In der 2. Klasse West hat der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg gegen die Union Polling einen 6:0-Kantersieg gefeiert. Trainer Michael Kinberger sah seine Mannschaft von Beginn an voll da und brachte den Schlüssel zur Partie schnell auf den Punkt: "Wir haben die ersten Chancen gleich eiskalt verwertet." Dass ihn trotz des deutlichen Erfolgs die Chancenauswertung nicht zufriedenstellte, passte dabei gut zu einem Spiel, das zwar früh entschieden war, aus Sicht der Gastgeber aber sogar noch höher hätte enden können.

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Kohlgrube machte von der ersten Phase an klar, in welche Richtung dieser Nachmittag gehen sollte. Marcel Ebner brachte die Gastgeber schon in der 5. Minute in Führung, Daniel Purrer legte in der 12. Minute das 2:0 nach und Ermin Buljubasic erhöhte in der 16. Minute bereits auf 3:0. Genau diese Anfangsviertelstunde hob Kinberger nach dem Spiel besonders hervor. "Wir waren von Beginn weg konzentriert, haben das Spiel ernst genommen und gleich die Tore gemacht", sagte der Trainer. Für ihn war damit auch der Charakter der Partie früh festgelegt. "Nach dem 3:0 nach 16 Minuten war das Spiel quasi entschieden", so Kinberger. Kurz vor der Pause stellte Deniz Odabas mit dem 4:0 in der 38. Minute dann auch den Halbzeitstand her, der die Überlegenheit der Heimelf klar abbildete.
Am Spielbild änderte sich nach dem Seitenwechsel wenig. Kinberger sprach von einer "sehr einseitigen" Partie und fand auch für den Auftritt des Gegners klare Worte: "Polling hat offensiv über die neunzig Minuten eigentlich nicht stattgefunden." Dass die Gastgeber trotzdem nicht in Nachlässigkeit verfielen, zeigte sich daran, dass sie weiter nachlegten. Buljubasic traf in der 73. Minute zu seinem zweiten Tor an diesem Tag und stellte auf 5:0, ehe Philipp Beham sechs Minuten später den Schlusspunkt zum 6:0 setzte. Kinberger ordnete den Auftritt insgesamt als "ganz souveränen Heimauftritt" ein und meinte auch: "Es war nie eine Frage, wer das Spiel gewinnt." Gleichzeitig blieb er in seiner Analyse nicht bei der Höhe des Sieges stehen, sondern zog auch die Punkte heraus, die ihm nicht gefallen haben.
Gerade dieser Teil machte den Trainer nach dem Schlusspfiff fast noch mehr beschäftigt als das Ergebnis selbst. "Der Sieg hätte heute viel höher ausgehen müssen", sagte Kinberger, der die Chancenverwertung ausdrücklich als Baustelle nannte. "Wir haben sehr viele Chancen liegen lassen, und das kann uns gegen bessere Gegner auch einmal zum Verhängnis werden." Das war für ihn die klare Lehre aus dem Sonntagnachmittag, an dem seine Mannschaft zwar sechs Tore erzielte, spielerisch aber noch Luft nach oben ließ. Auch für die nächsten Wochen legte er den Fokus deshalb nicht nur auf das Toreschießen, sondern ebenso auf die Auswärtsspiele. "Wir müssen uns auswärts auf die Plätze besser einstellen und vor dem Tor eiskalter werden", forderte Kinberger. Dass die Partie dabei ausgesprochen fair verlief, passte zum insgesamt ruhigen Verlauf: "Es war ganz fair, nichts Strittiges dabei." Mit dem klaren Heimsieg hält der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg nach sieben Runden bei 16 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga.