In der 2. Klasse West hat sich der FußballClub Union Lohnsburg im Derby mit 3:0 gegen den UFC Mettmach durchgesetzt. Nach offener Anfangsphase kippte die Partie mit dem 1:0 in Richtung der Gastgeber, die laut Obmann Hans Peter Mayer vor allem mit ihrer Arbeit gegen den Ball den Unterschied machten. „Abgesehen von ein paar Distanzschüssen haben wir über 90 Minuten keine richtige Torchance zugelassen“, sagte Mayer.

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Lange war das kein Spiel, das sofort eine klare Richtung hatte. Mayer beschrieb die ersten Minuten als ausgeglichen und sah Mettmach in der Anfangsphase sogar leicht im Vorteil. „Die ersten 15 Minuten waren relativ offen, da ist nicht viel passiert. Da war Mettmach spielerisch sogar eine Spur besser“, sagte der Obmann. Der Knackpunkt kam dann in der 30. Minute. Nach einem Freistoß wurde ein Distanzschuss an der Mauer abgeblockt, ehe Xaver Schachinger im Nachsetzen zum 1:0 traf. Mayer ordnete die Entstehung nüchtern ein: „Das ist natürlich ein bisschen zufällig entstanden.“ Entscheidend war aus seiner Sicht aber weniger die Schönheit des Tores als die Wirkung auf das Spiel. Mit der Führung übernahm Lohnsburg das Kommando, brachte die erste Halbzeit laut Mayer „sauber fertig“ und ging mit dem 1:0 in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eher arm an großen Szenen. Mayer sprach von einem ähnlichen Bild wie vor der Pause: „In der zweiten Halbzeit ist wieder nicht viel passiert.“ Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber das 2:0 in der 62. Minute, das als Eigentor von Aekkachai Rattanaphokha gewertet wurde. Mayer schilderte die Szene so, dass Sebastian Machl den gegnerischen Verteidiger stark unter Druck setzte, worauf eine Kopfballrückgabe zum Tormann misslang und im eigenen Tor landete. „Das hat uns die Sicherheit gegeben, dass wir das Spiel kontrolliert haben“, sagte Mayer. Genau diese Sicherheit war danach zu sehen. Lohnsburg hatte die Partie nun klar unter Kontrolle, ließ weiterhin kaum etwas zu und setzte in der 80. Minute durch Dominik Schrattenecker den Schlusspunkt zum 3:0. Mayer betonte, dass die ersten beiden Tore zwar glücklich entstanden seien, der Sieg aber trotzdem klar verdient war: „Wir haben dann das 3:0 verdient gemacht und hätten sogar noch mehr Chancen gehabt.“
Bei der Frage nach dem entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Mannschaften musste Mayer nicht lange überlegen. „Im Endeffekt war es die starke Defensivleistung, die heute ausschlaggebend war“, sagte er. Diese Einschätzung zog sich durch seine gesamte Analyse. Der UFC Mettmach kam aus seiner Sicht nach gutem Beginn durch den Gegentreffer aus dem Konzept und brachte danach spielerisch immer weniger zustande. Gleichzeitig sah er bei seiner eigenen Mannschaft noch Luft nach oben, vor allem vor dem ersten Treffer. „Offensiv hätten wir uns die ersten Tore vielleicht mehr selbst erarbeiten müssen. Vor den Treffern haben wir da noch Schwierigkeiten gehabt“, sagte er. Dass die Gastgeber trotzdem als verdienter Sieger vom Platz gingen, stand für ihn außer Frage, weil hinten kaum etwas anbrennen konnte. Dazu passte auch sein Urteil über den Rahmen der Partie: „Auch wenn es ein Derby war, war es ein total faires, unspektakuläres Spiel.“ Schiedsrichter Kaiblinger habe das laut Mayer „sehr souverän“ gelöst, strittige Szenen habe es praktisch keine gegeben. Für die Union Lohnsburg war es damit ein Heimsieg, der weniger von Spektakel als von Ordnung, Disziplin und einer stabilen Defensive lebte.