In der 2. Klasse West hat sich der SV Waldzell dem SV Schildorn im Derby mit 1:3 geschlagen geben müssen. Vor allem vor der Pause waren die Gäste laut Trainer Sebastian Strasser das klar aktivere Team, fanden immer wieder spielerische Lösungen und verteidigten die vielen langen Bälle der Hausherren konsequent. Am Ende stand für Schildorn ein Sieg, den der Coach als "hochverdient" einordnete.

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Trainer Sebastian Alexander Strasser hatte vor dem Derby ein unangenehmes Auswärtsspiel erwartet. "Wir haben auf dem kleinen Platz in Waldzell ein schwieriges Spiel erwartet", sagte der Schildorn-Coach nach dem Schlusspfiff. Umso zufriedener war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft, weil aus seiner Sicht von Beginn an klar zu sehen war, dass der Plan aufging. "Meine Mannschaft hat den Matchplan hervorragend umgesetzt", meinte Strasser, der seine Elf speziell in der ersten Halbzeit als extrem dominant sah. Schildorn hatte mehr vom Spiel, blieb in Ballbesitz ruhig und fand nach seinen Worten "immer wieder gute spielerische Lösungen". In der 36. Minute wurde diese Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar: Im Aufbau fand Schildorn den Halbraum, Norbert Major spielte den Chipball über die Abwehr, und Martin Stockinger blieb im Eins-gegen-eins vor dem Tormann stark. Mit dem 0:1 ging es in die Pause, und für die Gäste war diese Führung zu diesem Zeitpunkt bereits die logische Folge eines sehr kontrollierten ersten Durchgangs.
Dass in solchen Derbyspielen das erste Tor oft besonders viel Gewicht hat, stellte Strasser nach dem Schlusspfiff klar heraus. "Das 1:0 war sicher sehr wichtig", sagte er, und genau daran knüpfte seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel an. In der 61. Minute legte Schildorn nach, und diesmal stand Norbert Major selbst als Torschütze im Mittelpunkt. Laut Strasser war dem Treffer ein Diagonalball von rechts auf halb links vorausgegangen, danach gewann Major das Eins-gegen-eins gegen seinen Gegenspieler und vollendete trocken zum 0:2. Für den Trainer war das der nächste Schlüsselmoment. "Mit dem 2:0 machst du dann den Deckel drauf", sagte er. Ganz entschieden war die Partie spätestens in der 74. Minute, als Marcel Rescheneder nach einem hohen Ball hinter die Abwehr und einer Unabstimmung in der Waldzeller Defensive im Duell mit dem Tormann sicher zum 0:3 einschob. Der späte Treffer von Lukas Schrattenecker zum 1:3 in der 87. Minute kam aus Sicht der Gäste zu spät, um das Spiel noch einmal offen zu machen.
Besonders zufrieden war Strasser nicht nur mit dem Ergebnis, sondern vor allem mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft die Partie angelegt hat. "Unser Ballbesitzfußball und unser Spiel nach vorne haben gut funktioniert. Wir haben die hohen Bälle vom Gegner extrem gut verteidigt, waren bei den ersten und zweiten Bällen sehr stark und in den Zweikämpfen sehr stabil", fasste der Trainer den Auftritt zusammen. Dazu kamen aus seiner Sicht gute Momente im Gegenpressing, die Waldzell nur selten Luft verschafften. Den Gastgebern sprach er den Einsatz dabei ausdrücklich nicht ab. Strasser verwies auf die junge Mannschaft und meinte, Waldzell habe kämpferisch gut dagegengehalten. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass Schildorn spielerisch einen Schritt weiter war. Aus seiner Sicht kam Waldzell aus dem Spiel heraus nur selten gefährlich vor das Tor. Dass Lukas Schrattenecker dann beim einzigen Gegentreffer zuschlug, überraschte ihn nicht: "Wenn Schrattenecker im Sechzehner zum Abschluss kommt, dann wird es wahrscheinlich klingeln."
So fiel das Fazit des Trainers am Ende entsprechend klar aus. "Für die Umsetzung unseres Matchplans kann ich nur ein Pauschallob aussprechen", sagte Strasser, der an der Leistung seiner Mannschaft kaum etwas auszusetzen hatte. Für den SV Schildorn bedeutet das 3:1 in Waldzell den vierten Sieg im vierten Spiel und damit zwölf Punkte nach vier Runden. Der SV Waldzell wartet nach dem Derby weiter auf den ersten Zähler, während die Schildorner mit viel Rückenwind in die nächsten Aufgaben gehen.