Spielberichte

„Der Wille zu diesem Heimsieg war spürbar“ – SV Zell/Pettenfirst belohnt sich nach schwieriger Anfangsphase

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SV Zell/Pettenfirst
Mining/Mühlheim

In der 2. Klasse West hat sich der SV Grün-Weiß Zell/Pettenfirst mit einem 5:1-Sieg gegen den SV Mining/Mühlheim viel Selbstvertrauen geholt. Nach einer heiklen Anfangsphase zog Zell mit drei Treffern binnen acht Minuten davon und legte nach der Pause zwei Tore nach. Trainer Andreas Klein sprach danach von einem gemeinsamen Kraftakt und davon, dass „der Wille zu diesem Heimsieg bei allen spürbar“ gewesen sei.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Mining macht Druck, Zell findet spät hinein

Zell hatte zunächst einiges zu überstehen. Andreas Klein sagte offen, dass seine Mannschaft „relativ schwer in das Spiel hineingekommen“ sei und nach den letzten Ergebnissen den Spielfluss erst wieder finden musste. Mining/Mühlheim machte laut dem Trainer in dieser Phase viel Druck, war aggressiv in den Zweikämpfen, sehr laufstark und dazu mit weiten Einwürfen ständig gefährlich. „Da hat in unserem Strafraum ein bisschen der Hut gebrannt“, sagte Klein rückblickend. Gerade deshalb wertete er es als wichtige Phase, dass seine Elf nicht in Rückstand geriet. Für den Zeller Trainer war das ein Punkt, an dem sich das Spiel langsam zu drehen begann, weil seine Mannschaft sich nach und nach besser auf den Gegner einstellte und dann auch mehr Zugriff bekam.


Drei Angriffe über außen bringen Vorentscheidung

Belohnt wurde das in der 15. Minute, als Roman Steinberger das 1:0 erzielte. Klein hob danach besonders hervor, dass seine Mannschaft bei diesen Szenen endlich konsequent über die Seite spielte. Vor dem ersten Treffer ging Valentin Brand über rechts durch und legte den Ball in den Rückraum, wo Steinberger nur noch einschieben musste. In der 21. Minute erhöhte Brand selbst auf 2:0, wieder nach einem Angriff über rechts und diesmal mit einem Abschluss ins kurze Eck. Nur zwei Minuten später war Brand erneut zur Stelle und machte das 3:0. Diesmal kam Roman Steinberger laut Klein nach einem Dribbling über links durch und brachte den Ball in den Rückraum, wo Brand verwertete. „Das waren wirklich drei sehr gut herausgespielte Tore“, sagte der Trainer, dessen Mannschaft mit diesem 3:0 auch in die Pause ging.

Zell lässt nach der Pause nicht nach

Nach dem Seitenwechsel gefiel Klein vor allem, dass seine Mannschaft nicht nur das Ergebnis sichern wollte. „Die Jungs wollten nicht nur verwalten, sondern das vierte Tor nachlegen“, sagte er. Zwar blieben zunächst noch Chancen ungenutzt, dazu wurde es um die 60. Minute noch einmal etwas hektischer. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft in dieser Phase nicht in alte Unsicherheit verfiel. Stattdessen erhöhte Roman Steinberger in der 70. Minute auf 4:0, ehe Alexander Reisenberger nur fünf Minuten später das 5:0 nachlegte. Spätestens damit war die Partie entschieden.

Trainer sieht richtige Antwort – jetzt wartet Derby

Dass Damir Sehic in der 80. Minute auf 5:1 verkürzte, änderte am klaren Heimsieg nichts. Klein legte nach dem Schlusspfiff Wert darauf, den Gegner trotzdem ernst zu nehmen. Vor allem die ersten 15 bis 20 Minuten hätten gezeigt, dass der SV Mining/Mühlheim mit seiner Aggressivität und Laufarbeit unangenehm zu bespielen sei. Umso wichtiger war für den Coach die Reaktion seiner Mannschaft. „Man hat durch Kampfkraft, durch Willen und Engagement gesehen, dass die Mannschaft den Sieg heute einfahren will“, sagte er. Den Unterschied machte für ihn genau dieser geschlossene Auftritt: „Der Sieg ist gemeinsam erkämpft worden.“ Entsprechend richtete Klein den Blick auch gleich nach vorne. Die Leistung solle nun Maßstab sein, denn „genauso muss man von der Einstellung her auftreten“, wenn als Nächstes das schwierige Auswärtsspiel und Derby gegen Kohlgrube/Wolfsegg ansteht.

2. Klasse West: Zell am Pett. : Mining/M. - 5:1 (3:0)

  • 80
    Damir Sehic 5:1
  • 75
    Alexander Reisenberger 5:0
  • 70
    Roman Steinberger 4:0
  • 23
    Valentin Brand 3:0
  • 21
    Valentin Brand 2:0
  • 15
    Roman Steinberger 1:0