2. Klasse West

„Im Frühjahr waren wir sehr zufrieden“ – Kinberger sieht ATSV Kohlgrube/Wolfsegg auf gutem Weg

ATSV Kohlgrube/Wolfsegg

In der neuen 2. Klasse West blickt der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg nach einem ordentlichen Frühjahr in der 2. Klasse Mitte-West mit Zuversicht auf den Herbst. Trainer Michael Kinberger spricht von einer sichtbaren Entwicklung, mehr Toren und spielerischen Fortschritten. Gleichzeitig weiß er, wo seine junge Mannschaft noch zulegen muss: mehr Ruhe, mehr Routine und ein noch gefestigteres Auftreten.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühjahr mit Entwicklung und klarer Linie

Kinberger fällt der Rückblick auf die vergangene Saisonhälfte insgesamt positiv aus. „Mit dem Frühjahr waren wir sehr zufrieden“, sagt der Trainer und begründet diese Einschätzung nicht nur mit Ergebnissen, sondern vor allem mit dem Weg seiner Mannschaft. Aus seiner Sicht hat sich das Team „spürbar weiterentwickelt“, dazu seien „die nötigen Tore“ gekommen. Gerade dieser Punkt ist für ihn wichtig, weil er die sportliche Entwicklung nicht allein auf nackte Zahlen reduzieren will. Er hebt vielmehr hervor, dass es im spielerischen Bereich ebenfalls besser geworden sei. Dass dieser Fortschritt im Frühjahr sichtbar geworden ist, wertet er als Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Monate. Gleichzeitig bleibt der Blick nüchtern, denn für Kinberger ist klar, dass eine junge Mannschaft selten am Ende ihrer Entwicklung ist, sondern weiter wachsen muss.

Junge Mannschaft soll noch ruhiger werden

Genau dort setzt auch seine Analyse für die kommende Zeit an. Kinberger sagt offen, dass das größte Entwicklungspotenzial weiter in der Reife der Mannschaft liegt. „Unsere Spieler müssen noch ruhiger und routinierter werden, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben“, erklärt er. Damit beschreibt er ziemlich genau den nächsten Schritt, den er von seiner Gruppe erwartet. Es geht nicht darum, alles neu zu machen, sondern vorhandene Ansätze zu festigen. Besonders erfreulich ist für ihn, dass sich mehrere junge Spieler schon deutlich gesteigert haben. Kinberger nennt dabei Moritz Gundendorfer und Marcel Ebner und sagt, dass sie sich „noch einmal gesteigert“ hätten. Darüber hinaus lobt er den Charakter innerhalb des Kaders. „Es sind alle für die Mannschaft und keine Ich-Menschen“, sagt der Trainer. Diese Aussage zeigt, dass er im Teamgefüge aktuell eine gute Basis sieht, auf der sich weiter aufbauen lässt.

Keine Abgänge, zwei Neue und derzeit keine Verletzten

Auch personell geht der Verein mit einer klaren Linie in die nächste Phase. Kinberger betont, dass es in diesem Sommer „keine Abgänge“ gebe. Gleichzeitig kommen mit Amar Prosic und Daniel Six zwei neue Spieler dazu. Prosic beschreibt der Trainer als zentralen Spieler, der „im Zentrum alles spielen“ könne. Zudem bringt er nach Kinbergers Worten Erfahrung mit, weil er „schon höher gespielt hat“ und der Mannschaft „sicher weiterhelfen“ werde. Daniel Six ordnet er anders ein: „Er ist ein junger Spieler, ein Linksfuß“ und soll „mehr am Flügel eingesetzt“ werden. Dazu kommt, dass es im Kader derzeit keine verletzten oder länger angeschlagenen Spieler gibt. Kinberger spricht davon, dass alle Akteure, die in der Rückrunde gefehlt hätten, nun wieder voll einsatzfähig seien. Für die Vorbereitung auf den Herbst ist das natürlich eine gute Ausgangslage.

Neuer Co-Trainer und Arbeiten rund ums Klubheim

Neben dem Kader gibt es auch im Umfeld ein paar Veränderungen, die Kinberger anspricht. Im Trainerstab bekommt er Unterstützung durch einen neuen Co-Trainer. Ansonsten, sagt Kinberger, blieben die Positionen im Verein besetzt. Auch abseits des Rasens tut sich etwas. Rund um das Klubheim laufen weiter bauliche Maßnahmen, dass das Vereinsheim „wieder ein Schmuckstückchen“ werde. Einen Verein aus der neuen Liga wollte Kinberger noch nicht besonders hervorheben. Viel wichtiger ist für ihn offenbar, dass die eigene Mannschaft den eingeschlagenen Weg bestätigt und die gute Entwicklung aus dem Frühjahr in die neue Saison mitnimmt.