Spielberichte

"Effizienz und Passqualität haben gefehlt" – Union Stroheim kommt nach 1:2-Rückstand noch zu einem Punkt

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Union Stroheim
SPG St. Willibald/Natternbach 1b

In der 2. Klasse West-Nord hat sich die Union Stroheim im Kellerduell mit der SPG Guschlbauer St. Willibald/Natternbach 1b ein 2:2-Remis gesichert. Nach torloser erster Hälfte brachte Patrick Rathmayr die Gastgeber in Führung, ehe die SPG das Spiel drehte. Neo-Trainer Stefan Rohrhuber sah Stroheim dennoch über weite Strecken näher am Sieg und nannte nach dem späten Ausgleich auch klar, was zum vollen Erfolg fehlte: "Effizienz und Passqualität."

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange zähe Partie, dann wird es in der Schlussphase wild

Rohrhuber machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn der Charakter dieser Partie nicht überrascht hat. "Es war das, was man erwartet, wenn man in der Tabelle sieht, dass der Letzte gegen den Vorletzten spielt", sagte der Stroheim-Trainer und beschrieb damit eine Begegnung, die lange Zeit ohne viele Höhepunkte auskommen musste. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel schien Stroheim dann auf dem richtigen Weg zu sein, als Patrick Rathmayr in der 54. Minute das 1:0 erzielte. Was danach kam, drehte das Spiel jedoch innerhalb weniger Minuten komplett: Kevin Wolfschluckner glich in der 73. Minute für die Gäste aus, Lukas Dornetshuber stellte in der 77. Minute auf 1:2, und erst in der Nachspielzeit sorgte Michael Ferihumer mit dem 2:2 noch für einen Punktgewinn. Gerade diese Entwicklung ließ bei den Gastgebern das Gefühl zurück, dass mehr möglich gewesen wäre. "Über die ganze Spieldauer war Stroheim näher am Sieg", sagte Rohrhuber. Den späten Ausgleich bezeichnete er deshalb auch als verdient, weil seine Mannschaft über 90 Minuten "wesentlich mehr Torchancen" gehabt habe.


Das 1:1 aus dem Nichts verändert die Partie

Den Moment, in dem das Spiel aus seiner Sicht kippte, verortete der Stroheim-Coach klar beim 1:1. Dieses Gegentor fiel für ihn nicht aus einer Druckphase der Gäste heraus, sondern "aus dem Nichts". Rohrhuber schilderte die Szene so, dass sich ein Verteidiger und der Torwart von Stroheim nicht richtig abgesprochen hätten, beide zusammengelaufen seien und der Ball dann ohne echten Gegnereinfluss beim gegnerischen Stürmer gelandet sei. Kevin Wolfschluckner profitierte davon und traf zum Ausgleich. "Das hat das Spiel dann irgendwie gebrochen", sagte Rohrhuber mit Blick auf die Phase nach der 1:0-Führung. Umso mehr wurmte ihn danach, dass die Gäste aus seiner Sicht insgesamt nur wenig nach vorne zustande brachten und dennoch durch Wolfschluckner und Dornetshuber zwei Tore machten. Den Gegner beschrieb er als "prinzipiell fair", spielerisch aber ziemlich einfach. "Das einzige Mittel waren hohe Bälle, wenig spielerische Akzente und eigentlich nur zwei Torchancen, die zu zwei Toren geführt haben", sagte der Trainer. Genau deshalb fühlte sich der zwischenzeitliche Rückstand für Stroheim besonders bitter an.

Moral stimmt, Baustellen liegen offen auf dem Tisch

Dass die Union Stroheim am Ende trotzdem noch etwas mitnahm, führte Rohrhuber weniger auf eine besondere spielerische Qualität zurück als auf die Reaktion seiner Mannschaft. "Am besten hat funktioniert, dass wir nie aufgehört haben und auch nach dem katastrophalen 1:2-Rückstand noch zumindest den Ausgleich geschossen haben", sagte er. Der Treffer von Michael Ferihumer in der 91. Minute war damit für ihn vor allem ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft bis zum Schluss dranblieb. Gleichzeitig sprach Rohrhuber sehr offen an, warum aus diesem Spiel trotzdem kein Sieg geworden ist. "Effizienz und Passqualität", lautete seine knappe, aber deutliche Antwort auf die Frage, was zum Dreier gefehlt habe. Auch die Leistung von Schiedsrichter Führer ordnete er nüchtern ein. Sie sei "konstant", weder überragend noch besonders schlecht gewesen. Nur in einer Szene sah er einen klaren Fehler, als ein Stroheimer Stürmer alleine auf das Tor lief, gehalten wurde und es aus seiner Sicht statt Gelb Rot hätte geben müssen, weil der Gegenspieler der letzte Mann gewesen sei. So bleibt für Stroheim im Tabellenkeller ein Punkt, der den späten Rückschlag verhindert hat, aber auch das Gefühl, dass in diesem Duell mehr drin gewesen wäre.

2. Klasse West-Nord: Stroheim : SPG St. Willibald/Natternbach 1b - 2:2 (0:0)

  • 91
    Michael Ferihumer 2:2
  • 77
    Lukas Dornetshuber 1:2
  • 73
    Kevin Wolfschluckner 1:1
  • 54
    Patrick Rathmayr 1:0