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"Nach 15 Minuten war unser Matchplan über den Haufen geworfen" – SV Schildorn hält in Unterzahl das 0:0

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SV Riedau 1b
SV Schildorn

In der 2. Klasse West trennten sich der SV Riedau 1b und der SV Schildorn 0:0. Für Schildorn war es ein Auswärtspunkt, der vor allem mit der frühen roten Karte zu tun hatte. Trainer Sebastian Strasser sah seine Mannschaft zunächst besser im Spiel, ehe ein Platzverweis schon nach einer Viertelstunde alles veränderte: "Nach 15 Minuten war unser Matchplan komplett über den Haufen geworfen."

Eine Reihe Bälle entlang der Seitenlinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Gäste starten besser, dann kippt Partie früh

Sebastian Alexander Strasser hatte den Auftritt seiner Elf bis zur 15. Minute durchaus so gesehen, wie er ihn erwartet hatte. "Wir haben gewusst, dass uns ein schwieriges Auswärtsspiel auf großem Platz erwartet, waren aber von Beginn weg überlegen und hatten mehr Spielanteile, speziell in der ersten Halbzeit", sagte der Schildorn-Trainer. Dazu kamen laut Strasser auch die besseren Möglichkeiten, obwohl es am Ende beim 0:0 blieb. Bei zwei Standards kam Schildorn jeweils frei zum Kopfball, doch einmal ging der Ball drüber, einmal daneben. Dann folgte die Szene, die den Nachmittag aus Sicht der Gäste auf eine ganz andere Schiene brachte: Norbert Major sah in der 15. Minute die Rote Karte, und Schildorn musste praktisch die gesamte restliche Partie in Unterzahl bestreiten.


75 Minuten Unterzahl und Fokus auf die Null

Für Strasser war genau das der Punkt, an dem sich das Spiel komplett drehte. "Der Schlüsselmoment war einfach die Rote Karte. Danach war für uns wichtig, dass wir auf dem großen Platz die Null halten", sagte er. Die Szene selbst wollte er nicht unnötig groß machen, weil er zu weit weg war, hielt aber fest, dass sie als Tätlichkeit gewertet wurde und am Ende akzeptiert werden müsse. Sportlich war danach jedenfalls klar, worum es für Schildorn ging. Riedau wurde nach der Pause das aktivere Team, kam laut Strasser über zwei oder drei gefährliche Flanken in den Strafraum, doch eine richtig große Torchance ließ seine Mannschaft nach seiner Einschätzung nicht zu. Gerade auf einem großen Platz, so der Trainer, wiegt eine so frühe Unterzahl doppelt schwer.

Viel Lob für Arbeit gegen den Ball

Dass Schildorn trotz dieser langen Unterzahl den Punkt mitnahm, führte Strasser vor allem auf die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball zurück. "Die Kompaktheit, wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, mit sehr viel Laufbereitschaft und mit sehr viel Herz, wie wir uns in die Zweikämpfe gehauen haben in Unterzahl, da muss ich meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment aussprechen, auch wenn man bedenkt, dass wir drei wichtige Spieler vorgeben mussten", sagte er. Gleichzeitig blieb er auch bei jenen Dingen, die aus seiner Sicht für noch mehr gefehlt haben. "In der ersten Halbzeit hätten wir vielleicht das 1:0 nach einem Standard machen können. Da hat die letzte Präzision gefehlt, vielleicht auch ein bisschen Genauigkeit beim letzten Pass." Genau dort sah er den Bereich, in dem seine Mannschaft vor der Roten Karte vielleicht noch mehr aus ihrer besseren Anfangsphase hätte machen können.

Punkt, mit dem Schildorn leben kann

So blieb es bei einem torlosen Remis, das Strasser insgesamt als passend einordnete. "Am Ende war es wahrscheinlich ein gerechtes Unentschieden", sagte der Trainer, auch wenn er seiner Mannschaft die klareren wenigen Großchancen zuschrieb. Über den Gegner verlor er dabei kein schlechtes Wort. "Riedau ist grundsätzlich ein heimstarker Gegner. Sie sind den großen Platz gewohnt, sind kompakt und körperlich robust", meinte Strasser. Gerade deshalb bekam dieser eine Punkt für den SV Schildorn nach dem Spielverlauf zusätzlich Gewicht. In der Tabelle bleibt Schildorn damit an der Spitze der Liga, und nach 75 Minuten in Unterzahl war vor allem eines sichtbar: Dieses 0:0 war für die Gäste das Ergebnis einer sehr disziplinierten und beherzten Defensivleistung.