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„Wir wollten unbedingt den einstelligen Tabellenplatz“ – warum Benjamin Trummer bei Union Polling aufhört

Union Polling

In der 2. Klasse West blickt Union Polling auf eine Saisonphase zurück, die klar hinter den eigenen Erwartungen geblieben ist. Rang elf mit 19 Punkten nach 23 Spielen ist nicht das Ziel gewesen, das sich der Verein gesetzt hatte. Trainer Benjamin Trummer sprach im Rückblick offen über die Probleme, vor allem gegen den Ball, und zog zugleich eine persönliche Konsequenz: Er stellt sein Traineramt zur Verfügung, Matthias Hinterleitner soll in der kommenden Saison übernehmen.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Der Blick auf die Tabelle fällt ehrlich aus

Trummer machte im Gespräch keinen Versuch, die Lage schönzureden. „Wir hätten natürlich gerne einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wollen. Den haben wir nicht erreicht“, sagte der Trainer, der damit den Kern der Saison in wenigen Worten auf den Punkt brachte. Vor allem defensiv sah er einen klaren Grund dafür, dass Union Polling in der Tabelle nicht weiter nach vorne kam. „Wir waren teilweise in der Defensive nicht sehr stark, weil wir sehr viele Gegentore bekommen haben“, erklärte er. Dass es nach vorne aus seiner Sicht „eigentlich okay“ war, macht die Einordnung umso deutlicher: Nicht die Offensive war das Hauptproblem, sondern die fehlende Stabilität über die gesamte Saisonphase hinweg.

Trainerwechsel als bewusste Entscheidung

Aus dieser Analyse leitete Trummer schließlich auch seine personelle Entscheidung ab. „Wir wollten halt unbedingt den einstelligen Tabellenplatz und darum stelle ich auch mein Traineramt zur Verfügung“, sagte er offen. Der Schritt kommt also nicht aus dem Nichts, sondern ist unmittelbar mit dem sportlichen Anspruch verbunden, den Union Polling an sich selbst gestellt hatte. Gleichzeitig sprach Trummer sehr klar darüber, warum er den Zeitpunkt für einen Wechsel für richtig hält. „Ich bin der Meinung, da gehört ein junger Schwung hinein“, sagte er, ehe er seinen bisherigen Co-Trainer Matthias Hinterleitner ausdrücklich stärkte: „Mit Matthias ist der richtige Mann jetzt am Werk.“ Viel deutlicher kann ein scheidender Trainer seinen Nachfolger kaum unterstützen.

Kader im Umbruch, Hoffnung auf frische Impulse

Auch im Kader stehen Veränderungen an. Mit Michael Achleitner und Alexander Schmid hören zwei routinierte Spieler auf, beide beenden ihre Karriere. Trummer machte keinen Hehl daraus, dass dieser Verlust sportlich und menschlich spürbar sein wird. Er hob beide ausdrücklich hervor und betonte, „dass sie mit ihrem Einsatz bei Union Polling sehr fehlen werden“. Dazu kommen weitere Abgänge aus dem bisherigen Kader, darunter auch Stürmer Oleksandr Yaroshenko, den Trummer namentlich nannte. Gleichzeitig setzt der Verein auf einen Neustart. Der scheidende Trainer sprach davon, dass wieder junge Spieler nachkommen und darin „immer die Chance“ liege, neu anzugreifen.

Suche nach Verstärkungen und der Blick nach vorne

Für die kommende Saison verbindet sich dieser Umbruch mit klaren Hoffnungen auf neue Qualität. Trummer berichtete, dass Union Polling auf dem Transfermarkt auf der Suche nach mehreren Verstärkungen ist. „Ich hoffe natürlich, dass drei, vier Spieler noch dazukommen. Das wäre top, damit sie wieder neu angreifen können“, sagte er. Dazu könnte auch Markus Hintermaier wieder eine wichtige Rolle spielen, sofern er wie erhofft zurückkommt. Trummer nannte ihn „einen super Spieler“, der nach seiner langen Pause besonders für die Offensive wichtig sein könne. Trotz aller offenen Baustellen klang im Gespräch daher nicht Resignation durch, sondern eher der Wunsch, mit neuem Trainer, verändertem Kader und frischem Anlauf wieder einen Schritt nach vorne zu machen.