In der 2. Klasse West hat die ASKÖ Oberbank Ampflwang am Samstagnachmittag gegen die Union St. Johann/Walde mit 2:3 verloren. Die Gäste legten früh ein 2:0 vor, ließen den Absteiger aber noch vor der Pause zurückkommen. Trainer Philipp Penninger sprach danach von einem glücklichen Sieg und einer Partie, in der seine Mannschaft nach starkem Beginn "komplett den Faden verloren" habe, ehe ein direkter Freistoß nach der Pause den Ausschlag gab.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste genauso, wie man sich ein Auswärtsspiel wünscht. St. Johann war von Beginn an drin, hatte mehr vom Spiel und nutzte die erste gute Phase auch gleich für zwei Treffer. "Wir sind sehr gut in die Partie gestartet. Die ersten 15, 20 Minuten waren wir klar spielbestimmend und sind verdient 2:0 in Führung gegangen", sagte Penninger. Das 0:1 in der 8. Minute fiel nach einem Eckball: Jakob Strobl kam am Sechzehner zum Abschluss, der Tormann ließ abprallen und Jakob Berer schob den Ball aus kurzer Distanz ein. Beim 0:2 in der 15. Minute ging es über die rechte Seite, Tobias Knauseder brachte die Flanke und Julian Haslinger drückte den Ball über die Linie. Dann aber kippte das Spiel schnell. Felix Kienast verkürzte in der 18. Minute nach einem Eckball auf 1:2, ehe Gabriel Schmierer in der 25. Minute nach einem Fehler im Spielaufbau den Ausgleich zum 2:2 machte. Zur Pause war damit wieder alles offen.
Dass die Gäste dieses Spiel nach dem starken Beginn noch einmal so offen werden ließen, war für Penninger der zentrale Punkt in seiner Analyse. "Nach dem 1:2 haben wir komplett den Faden verloren", sagte der Trainer und meinte damit nicht nur eine kurze schwächere Phase. Er sprach von einfachen Passfehlern, von Problemen im Aufbauspiel und davon, dass seine Mannschaft in den Zweikämpfen nicht mehr präsent genug gewesen sei. Auch im Umschaltspiel habe St. Johann zu viele Fehler gemacht, dazu seien hinten individuelle Unsauberkeiten dazugekommen. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus. "Wirklich viel hat an diesem Tag nicht funktioniert", sagte Penninger. Nur die ersten 15 bis 20 Minuten seien gut gewesen, danach sei seine Elf "gar nicht mehr im Spiel" gewesen. Auch die Partie insgesamt ordnete er ohne Umschweife ein: "Es war ein sehr niveauarmes Spiel." Dass St. Johann am Ende trotzdem als Sieger vom Platz ging, erklärte er deshalb weniger mit einer starken eigenen Vorstellung als mit kleinen Vorteilen in den entscheidenden Momenten. "Ich glaube, wir waren an dem Tag einfach die glücklichere Mannschaft mit der um eine Nuance besseren Individualqualität", so Penninger.
Entscheidend war für Penninger deshalb vor allem der Moment kurz nach Wiederbeginn. In der 55. Minute traf Hannes Haslinger per direktem Freistoß aus rund 25 Metern zum 3:2, und genau dieses Tor sah der Trainer als den Knackpunkt der Partie. "Danach war die ASKÖ Ampflwang nicht mehr wirklich gefährlich. Das war, glaube ich, der entscheidende Moment", erklärte er. Große Diskussionen um einzelne Szenen wollte er gar nicht erst aufmachen. Einen möglichen Elfmeter für seine Mannschaft in der ersten Halbzeit erwähnte er zwar, insgesamt nannte er die Leistung von Schiedsrichter Parzer aber "in Ordnung". So blieb unter dem Strich ein Auswärtssieg, über den sich "Saiga Hans" freuen durfte, auch wenn Penninger ihn klar als glücklichen Erfolg einordnete. "Wir sind trotzdem sehr froh, dass wir das Spiel 3:2 gewonnen haben", sagte er. Mit nun 13 Punkten aus sieben Spielen liegt die Union St. Johann in der Tabelle auf Rang drei, Ampflwang hält bei 12 Zählern und bleibt Fünfter. Für die Gäste zählen damit vor allem die drei Punkte, auch wenn der eigene Trainer keinen Zweifel daran ließ, dass dieser Auftritt über weite Strecken deutlich zu wenig war.