Spielberichte

„Wir mussten geduldig sein“: Kohlgrube macht das 2:0 erst in der Nachspielzeit fix

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ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
SV Zell/Pettenfirst

In der 2. Klasse West hat der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg am Freitagabend den SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst mit 2:0 bezwungen. Zur Pause stand es noch 0:0, danach sorgten Clemens Söser und Daniel Purrer für den Heimsieg. Trainer Michael Kinberger sprach von einer über weite Strecken einseitigen Partie und hob vor allem die Geduld seiner Mannschaft hervor, die sich nach einem kontrollierten Auftritt doch noch belohnte.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay


Zur Pause noch offen, nach dem Wechsel fällt die Entscheidung

Am Ergebnis zur Halbzeit ließ sich die Richtung der Partie zwar noch nicht ablesen, in der Wahrnehmung von Michael Kinberger war sie aber schon früh klar. „Es war 90 Minuten eine einseitige Partie, wo sich eigentlich nie die Frage gestellt hat, wer das Spiel gewinnt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, änderte für ihn wenig am Eindruck. Kohlgrube hatte aus seiner Sicht die Kontrolle, musste aber auf den Moment warten, in dem sich der Aufwand auch am Spielstand zeigte. Dieser Moment kam in der 57. Minute, als Clemens Söser das 1:0 erzielte. Kinberger ordnete den Treffer als längst fällige Führung ein. Ganz spät machte Daniel Purrer in der Nachspielzeit mit dem 2:0 alles klar. Auch dieses Tor passte zum Bild, das der Kohlgrube-Coach zeichnete: Zell stand in dieser Phase offener, Kohlgrube nutzte den Raum und brachte den Sieg endgültig ins Trockene.

„Wir waren sehr genau“: Was dem Trainer an seiner Mannschaft gefiel

Kinberger hob nach dem Spiel nicht nur das Ergebnis hervor, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft die Aufgabe angegangen ist. „Heute hat unser ganzes Positionsspiel sehr gut funktioniert, auch das Passspiel. Da waren wir sehr genau“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner, der tief stand und wenig nach vorne unternahm, sei das wichtig gewesen. Für Kohlgrube ging es deshalb weniger darum, mit aller Gewalt früh zu treffen, sondern sauber zu bleiben und das Spiel nicht hektisch werden zu lassen. „Es war ein Spiel, in dem man geduldig sein muss, und das haben wir gut gemacht“, so Kinberger. Luft nach oben sieht er trotz des klaren Eindrucks dennoch. „In der Schnelligkeit ist noch Luft nach oben, aber im Grunde hat alles sehr gut funktioniert.“ Diese Einschätzung passt zu einem Abend, an dem die Gastgeber lange am Drücker blieben und sich nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Wenig zugelassen, drei Punkte geholt und im Spitzenfeld geblieben

Ebenso deutlich fiel die Einschätzung des Trainers zum Gegner aus. Kinberger sah Zell offensiv kaum in Erscheinung treten und sprach davon, dass seine Mannschaft hinten nur sehr wenig zuließ. „Zell war sehr harmlos und hat sich in 90 Minuten fast nichts herausgespielt“, sagte er. Den Unterschied zwischen den beiden Teams brachte er auf einen einfachen Nenner: „Wir wollten den Sieg mehr. Wir wollten die drei Punkte unbedingt einfahren.“ Auch rund um das Spiel selbst blieb es aus seiner Sicht ruhig. Die Spielleitung habe die Partie „im Großen und Ganzen gut gemacht“, obwohl es einige ruppige Aktionen gegeben habe. Für Kohlgrube zählt damit vor allem der Ertrag: Nach der neunten Runde hält der ATSV bei 22 Punkten und bleibt damit im vorderen Bereich der Tabelle. Der Auftritt gegen Zell lieferte aus Sicht des Trainers jedenfalls genau das, was in solchen Spielen gefragt ist: Kontrolle, Geduld und am Ende ein verdienter Heimsieg.

2. Klasse West: ATSV Kohlgrube : Zell am Pett. - 2:0 (0:0)

  • 92
    Daniel Purrer 2:0
  • 57
    Clemens Söser 1:0