In der 2. Klasse West hat sich der SV Schildorn im Auswärtsspiel gegen die SPG Obernberg/Ort mit 2:1 durchgesetzt und damit die Tabellenführung verteidigt. Nach einem torlosen ersten Durchgang sorgten die Treffer von Peter Buttinger und Norbert Major für die Entscheidung, ehe es durch den Anschlusstreffer noch einmal eng wurde. Trainer Sebastian Strasser sprach von viel Dominanz, einem nötigen „Dosenöffner“ und einer am Ende „ganz, ganz staubig“ verteidigten Schlussphase.

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Für Strasser war schon der erste Durchgang ein klarer Hinweis darauf, in welche Richtung dieses Spiel laufen würde. „Wir hatten speziell in der ersten Halbzeit eine extrem hohe Dominanz. Im Ballbesitz waren das gefühlt 80 Prozent gegen einen sehr tiefen Block“, sagte der Trainer der Schildorner. Seine Mannschaft habe sich gegen einen Gegner, der sehr tief stand und auf das 0:0 aus war, trotzdem schon vor der Pause „drei, vier sehr gute Torchancen“ herausgespielt. Über die Seiten und nach Standards war Schildorn immer wieder in guten Zonen, nur der Treffer fehlte noch. So ging es mit dem 0:0 in die Pause, obwohl die Gäste laut ihrem Trainer defensiv kaum etwas zuließen und Obernberg im ersten Abschnitt nur zu einer Torchance kam. Nach Wiederbeginn änderte sich das Bild dann beim Spielstand. In der 56. Minute traf Peter Buttinger zum 1:0 für Schildorn, und genau diesen Moment hatte Strasser im Blick, als er sagte: „Natürlich brauchst du dann einmal einen Dosenöffner.“ Zehn Minuten später legte Norbert Major das 2:0 nach, wieder nach einem Standard, und genau dieses Tor bezeichnete der Trainer als „Vorentscheidung“ und als „ganz, ganz wichtigen Treffer“.
Dass Schildorn dieses Auswärtsspiel letztlich auf seine Seite zog, hatte für Strasser mehrere Gründe, die gut zusammenpassten. Zum einen gefiel ihm die Ruhe seiner Mannschaft im Spiel mit dem Ball. „Wir hatten sehr viel Ruhe am Ball, immer wieder gute Lösungen im Spielaufbau“, erklärte er. Gerade auf einem Platz, den er als „sehr, sehr holprig“ beschrieb, war das aus seiner Sicht keine Selbstverständlichkeit. Umso zufriedener war er, dass seine Elf die technischen Aufgaben trotzdem immer wieder sauber löste und sich von den Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen ließ. Zum anderen gefiel ihm der Auftritt gegen den Ball. „Wenn wir defensiv arbeiten mussten, haben wir sehr viel richtig gemacht, ganz viel Entschlossenheit in die Zweikämpfe gelegt“, sagte Strasser. Seine Mannschaft habe viele direkte Duelle gewonnen und Obernberg „eigentlich kaum zur Entfaltung kommen lassen“. Dass der Gegner bis zu diesem Spiel erst vier Gegentore in acht Partien kassiert hatte, hatte Strasser schon vor dem Anpfiff vorsichtig werden lassen. Er rechnete mit einem tiefen Block, mit einem Geduldsspiel und mit Kontern oder Standards als stärkste Waffen der Hausherren. Genau deshalb fiel seine Bewertung des Auftritts so positiv aus, weil Schildorn diese Aufgabe nicht nur angenommen, sondern über weite Strecken kontrolliert gelöst habe.
Ganz ohne Zittern ging es für den Tabellenführer am Ende trotzdem nicht über die Bühne. In der 82. Minute brachte Petr Palenik die SPG Obernberg/Ort noch einmal auf 1:2 heran, nachdem der SV Schildorn laut Strasser den Rückraum „nicht ganz sauber verteidigt“ hatte. Damit kam noch einmal Spannung in die Schlussphase, obwohl die Gäste das Spiel bis dahin in die richtige Richtung gelenkt hatten. Strasser machte aber auch klar, wie seine Mannschaft darauf reagierte: „Wir haben das dann ganz, ganz staubig verteidigt und nichts mehr zugelassen vom Gegner.“ Gerade dieser Schlussteil passte zu seiner generellen Einschätzung, dass sein Team in den entscheidenden Phasen entschlossen und konzentriert geblieben sei. Selbstkritisch blieb der Trainer trotz des Sieges trotzdem. „Die Effizienz hätte natürlich etwas höher sein können, damit du früher 1:0 in Führung gehst“, meinte er. Ansonsten sprach er aber von „einem sehr, sehr starken Auftritt“ seiner Mannschaft. Auch die Spielleitung beurteilte er unaufgeregt: Es habe keine strittigen, spielentscheidenden Szenen gegeben, die Leistung von Schiedsrichter Weilhartner sei „sehr solide“ und „ordentlich“ gewesen. Mit dem 2:1 nimmt Schildorn damit nicht nur drei Punkte aus Obernberg mit, sondern bleibt nach neun Runden auch mit 25 Zählern an der Tabellenspitze.