In der 2. Klasse West musste sich der UFC Mettmach am Sonntagnachmittag beim SV Grün-Weiß Zell/Pettenfirst mit 0:1 geschlagen geben. Das Goldtor fiel schon nach zehn Minuten durch Valentin Brand, danach lief Mettmach dem Rückstand vergeblich nach. Aus Sicht des Gäste-Lagers war die Niederlage besonders bitter, weil man sich über weite Strecken als das bessere Team sah, vorne aber zu wenig aus den eigenen Möglichkeiten machte.
Dass die Partie früh in eine für die Gäste unangenehme Richtung lief, machte der Mettmacher Co-Trainer vor allem am Rahmen der Begegnung fest. „Wir waren über neunzig Minuten klar die bessere Mannschaft“, sagte er zwar unmittelbar nach dem Spiel, schob aber gleich nach, dass „der kleine Platz schwierig für uns zu bespielen war“. Gerade in der Anfangsphase sei es schwer gewesen, sauber in die Partie zu kommen. Beide Mannschaften hätten viel mit langen Bällen gearbeitet, Zell habe genau daraus in der 10. Minute Kapital geschlagen. Valentin Brand traf zum 1:0, und dieser frühe Rückstand bestimmte die weitere Aufgabe der Innviertler. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, obwohl Mettmach aus seiner Sicht längst besser in die Partie gekommen war.
Trotzdem kippte das Spiel aus Mettmacher Sicht nie ganz weg. Im Gegenteil: Im Gäste-Lager war man überzeugt, dass noch etwas drin ist. „Wir waren uns auch in der siebzigsten Minute noch sicher, dass wir noch ein Tor schießen oder sogar noch zwei“, meinte der Co-Trainer. Genau darin steckt auch seine Erklärung für die Niederlage. Mettmach habe sich nicht belohnt, weil vorne das nötige Glück gefehlt habe, aber auch „Abschlussstärke“ und „Geduld“. Dazu kamen laut seiner Einschätzung viele kleine Unterbrechungen, die den Gästen den Rhythmus nahmen. „Wir hatten keinen Spielfluss“, sagte er, und genau das sei in einer Partie, in der man einem frühen Rückstand hinterherläuft, besonders schwer zu kompensieren gewesen.
Hinzu kam, dass Zell dem Spiel eine Art aufzwang, die Mettmach nicht lag. Der Gegner habe „viel mit langen Bällen nach vorne“ agiert und danach auf zweite Bälle und Konter gesetzt, erklärte der Co-Trainer. Weil seine Mannschaft phasenweise hoch stand, sei Zell dadurch auch einige Male gefährlich geworden. Auf dem engen Platz und gegen einen robusten, kopfballstarken Gegner habe das die Aufgabe nicht leichter gemacht. In der Schlussphase kam mit der Roten Karte gegen David Franz Viehböck in der 86. Minute noch ein weiterer Rückschlag dazu. Auch daraus machte der Mettmacher Vertreter keinen Hehl. Entscheidender blieb für ihn aber, dass die eigene Mannschaft ihre Möglichkeiten davor nicht besser ausgespielt hatte.
Ganz ohne positive Punkte wollte der UFC Mettmach den Nachmittag aber nicht stehen lassen. Vor allem die jungen Spieler hinterließen laut Co-Trainer einen guten Eindruck. „Sie haben sich auf alles reingehaut“, sagte er, und auch an Einstellung und Zusammenhalt ließ er keinen Zweifel: „Der Kampfgeist war da. Wir hatten alle das Mindset, dass wir gewinnen.“ Deshalb soll die Niederlage schnell abgehakt werden. In der Tabelle bleibt Mettmach nach vier Runden bei sechs Punkten, nächste Woche wartet mit Riedau 1b die nächste Aufgabe. Der Hoffnungsträger aus Sicht der Gäste: „Auf einem anständigen Platz können wir unsere Qualitäten besser zeigen.“