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"Der schmale Kader hat uns die ganze Saison verfolgt" – Zell am Pettenfirst blickt auf schwierige Monate zurück

SV Zell/Pettenfirst

In der 2. Klasse West blickt SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst auf eine schwierige, von Verletzungen geprägte Saison zurück. Sportlicher Leiter Jakob Kaltenbrunner spricht von einer "sehr durchwachsenen" Zeit, sieht den Verein aber keineswegs am Boden. Trotz mehrerer Langzeitverletzter, dem Karriereende von Kapitän Sebastian Kaiser und noch offenen Transfergesprächen setzt der Klub weiter auf Zusammenhalt, Kontinuität und Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Schwung, dann kam die Verletzungswelle

Die Bilanz von Jakob Kaltenbrunner fällt offen und ohne Schönfärberei aus. "Die vergangene Saison war sehr durchwachsen", sagt der sportliche Leiter, der trotzdem auch den ordentlichen Beginn nicht unter den Tisch fallen lässt. "Wir sind sehr motiviert in die Saison gestartet und haben einige Spieler wieder reaktivieren können." Genau dieser Ansatz habe zu Beginn Hoffnung gemacht, weil damit wieder mehr Möglichkeiten im Kader da waren. Der Bruch kam laut Kaltenbrunner aber früh. "Wir haben relativ früh mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, dadurch einen sehr schmalen Kader, und das hat uns die ganze Saison verfolgt." Damit ist der Kern der Rückschau klar benannt: Nicht ein kurzer Hänger, sondern die fehlende Breite im Aufgebot hat den Verein über Monate begleitet.

Kapitän hört auf, Rückkehrer fehlen weiter

An dieser Lage hat sich auch vor dem nächsten Saisonstart noch nicht alles geändert. "Wir haben immer noch einige verletzte Spieler. Die Genesung läuft okay", sagt Kaltenbrunner. Gleichzeitig bremst er zu große Erwartungen sofort wieder ein. "Leider haben wir ein paar Langzeitverletzte, die es bis zum Saisonstart nicht schaffen werden." Wenn er von Kreuzbandrissen und Bandscheibenvorfällen spricht, wird deutlich, warum das Thema im Verein weiterhin so präsent ist. Dazu kommt mit Sebastian Kaiser ein prägender Abgang. "Aktuell haben wir nur einen Abgang. Das ist unser Kapitän Sebastian Kaiser, der in die Fußballpension gegangen ist, vielleicht aber in Notfällen noch aushelfen kann." Damit verliert SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst nicht nur einen Spieler, sondern auch ein Vorbild innerhalb der Mannschaft.

Keine fixen Zugänge, dafür der Blick auf die U15

Gerade deshalb richtet sich der Blick in Zell am Pettenfirst stark nach innen. "Aktuell sind noch keine Neuzugänge bekannt", sagt Kaltenbrunner, verweist aber sofort darauf, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen sind. "Wir haben noch ein paar Gespräche offen, setzen aber wie gehabt auf eigene Spieler." Dieser Satz passt gut zur Linie des Vereins, der nicht hektisch reagieren will. Stattdessen soll der Kader aus dem eigenen Bereich breiter werden. "Wir bekommen einige Spieler aus der U15 heraus und können damit unseren Kader deutlich aufstocken." Das ist für den Klub mehr als nur eine Übergangslösung. Kaltenbrunner betont außerdem, dass der Kader trotz aller Rückschläge "dennoch nicht in so schlechter Form" sei.

Zusammenhalt bleibt die wichtigste Basis

Abseits der personellen Themen bleibt vieles bewusst stabil. "Den Trainerstab konnten wir halten. Funktionäre bleiben auch alle gleich", sagt Kaltenbrunner. Diese Kontinuität passt zu einem Verein, der seine Stärke nicht an einzelnen Namen festmachen will. "Wir agieren als gesamte Mannschaft und nicht als Einzelspieler und sind mannschaftlich sehr stark zusammengewachsen." Genau dieser Gedanke zieht sich durch die ganze Einschätzung des sportlichen Leiters. Trotz Verletzungssorgen, trotz eines kleinen Kaders und trotz des Abschieds von Sebastian Kaiser soll der Teamgedanke die Grundlage bleiben. Dazu kommt mit dem Kirtag auch ein wichtiger Fixpunkt im Vereinsleben. "An diesem Wochenende feiern wir wieder unseren Kirtag, ein Zweitagesfest mit sehr vielen Besuchern." Sportlich ist die Richtung damit klar: Das Ziel ist die hervorragende Arbeit, die bei unseren Veranstaltungen und Festen geleistet wird, auch auf dem Platz widerzuspiegeln.