In der 2. Klasse West hat SK WIEHAG Altheim 1b am Freitag gegen Union St. Johann am Walde mit 0:2 verloren. Die Gäste erwischten laut Trainer Philipp Penninger keinen besonders sauberen Tag, legten mit zwei Treffern vor der Pause aber die Grundlage für einen verdienten Auswärtssieg. „Die zwei schnellen Tore waren der Knackpunkt“, sagte Penninger nach dem Spiel.

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Der Anfang war aus Sicht von St. Johann nicht so, wie es sich Penninger vorgestellt hatte. „Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu kommen, haben relativ wenig Zugriff gehabt und viele Abspielfehler gemacht“, sagte der Trainer. Trotzdem kamen die Gäste schon in dieser Phase zu guten Möglichkeiten. Penninger sprach von „ein, zwei sehr, sehr guten Chancen“, bei denen seine Mannschaft im Eins-gegen-Eins am Torhüter scheiterte, dazu kam noch ein Stangenschuss. Entscheidend war dann, dass St. Johann trotz dieses holprigen Beginns vor der Pause zweimal zuschlug. Beim 0:1 in der 25. Minute setzte sich Jakob Berer auf der linken Seite durch, seine scharfe Hereingabe verwertete Jakob Strobl per Kopf. Acht Minuten später folgte das 0:2: Tobias Knauseder gewann auf der Seite sein Duell, spielte in den Rückraum, und Christoph Gerner traf laut Penninger „ungefähr vom Elfmeterpunkt staubtrocken ins Tor“.
Mit dieser Führung im Rücken hatte St. Johann das Spiel ergebnistechnisch im Griff, auch wenn Penninger mit der eigenen Leistung nicht rundum zufrieden war. „Richtig gut funktioniert hat eigentlich weniges heute, weil wir einfach viel zu schlampig waren“, sagte er sehr offen. Vor allem im Passspiel und in der Dynamik sah der Trainer nicht das Niveau der vergangenen Wochen. Gleichzeitig machte er aber auch klar, warum seine Mannschaft trotzdem als verdienter Sieger vom Platz ging. St. Johann ließ nach seiner Einschätzung hinten wenig zu, blieb in den Eins-gegen-Eins-Situationen vorne gefährlich und hätte das Ergebnis nach der Pause noch deutlicher gestalten können. „Wir hätten viel mehr Möglichkeiten gehabt, das Spiel schon früher zu entscheiden, das 3:0, 4:0 oder 5:0 zu machen“, meinte Penninger. Weil diese Chancen ungenutzt blieben, zog sich der nicht ganz runde Auftritt bis zum Schlusspfiff durch, am verdienten Auswärtssieg änderte das aus seiner Sicht aber nichts.
Penninger fand nach dem Spiel auch anerkennende Worte für den Gegner. Altheim sei „eine sehr, sehr junge Mannschaft“, sagte der St.-Johann-Coach, und genau das habe man auch gesehen. Er bescheinigte den Gastgebern einen guten technischen Ansatz und sprach davon, dass in Altheim „sicher der richtige Weg“ eingeschlagen werde. Was seiner Meinung nach fehlte, war vor allem die Durchschlagskraft im letzten Drittel. „Da fehlt ihnen sicher ein bissl Erfahrung und Routine“, so Penninger. Zu seiner Einschätzung passte auch, dass er die beiden Treffer vor der Pause als spielentscheidend bezeichnete, weil Altheim offensiv an diesem Tag nicht sehr viel zu bieten gehabt habe. In der Schlussphase sah Maximilian Gurtner in der 87. Minute noch die Rote Karte, da war die Partie beim Stand von 0:2 allerdings längst in ihre letzte Phase eingebogen. Diskussionen um die Spielleitung gab es für Penninger ohnehin keine. „Es war ein junger Schiedsrichter, der das Spiel sehr gut im Griff gehabt hat“, sagte er, und ergänzte: „So stellt man sich eine Schiedsrichterleistung vor.“
Unterm Strich nahm St. Johann genau das mit, was in solchen Auswärtsspielen zählt: drei Punkte und ein Spiel, in dem man auch ohne Glanz die Oberhand behielt. Penninger machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft schon bessere Auftritte gezeigt hat, gerade deshalb ordnete er den Sieg aber positiv ein. „Grundsätzlich sind wir einfach in einem guten Lauf“, sagte der Trainer. Für ihn war ausschlaggebend, dass seine Mannschaft den Sieg unbedingt wollte, in den entscheidenden Momenten vorne Qualität hatte und diesmal hinten stabil blieb. So reichten zwei gut ausgespielte Angriffe über die Seite, um in Altheim den Unterschied zu machen. Für die Gastgeber blieb dagegen die Erkenntnis, dass der Ansatz stimmt, in der Offensive aber noch die nötige Routine fehlt, um solche Spiele enger zu halten.