Spielberichte

„Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“ – SV Freinberg gibt Führung gegen Hartkirchen aus der Hand

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SV Freinberg
UFC Hartkirchen

In der 2. Klasse West-Nord musste sich der SV Schwarzmüller Freinberg dem UFC Raika Hartkirchen mit 1:2 geschlagen geben. Nach torloser erster Hälfte brachte Sergej Tomm die Gastgeber kurz nach der Pause in Führung, ehe Hartkirchen die Partie drehte. Für Trainer Johann Haslinger war es dennoch „eine sehr unglückliche Niederlage“, weil seine Mannschaft trotz großer Personalsorgen lange voll auf Augenhöhe war.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Nach der Pause war Freinberg vorne, am Ende jubelten Gäste

Die Partie war über weite Strecken enger, als es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt. Haslinger beschrieb vor allem die ersten 45 Minuten als „sehr ausgeglichen“ und sah auf beiden Seiten stabile Defensivreihen. „Beide Abwehreihen haben alles vom Tor weggehalten“, sagte der Freinberg-Trainer, der mit dem 0:0 zur Pause deshalb auch gut leben konnte. Nach dem Seitenwechsel wurde seine Mannschaft aktiver und legte spürbar zu. „Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr riskiert und sind dadurch auch zum 1:0 gekommen“, erklärte Haslinger. Belohnt wurde diese Phase in der 52. Minute, als Sergej Tomm die Gastgeber in Führung brachte. Die Antwort der Hartkirchner ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Michael Hofer glich in der 58. Minute zum 1:1 aus, ehe Christoph Hofer in der 77. Minute die Partie auf die Seite der Gäste zog.


Das 1:2 als Knackpunkt und viel Lob für eigene Mannschaft

Gerade dieser zweite Treffer von Hartkirchen war für Haslinger der Moment, an dem sich das Spiel endgültig drehte. „Der Knackpunkt war eigentlich dieses 2:1, weil wir dann unsere Ordnung verlassen mussten und alles nach vorne orientiert haben, um den Ausgleich zu erzielen“, sagte er. Damit war aus seiner Sicht auch erklärt, warum Freinberg in der Schlussphase nicht mehr zum verdienten Punkt kam. Die Gastgeber mussten mehr öffnen, um noch einmal zurückzukommen, fanden dafür aber keine Belohnung mehr. Trotzdem fiel die Einschätzung des Trainers zur eigenen Mannschaft sehr positiv aus. „Die Jungs haben das sehr gut gemacht. Durch ihre Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft haben sie das Spiel über die gesamte Zeit offen gehalten“, sagte Haslinger. Darum sprach er auch klar von einer Partie, die sich „ein Unentschieden verdient“ hätte. Gerade nach dem Spielverlauf und dem 1:2 überwog bei ihm deshalb nicht der Ärger über die Leistung, sondern das Gefühl einer unglücklichen Niederlage.

Große Verletztenliste, viel Einsatz und keine Ausreden

Zusätzliches Gewicht bekommt diese Niederlage aus Freinberger Sicht durch die personelle Lage. Haslinger verwies ausdrücklich auf die vielen Ausfälle und machte deutlich, wie schwierig die Voraussetzungen derzeit sind. „Wir haben immerhin eine halbe Mannschaft vorgegeben“, sagte er und erklärte, dass dadurch mehrere Positionen anders besetzt werden mussten. Gerade deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft besonders hoch. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Sie haben alles reingeschmissen“, meinte der Trainer. Auch über den Gegner sprach er respektvoll. Der UFC Hartkirchen habe ebenso viel Laufbereitschaft gezeigt, den Sieg unbedingt gewollt und immer wieder mit weiten Bällen gearbeitet, die der SV Freinberg lange gut verteidigte. Einzelne unglückliche Entscheidungen von Schiedsrichter Riegler wollte Haslinger nicht in den Mittelpunkt stellen. Viel wichtiger war ihm die Erkenntnis, dass seine Mannschaft unter schwierigen Umständen voll dagegengehalten hat. In der Tabelle bleibt Freinberg nach sechs Runden mit zwölf Punkten auf Rang vier, während Hartkirchen mit dem Auswärtssieg auf neun Zähler kommt.

2. Klasse West-Nord: Freinberg : Hartkirchen - 1:2 (0:0)

  • 77
    Christoph Hofer 1:2
  • 58
    Michael Hofer 1:1
  • 52
    Sergej Tomm 1:0