In der 2. Klasse West hat die Union Polling im Heimspiel gegen den FußballClub Union Lohnsburg ein 2:2 geholt, das aus Sicht von Neo-Trainer Matthias Hinterleitner gut zum Verlauf passte. Nach einem klar besseren Beginn der Gäste drehte Polling die Partie noch vor der Pause, konnte die 2:1-Führung danach aber nicht über die Zeit bringen. "Nach dem 0:1 hat sich das Blatt gewendet", sagte Hinterleitner.

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Der Start gehörte nach der Einschätzung des Polling-Trainers klar den Gästen. Hinterleitner sprach von einer "richtigen Druckphase" der Lohnsburger in den ersten 15 bis 20 Minuten, in denen seine Mannschaft nur schwer in die Partie fand. Das 0:1 in der 22. Minute durch Gabriel Vietz kam für ihn deshalb nicht aus dem Nichts, zumal er Lohnsburg gerade bei Standards als gefährlich erlebt hatte. Umso wichtiger war aus Pollinger Sicht die Reaktion. Nur zwei Minuten später stellte Elias Paul Badegruber auf 1:1, und genau diese direkte Antwort gefiel Hinterleitner. "Wir sind postwendend zurückgekommen", sagte er. Polling blieb danach aktiv, wollte das Spiel unbedingt drehen und legte in der 29. Minute nach, als Petr Podkul zum 2:1 traf. Für den Trainer war das die beste Phase seiner Elf, weil sie nach dem Rückschlag nicht nachließ, sondern am Drücker blieb.
Mit der Führung zur Pause war die Ausgangslage für die Gastgeber ordentlich, doch direkt nach Wiederbeginn bekam das Spiel wieder eine andere Richtung. Dominik Schrattenecker stellte in der 47. Minute auf 2:2, und Polling musste damit fast unmittelbar den nächsten Dämpfer hinnehmen. Hinterleitner meinte, man habe sich für die zweite Halbzeit vorgenommen, "das einfach kluger und kontrollierter zu spielen", genau das sei aber nicht gelungen. Dazu kam aus seiner Sicht viel Ärger über die Spielleitung. Der Polling-Coach bemängelte eine fehlende klare Linie und zu viele Unterbrechungen. "Es sollen die zwei Mannschaften das Spiel entscheiden und nicht der Schiedsrichter", sagte er. Trotz dieser deutlichen Worte wollte er das Ergebnis am Ende nicht völlig auf den Unparteiischen schieben. Seine abschließende Einordnung fiel durchaus nüchtern aus: "Wenn man die 90 Minuten anschaut, war ein Unentschieden gerechtfertigt."
Über das reine 2:2 hinaus lieferte Hinterleitner auch eine recht offene Analyse zur Lage seiner Mannschaft. Er verwies auf Probleme in der Defensive und auf personelle Ausfälle, die die Union Polling derzeit beschäftigen. "Wir haben teilweise in der Verteidigung Probleme. Das können wir nur über Geschlossenheit kompensieren", sagte der neue Trainer. Gerade deshalb war ihm wichtig, dass seine Mannschaft nach dem starken Lohnsburger Beginn dagegenhielt. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein: Die Union Lohnsburg habe "super angefangen" und ein sehr intensives Pressing gespielt. Polling habe aber gut geantwortet und sei "zur richtigen Zeit" im Spiel gewesen. Dass es am Ende dennoch nur zu einem Punkt reichte, führte Hinterleitner vor allem darauf zurück, dass seiner Mannschaft noch "der letzte Wille, der letzte Schritt" fehle, um eine Führung wirklich über die Ziellinie zu bringen. Für die kommende Woche fordert er deshalb vor allem mehr Kompaktheit und Konzentration: "Wir müssen einfach die 90 Minuten durchziehen."