In der 2. Klasse West trennten sich der SK WIEHAG Altheim 1b und der FußballClub Union Lohnsburg torlos. Für Sportchef Tobias Streif war das Remis zwar unter dem Strich gerecht, zufrieden klang er nach dem Schlusspfiff aber nicht. Vor allem deshalb nicht, weil seine Mannschaft gut begann, sich dann den Faden nehmen ließ und in einer offenen zweiten Hälfte aber noch die Chance auf mehr als nur einen Punkt hatte.
Lohnsburg kam nach Einschätzung von Tobias Streif ordentlich in die Partie und war in der Anfangsphase das aktivere Team. „Unsere Burschen sind gut in dieses Spiel gestartet, haben starke erste zehn Minuten gespielt und gut ins Match gefunden“, sagte er. Zwar fanden die Gäste immer wieder den Weg in Tornähe, wirklich zwingend wurden diese Ansätze aber nicht. Genau das zog sich aus Sicht des Sportlichen Leiters durch den Abend: Es war einiges da, nur fehlte oft der letzte klare Schritt. Nach rund einer Viertelstunde änderte sich das Bild dann spürbar. Ein Stangenschuss der Gastgeber aus rund 25 Metern brachte Altheim besser hinein und Lohnsburg aus dem Tritt. Streif schilderte es deutlich: „Das hat uns ein bissl aus dem Tritt gebracht.“ Danach wurden die Hausherren feldüberlegener, kamen häufiger in die Räume und nahmen das Spielgeschehen mehr in die Hand. Lohnsburg war in dieser Phase oft einen Schritt zu spät und kam schwerer in die Zweikämpfe. Trotzdem blieb auch Altheim ohne eine klare Serie an Großchancen, weshalb das 0:0 zur Pause zum Verlauf passte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie laut Streif wieder offener, und genau darin sah er auch die Möglichkeit, doch noch drei Punkte mitzunehmen. Lohnsburg hatte einige Standardsituationen, die gefährlich wurden, auf der anderen Seite strich ein Altheimer Freistoß über die Oberkante der Latte. Streif erklärte, dass die Wechsel seinem Team in dieser Phase halfen, wieder besser in die Partie zu kommen. Wegen personeller Umstände rund um den Termin seien nicht alle Spieler von Beginn an in der geplanten Konstellation verfügbar gewesen, nach den Umstellungen sei seine Mannschaft aber wieder präsenter geworden. In der Schlussphase hatte Lohnsburg dann auch die größte Möglichkeit auf den Sieg. Ein Stürmer behauptete den Ball gegen den Tormann, legte ab, doch der Abschluss fand nicht ins Tor. Kurz vor Schluss gab es zudem noch einen Freistoß aus etwa 18 Metern vor dem Altheimer Tor, auch diese Gelegenheit blieb ungenutzt. Dass Streif das Ergebnis trotzdem akzeptieren konnte, machte er klar: „Das Unentschieden geht aufgrund des Spielverlaufs aus meiner Sicht in Ordnung.“ Gleichzeitig blieb bei ihm ein spürbarer Rest an Ernüchterung, weil er sich spielerisch mehr erhofft hatte und „eigentlich drei Punkte“ aus Altheim mitnehmen wollte.
In seiner Analyse wurde Streif dann noch deutlicher. Gefallen hat ihm vor allem der Beginn, weniger zufrieden war er mit dem, was danach im eigenen Spiel mit Ball zu sehen war. „Ich war nicht zufrieden mit dem Passspiel“, sagte er, und auch bei der Einsatzbereitschaft gegen Ende der ersten Halbzeit sah er Luft nach oben. Vor allem aber fehlte ihm Mut. „Mit mehr Selbstvertrauen wäre mehr möglich gewesen“, brachte es der Sportliche Leiter auf den Punkt. Aus seiner Sicht waren Räume da, nur habe sich seine Mannschaft zu selten zugetraut, diese einfach und sauber zu bespielen. Stattdessen habe die Union Lohnsburg oft komplizierte Lösungen gewählt und dadurch keinen guten Rhythmus gefunden. Den Gegner beschrieb Streif als „stabil“ und ausdrücklich besser, als es dessen Ausbeute vor dem Spiel vermuten ließ. Der SK Altheim habe die angebotenen Räume gut genutzt und sich immer wieder durchkombiniert, ohne dabei zu vielen Großchancen zu kommen. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden: „Die Leistung von Schiedsrichter Schlesinger war sehr gut.“ Für Lohnsburg bleibt damit ein Punkt, der erklärbar ist, aber nicht ganz zufrieden macht. Dass es beim 0:0 blieb, lag für Streif letztlich auch daran, „dass der nötige Enddruck und der absolute Siegeswille gefehlt haben“. Genau das ist die Erkenntnis, die aus dem Dienstagabend wohl am stärksten hängen bleibt.