später das 0:2 nach. Die Gastgeber fanden aber noch vor der Pause eine Antwort. Dominik Wimmeder verkürzte in der 30. Minute auf 1:2, mit diesem Stand ging es auch in die Halbzeit. Damit blieb die Partie für den TSV zumindest offen. Die endgültige Entscheidung fiel erst spät, als Bednar in der 85. Minute seinen dritten Treffer erzielte und den 1:3-Endstand fixierte. Gerade deshalb passte das Ergebnis aus Sicht des Trainers zu einer Partie, in der seine Mannschaft zwar zurücklag, sich aber nicht früh völlig aus dem Spiel nehmen ließ.
Kalmar hielt sich nach dem Spiel bewusst kurz, in seiner Kernaussage war er aber dennoch deutlich. "Es war ein Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. Diesmal haben die individuellen Fähigkeiten den Kampfgeist besiegt, aber mit der Mentalität bin ich zufrieden", sagte der Trainer. Gerade dieser zweite Teil war ihm wichtig. St. Marienkirchen verlor zwar, doch der Coach wollte die Niederlage nicht zum Anlass nehmen, seine Mannschaft grundsätzlich infrage zu stellen. Stattdessen rückte er den Entwicklungsweg in den Mittelpunkt. "Wir stehen am Anfang eines Aufbaus und versuchen, diese Mentalität weiterzuführen. Wenn dann auch noch die individuellen Lösungen dazukommen, bin ich mir sicher, dass wir schon bald erfolgreich sein werden", so Kalmar. Seine Einordnung war damit weniger eine Abrechnung mit dem Spiel als vielmehr eine Beschreibung dessen, woran seine Mannschaft im Moment arbeitet.
Was aus seiner Sicht noch fehlt, sprach Kalmar ebenso klar an. "Wir müssen allgemein noch aggressiver sein. Wir müssen vor dem gegnerischen Tor noch ruhiger sein und wir müssen bessere Lösungen finden. Dann werden wir erfolgreich sein", erklärte er. Viel mehr wollte der Trainer weder über den Gegner noch über einzelne Situationen sagen. Auch Schiedsrichter Zenz nahm er ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus und meinte nur: "Er hat eine ordentliche Leistung gebracht." Für den TSV St. Marienkirchen geht es nach dem 1:3 nun darum, die angesprochene Mentalität in Punkte umzuwandeln. Nach fünf Runden hält der TSV bei vier Zählern. Der Tabellenführer steht nach dem Auswärtssieg bei zwölf Punkten. Aus Sicht der Gastgeber bleibt damit vor allem die Aufgabe, die ordentliche Haltung aus solchen Spielen mitzunehmen und sie in den nächsten Wochen mit mehr Ruhe und besseren Lösungen vor dem Tor zu verbinden.