In der 2. Klasse West hat Union St. Johann am Walde zuhause gegen Union Treubach/Roßbach mit 5:2 gewonnen. Nach einem 1:1 zur Pause zogen die Gastgeber gleich nach Wiederbeginn entscheidend davon und machten aus einer zunächst unnötig offenen Partie noch einen klaren Heimsieg. Trainer Philipp Penninger sprach von einem „absolut verdienten Sieg“, obwohl er bei Chancenverwertung und Defensivarbeit weiter Luft nach oben sieht.

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Penninger musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo der Kern dieser Partie lag. „Wir sind sehr gut in das Spiel gekommen und haben die ersten dreißig Minuten ganz klar dominiert“, sagte der Trainer von St. Johann/Walde. Das spiegelte sich früh in der Führung wider, als Jakob Berer in der 17. Minute das 1:0 erzielte. Für Penninger war das aber eigentlich zu wenig Ertrag für diese Phase, denn aus seiner Sicht hätte seine Mannschaft „schon 3:0 oder 4:0 führen müssen“. Statt den Druck klar auf die Anzeigetafel zu bringen, blieb Treubach/Roßbach im Spiel und kam noch vor der Pause zum Ausgleich. Sebastian Karrer traf in der 41. Minute zum 1:1, nachdem die Gastgeber laut Penninger „ein bisschen den Faden verloren“ hatten und ein unnötiges Gegentor nach einem weiten Ball kassierten.
Entscheidend war dann, wie St. Johann/Walde aus der Kabine kam. Penninger berichtete von „klaren Worten“ in der Halbzeit, und die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Jakob Berer stellte in der 48. Minute sofort auf 2:1, ehe Hannes Haslinger mit seinen Treffern in der 51. und 55. Minute binnen weniger Minuten auf 4:1 erhöhte. Gerade das 3:1 war für den Trainer der Knackpunkt. „Mit dem Elfmeter zum 3:1 ist die Partie endgültig in unsere Richtung gekippt“, sagte Penninger. Noch deutlicher wurde seine Einschätzung beim Blick auf diese kurze Phase nach Wiederbeginn: „Wir wollten das 1:1 sofort wieder ausbessern. Das haben wir geschafft. Innerhalb von sieben, acht Minuten haben wir drei Tore gemacht.“ Spätestens mit dem vierten Treffer war die Partie dann klar zugunsten der Heimelf gelaufen.
Auch danach blieb St. Johann/Walde das aktivere Team und legte noch nach. In der 69. Minute sorgte Philipp Penninger mit dem 5:1 endgültig für klare Verhältnisse, ehe Jakub Dusek in der 75. Minute noch auf 5:2 verkürzte. Am Gesamteindruck änderte das nichts mehr. „In Summe ein absolut verdienter Sieg, auch in dieser Höhe“, sagte der Trainer. Besonders gefallen hat ihm, dass seine Mannschaft nach dem Rückschlag kurz vor der Pause sofort wieder das Kommando übernommen hat. Gleichzeitig machte Penninger keinen Hehl daraus, worauf sich sein Team stützen kann: „Der Teamgeist zeichnet uns immer aus. Jeder hat für jeden gekämpft.“ Dazu komme vorne viel Qualität, weil seine Mannschaft „sehr gute Eins-gegen-eins-Spieler, gutes Tempo und immer wieder Tiefe“ habe.
Bei aller Zufriedenheit sprach Penninger aber auch die Punkte an, die ihn trotz fünf erzielter Tore weiter beschäftigen. „Defensiv müssen wir uns auf jeden Fall steigern“, sagte er und meinte damit nicht nur die Abwehrreihe, sondern das Arbeiten gegen den Ball im Kollektiv. Die Bilanz von 16 Gegentoren in acht Spielen sei „viel zu viel“. Den Gegner aus Treubach/Roßbach sah er vor allem offensiv mit „Tempo und Wucht“ ordentlich besetzt, spielerisch habe St. Johann/Walde die Partie aber dennoch klar auf seiner Seite gehabt. Auch den Schiedsrichter beurteilte er trotz einiger strittiger Szenen als „ordentlich“. Unter dem Strich stehen für die Gastgeber nach acht Runden 16 Punkte und Tabellenrang vier. Penninger richtete den Blick deshalb gleich weiter nach vorne: „Das ist der Lohn harter Arbeit. Wir hoffen, dass wir aus den letzten fünf Runden noch möglichst viel mitnehmen und im Winter ganz vorne dabei sind.“