Ein kampfbetontes Derby, viele Chancen auf beiden Seiten und am Ende das Gefühl, den richtigen Plan gehabt zu haben: Nach dem Auswärtsspiel von Union St. Johann am Walde bei Union Treubach/Roßbach in der 2. Klasse West ordnete Philipp Penninger die Partie als ausgeglichen ein, lobte die Effizienz seiner Mannschaft und blieb trotz des deutlichen Resultats maßvoll. Er sprach von Balance bei Ballbesitz und Zweikampfhärte und hob hervor, dass Teamgeist und Disziplin den Ausschlag gaben.

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„Grundsätzlich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir waren sehr effizient und haben am Ende des Tages verdient gewonnen, auch wenn das Ergebnis wohl um ein Tor zu hoch ausfiel.“ Mit dieser Einordnung beschrieb der Trainer die Dramaturgie eines Duells, in dem Chancen auf beiden Seiten vorhanden waren – und die Gäste in den entscheidenden Momenten zupackten. Früh setzten sie Zeichen: Philipp Penninger traf in Minute 3 zur Führung und legte in der 20. Minute nach; kurz vor der Pause stellte Julian Haslinger in der 41. Minute auf 3:0 – der Pausenstand. Nach dem Anschlusstreffer von Jakub Dusek in der 75. Minute stellte Lorenz Fechtenschlager in der 77. Minute den alten Abstand wieder her – zum 4:1. Penninger betonte die besondere Rolle der Chancenverwertung: „Chancen gab es auf beiden Seiten. Wir waren sehr effizient in der Verwertung, der Gegner scheiterte mehrfach an unserem starken Tormann oder an Latte und Stange.“
Die Vorbereitung zielte auf Robustheit und Konsequenz in den Duellen ab. „Wir wussten, dass es ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen und langen Bällen wird. Darauf waren wir super eingestellt, wir haben den Kampf angenommen und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Auch beim Thema Kontrolle auf dem Feld sah er keinen klaren Vorteil: „Beim Ballbesitz war es ziemlich ausgeglichen – wir wollten vielleicht ein bisschen mehr Fußball spielen als der Gegner, insgesamt war es aber auf Augenhöhe.“ Diese Mischung aus klarer Idee und situativer Anpassung prägte den Auftritt der Gäste, die in den Schlüsselszenen griffiger waren und so die Weichen früh stellten.
Trotz des physischen Tons blieb die Partie im sportlichen Rahmen: „Kampfbetont ja, unfair nein – viele Zweikämpfe, natürlich auch Fouls, aber alles im Rahmen, wie es zu einem Derby gehört.“ Einzelne Akteure ragten heraus: Torhüter Moritz Moser parierte in heiklen Momenten, Innenverteidiger Hannes Haslinger verlieh dem Zentrum Stabilität.
Aus der Partie nimmt das Team zudem doppelte Botschaften mit: „Es gibt viele Dinge, an denen wir arbeiten müssen, weil wir noch nicht den Fußball spielen, den wir können und wollen. Auf der anderen Seite stimmt mich sehr positiv, dass wir als Einheit auftreten. Unser Kader ist nicht der größte, aber wir machen das Beste daraus und freuen uns auf die nächsten Aufgaben.“