In der 2. Klasse West musste sich SK WIEHAG Altheim 1b daheim ASKÖ Oberbank Ampflwang mit 0:3 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel nach Einschätzung von Sportlichem Leiter Josef Wageneder zwar zu hoch aus, unverdient war der Sieg der Gäste für ihn aber nicht. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht zwei Gegentore innerhalb weniger Minuten, dazu einmal mehr die Probleme seiner Mannschaft in der Offensive.

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Wageneder schilderte eine Partie, die zunächst lange nicht nach einem klaren 0:3 aussah. „Es war von Beginn weg eigentlich ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Torchancen“, sagte der Altheimer Funktionär. Er sah zwar „vielleicht leichte Vorteile für Ampflwang“, sprach insgesamt aber von einem eher chancenarmen Abend. Umso schwerer wog aus Sicht der Gastgeber, dass die erste eigene Möglichkeit ungenützt blieb und Ampflwang danach eiskalt zuschlug. In der 23. Minute brachte Luca Brand die Gäste mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später legte Tibor Gabovda das 2:0 nach. Genau diese Phase bezeichnete Wageneder als Knackpunkt: „Das 0:1 und 0:2 innerhalb von fünf oder sechs Minuten waren natürlich schon eine kleine Vorentscheidung.“ Zur Pause stand es 0:2, und Altheim lief damit einem Rückstand hinterher, obwohl die Partie nach seinem Eindruck sonst nicht viele klare Szenen auf beiden Seiten bot.
Dass seine Mannschaft nach dem Doppelschlag nicht völlig auseinanderfiel, stellte Wageneder ebenfalls heraus. Vor der Pause gab es noch eine gute Gelegenheit per Kopfball, die aber nicht den Weg ins Tor fand. Auch nach dem Seitenwechsel sah er die Gastgeber spielerisch etwas besser im Spiel. „In der zweiten Halbzeit hatten wir vielleicht vom Spielerischen her leichte Vorteile“, meinte er, schränkte aber sofort ein, dass nach vorne erneut zu wenig kam. Genau dort liegt für ihn das größte Problem: „Wir haben Probleme, in der Offensive Torchancen herauszuspielen beziehungsweise aus den paar Torchancen dann auch ein Tor zu machen.“ Bezeichnend war deshalb eine Szene Mitte der zweiten Hälfte, als ein Kopfball an die Querlatte ging und der mögliche Anschlusstreffer ausblieb. Viel mehr war auf beiden Seiten nicht mehr los, wie Wageneder offen sagte: „Das Spiel ist eher dahingeplätschert.“ Erst in der 88. Minute machte Gabovda mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 endgültig alles klar.
Bei der Analyse wurde Wageneder deutlich, ohne dabei Ausreden zu suchen. Für ihn fielen die Gegentore nicht nach besonderen Offensivaktionen des Gegners, sondern vor allem nach Fehlern der eigenen Mannschaft. „Sowohl das 1:0 als auch das 2:0 waren eher Verteidigungsfehler von unserer Seite“, sagte er, und auch vor dem dritten Gegentor sah er die Ursache in der eigenen Defensive. Gleichzeitig sprach er einen Punkt an, der für ihn generell eine Rolle spielt. Altheim habe „in gewissen Teilen eine sehr junge Mannschaft, mit Spielern, die gerade aus dem Nachwuchsbereich gekommen sind und die einfach noch Probleme im Zweikampfverhalten haben“. Genau in diesem Bereich habe Ampflwang den Unterschied ausgemacht. „Sie waren kompakter, zweikampfstärker und haben die ersten zwei Torchancen gleich zu Toren umgemünzt“, fasste Wageneder zusammen. Dazu komme „ein bissl die Erfahrung und vielleicht auch dieses Gewinnenwollen“. Den Auftritt des Schiedsrichters bewertete er dagegen klar positiv: „Er war sehr souverän. Es hat überhaupt keinen Diskussionsbedarf gegeben.“
So blieb unter dem Strich eine Niederlage, die Wageneder nicht schönreden wollte, die ihm in ihrer Höhe aber trotzdem zu deutlich erschien. „In Summe ist der Sieg vielleicht auf jeden Fall zu hoch, aber nicht unverdient für Ampflwang“, lautete sein Fazit. Gerade weil das Spiel über weite Strecken ausgeglichen und arm an Chancen war, trafen die Altheimer die zwei Gegentreffer vor der Pause besonders hart. Für die nächsten Wochen ist damit auch klar, woran der Tabellenelfte weiter arbeiten muss: an mehr Wucht nach vorne, besserem Zweikampfverhalten und daran, die wenigen Möglichkeiten konsequenter zu nutzen. Denn genau darin sah Wageneder nach dem 0:3 die entscheidenden Unterschiede an diesem Abend.