Spielberichte

„Ab der 55. Minute wurden wir immer stärker“ – SV Freinberg nimmt verdient drei Punkte aus Suben mit

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Union Suben
SV Freinberg

In der 2. Klasse West-Nord hat die Union Suben am Samstagnachmittag gegen den SV Schwarzmüller Freinberg trotz eines schnellen Ausgleichs nach frühem Rückstand mit 1:2 verloren. Nach dem 1:1 zur Pause legten die Gäste laut Trainer Johann Haslinger deutlich zu und belohnten sich in der 71. Minute mit dem Siegtor. Haslinger hatte genau dieses schwere Spiel erwartet, weil Suben auf eigener Anlage mit seinem direkten Stil laut seiner Einschätzung besonders unangenehm zu bespielen ist.

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, schnelle Antwort

Dass es für Freinberg kein einfacher Nachmittag werden würde, hatte Haslinger schon vor dem Anpfiff erwartet. Der Trainer verwies auf die besondere Spielweise der Gastgeber. „Suben ist zu Hause sehr stark. Durch ihre weiten Bälle hinter die Verteidigung sind sie auf dieser Anlage sehr schwer zu spielen“, sagte er. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft von Beginn an die richtigen Antworten fand. In der 24. Minute brachte Fabian Altweger die Gäste mit 1:0 in Führung. Haslinger beschrieb die Entstehung so: „Das erste Tor war nach einem sehr schönen Pass in die Tiefe zwischen Innen- und Außenverteidiger. Unser Spieler ist gut eingelaufen und hat sehr überzeugend abgeschlossen.“ Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht, denn nur zwei Minuten später stellte Karel Hruby für Suben auf 1:1. Zur Pause war damit wieder alles offen, was auch zum Eindruck des Freinberg-Trainers passte. „Die erste Halbzeit war eher ausgeglichen, auch wenn wir vielleicht die etwas größeren Spielanteile gehabt haben“, meinte Haslinger.


Nach Seitenwechsel kippt Partie

Die entscheidende Entwicklung setzte für Haslinger erst nach der Pause ein. Während sich die erste Hälfte noch auf Augenhöhe bewegt hatte, sah der Trainer seine Mannschaft danach klar zulegen. „Ab der 55. Minute wurden wir immer stärker und kamen immer näher auf das gegnerische Tor“, sagte er. Für ihn war das keine kurze Phase, sondern eine klare Veränderung im Spiel. Freinberg blieb aktiver, suchte den Weg nach vorne und hatte laut Haslinger schon vor dem zweiten Treffer Möglichkeiten, das Spiel endgültig auf seine Seite zu ziehen. „Das Führungstor lag schon in der Luft“, formulierte er treffend. In der 71. Minute fiel dann das 2:1 durch Moritz Diebetsberger. Auch diesen Treffer ordnete der Trainer genau ein: „Da waren schon einige Bälle abgeblockt, aber im zweiten oder dritten Anlauf hat es dann zum Tor geführt.“ Gerade weil seine Mannschaft in dieser Phase immer näher ans gegnerische Tor kam, hielt Haslinger den zweiten Treffer und am Ende auch den ganzen Auswärtssieg für verdient.

Freinberg stellt sich auf Subens Stil ein

Ein wesentlicher Punkt war für den Freinberg-Coach nicht nur das eigene Spiel nach vorne, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft Subens Mittel verteidigte. Die Gastgeber hätten laut Haslinger genau das gemacht, womit zu rechnen gewesen sei. „Das ist ihr Spiel auf dieser Anlage. Darauf muss man sich einstellen“, sagte er über die vielen weiten Bälle nach vorne und das forcierte Spiel auf die Spitzen. Genau in diesem Bereich zeigte sich der Trainer mit seiner Mannschaft besonders zufrieden. „Unsere Verteidigung hat die hohen Bälle sehr gut weggearbeitet“, betonte er. Dazu kamen für ihn die Laufbereitschaft und die Kampfbereitschaft, aber ebenso das kontrollierte Auftreten zwischen den beiden Strafräumen. Haslinger hob ausdrücklich hervor, dass sein Team nicht nur dagegenhielt, sondern das Spiel über weite Strecken auch steuern konnte. „Besonders gut war die Einstellung der Mannschaft, sich auf das Spiel des Gegners einzustellen und genau dagegen zu wirken“, sagte er. Verbesserungsmöglichkeiten gebe es zwar immer, ausgerechnet nach diesem Auftritt wollte der Trainer aber keinen Bereich gesondert herausgreifen.

Verdienter Sieg und faire Partie

Ganz ruhig blieb es in der Schlussphase nicht mehr, weil die Union Suben laut Haslinger noch einmal Druck machte und die Partie dadurch etwas hektischer wurde. An seiner Gesamteinschätzung änderte das aber nichts. „Über die Gesamtzeit waren wir die bessere Mannschaft, die etwas mehr vom Spiel gehabt hat. Deshalb geht das 2:1 für mich in Ordnung“, sagte der Trainer. Auch die Spielleitung war für ihn kein Thema. Größere Aufreger habe es in einer insgesamt fairen Begegnung nicht gegeben. „Die Partie war sehr fair geführt. Kleinigkeiten gibt es immer, aber das braucht man nicht zu kommentieren. Das war für mich in Ordnung“, meinte Haslinger, der auch die Assistenten ausdrücklich einbezog. Für den SV Freinberg ist dieser Sieg auf schwierigem Boden jedenfalls ein starkes Ergebnis. Nach sieben Runden hält die Mannschaft bei 15 Punkten und bleibt damit im Spitzenfeld der Tabelle, während der Auftritt in Suben genau jene Tugenden zeigte, die der Trainer nach dem Schlusspfiff hervorhob: gute Einstellung, viel Laufarbeit und eine Mannschaft, die sich auf ein unangenehmes Auswärtsspiel sichtbar gut vorbereitet hatte.

2. Klasse West-Nord: Suben : Freinberg - 1:2 (1:1)

  • 71
    Moritz Diebetsberger 1:2
  • 26
    Karel Hruby 1:1
  • 24
    Fabian Altweger 0:1