2. Klasse West

Union St. Johann/Walde: Neo-Trainer will Team mit klarer Linie stabilisieren

Nach Rang vier in der Vorsaison verlief der Herbst für die Union St. Johann am Walde unter den eigenen Erwartungen. Mit 15 Punkten belegte man zur Winterpause nur Tabellenrang acht in der 2. Klasse West. Im November reagierte der Verein und stellte die Weichen neu: Mit Philipp Penninger übernahm ein alter Bekannter das Traineramt und führt die Mannschaft nun in die Rückrunde. Bester Torschütze im Herbst war Jakob Berer mit starken elf Treffern.

„Es hätte im Herbst schon ein paar Punkte mehr sein können“

Philipp Penninger steigt erst mit Beginn der Vorbereitung offiziell als Trainer ein, hat sich aber mit dem bisherigen Saisonverlauf auseinandergesetzt. Seine Einschätzung fällt sachlich, aber klar aus: „Im Detail war ich natürlich noch nicht involviert, aber man informiert sich. Grundsätzlich glaube ich schon, dass der Herbst ein bisschen hinter den Erwartungen geblieben ist.“

Der Neo-Coach verweist dabei auch auf den strukturellen Umbruch der letzten Jahre: „Der Verein verfolgt ganz klar die Philosophie, keine Spieler von außen zu holen, sondern ausschließlich mit Akteuren aus den eigenen Reihen zu arbeiten. Dadurch hast du eine sehr junge Mannschaft, die sich erst finden und Erfahrung sammeln muss.“ Dramatisch sei die Situation dennoch nicht: „Es ist auf keinen Fall alles negativ, aber vier, fünf, sechs Punkte mehr wären schon möglich gewesen, wie man hört.“

Defensive Stabilität wieder als Fundament

Inhaltlich setzt Penninger klare Schwerpunkte für das Frühjahr. Vor allem ein Punkt steht im Fokus: „Es geht darum, dass wir stabiler und konstanter werden – vor allem defensiv.“ Gerade das habe im Herbst nicht funktioniert, obwohl es traditionell eine Stärke des Vereins sei. Penninger kennt den Verein gut, es ist bereits seine zweite Amtszeit in St. Johann: „In meiner ersten Zeit hier war genau das ein großes Thema – Struktur, Disziplin und klare Abläufe. Das möchte ich wieder zurückbringen.“ Die junge Mannschaft biete dafür grundsätzlich großes Entwicklungspotenzial, brauche aber Zeit: „Das Frühjahr sehe ich eher als Aufbauphase für den Sommer.“

Keine Transfers – Entwicklung aus den eigenen Reihen

An der bewährten Vereinsphilosophie wird auch im Winter nicht gerüttelt. „Es wird sich im Kader gar nichts tun. Es geht niemand weg und es kommt auch niemand dazu“, stellt Penninger klar. Die Transferperioden seien in St. Johann traditionell ruhig – bewusst. Sportlich will man dennoch Schritt für Schritt nach vorne kommen: „Ich möchte jetzt kurz- bis mittelfristig keinen Aufstieg ausrufen, aber das Ziel ist schon, dass wir uns Richtung oberes Drittel entwickeln und im Sommer wieder deutlich weiter vorne angreifen.“

Strukturierte Vorbereitung mit Trainingslager

Die Vorbereitung ist klar durchgeplant. Bereits im Dezember und Jänner arbeiteten die Spieler individuell: „Die Mannschaft hat ein Laufprogramm bekommen und absolviert zusätzlich einmal pro Woche ein gemeinsames Krafttraining mit einem Spezialisten.“ Der offizielle Trainingsstart erfolgt am 26. Jänner. Als Höhepunkt der Vorbereitung ist ein Trainingslager Mitte März geplant: „Wir fahren von Donnerstag bis Sonntag nach Faak am See, etwa eine Woche vor Meisterschaftsbeginn. Davor stehen noch fünf Testspiele auf dem Programm.“