Für Trainer Johannes Ebner und den USV Knoblinger Neuhofen/I. 1b überwog nach dem Auswärtsspiel der 2. Klasse West bei Union St. Johann am Walde das Gefühl einer verpassten Chance. Ebner sprach von einem nervösen Beginn, einem 0:1-Rückstand nach individuellem Fehler (Torschütze: Lorenz Fechtenschlager), mehreren ungenutzten Topchancen und dem Ausgleich zum 1:1 (Michael Weberstorfer), ehe ein weiterer Patzer schließlich die 1:2-Niederlage besiegelte (Tobias Knauseder). "Das Endergebnis war meiner Ansicht nach nicht gerecht", hielt Ebner fest. Inhaltlich sah er sein Team spielerisch im Vorteil, während der Gegner vorwiegend mit langen und hohen Bällen agierte. Standards – vor allem Ecken, die konsequent zum Tor gezogen wurden – setzten Neuhofen zusätzlich unter Druck. Insgesamt prägten Intensität und Robustheit die Partie, sichtbar in etlichen harten Zweikämpfen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Ebner war Ballbesitz in dieser Begegnung zweitrangig: "Es war mit Sicherheit nebensächlich." Wesentlicher war für ihn die Art des Auftretens: "Wir versuchten, von hinten herauszuspielen, über diagonale Pässe Zonen zu überspielen, und Union St. Johann am Walde versuchte alles, mit langen und hohen Bällen zu Torchancen zu kommen." Seine Elf kam zu mehreren klaren Möglichkeiten: "Ich finde, wir hatten circa vier bis fünf sehr, sehr gute Chancen." In der Chronologie ging Union zunächst mit 1:0 durch Lorenz Fechtenschlager in Führung, Neuhofen glich nach der Pause durch Michael Weberstorfer zum 1:1 aus, ehe Tobias Knauseder aus Neuhofener Sicht auf 1:2 stellte.
Besonders bei Ecken des Gegners geriet Neuhofen unter Druck; die Hereingaben wurden konsequent zum Tor gezogen und sorgten mehrfach für Gefahr. In den Zweikämpfen erlebte Ebner ein robustes Duell: "Das Spiel war körperlich hart geführt vom Gegner, wobei wir technisch Fußball spielen wollten." Strittige Strafraumszenen sah er keine, doch blieben aus seiner Sicht harte Vergehen ohne angemessene Konsequenzen: "Es gab die eine oder andere Situation mit harten Fouls an uns, wo ich eine bis zwei rote Karten gerne gesehen hätte."
Für die kommenden Einheiten formulierte er einen klaren Auftrag, der unmittelbar aus diesem Spiel erwächst: Die Abstände zwischen Viererkette, Mittelfeld und Stürmern sollen enger werden, um Räume besser zu schließen und eigene Ballgewinne schneller in zielstrebige Aktionen umzuwandeln. Aus der Mischung aus nervösem Beginn, starker Reaktion mit dem Ausgleich zum 1:1 und dem letztlich entscheidenden Gegentreffer leitet Ebner einen fokussierten Arbeitsauftrag ab – mit dem Ziel, das spielerische Plus künftig in Zählbares umzuwünzen und auch robust geführten Partien ihren Stempel aufzudrücken.