Viel Selbstvertrauen, klare Worte und der Blick nach vorn: Christian Schuster ordnet den überzeugenden 7:2-Heimsieg von Steinprofis Oepping-Peilstein gegen Union Oberneukirchen in der Bezirksliga Nord als verdient und richtungsweisend ein. Er spricht von einer Topleistung, betont aber zugleich den Ernst der Lage im Abstiegskampf. Ausschlaggebend aus seiner Sicht: Dominanz im Ballbesitz, Effizienz vor dem Tor und Konzentration bis zum Schluss. Neben der eigenen Stärke erkennt er auch die Gefährlichkeit des Gegners bei Standards an. Trotz des deutlichen 7:2 bleibt die Tonalität geerdet – das Team nehme viel Selbstvertrauen mit, müsse aber weiter hart arbeiten, weil „noch nichts in trockenen Tüchern“ sei.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schuster beschreibt die Anfangsphase ohne Beschönigung: „Die ersten fünf Minuten waren ein bissl hektisch. Nach einem leichtfertigen Ballverlust in der eigenen Mannschaft gab es einen gefährlichen Konter, der in einer strittigen Situation endete, da hatten wir Glück!" Danach habe seine Mannschaft das Spiel in den Griff bekommen und übernommen: „Wir waren sehr dominant im Ballbesitz. Wir haben die Chancen gut genutzt aber auch von Fehlern des Gegners profitiert.
Simon Hofer eröffnete in der 22. Minute den Torreigen, Kevin Rachinger (26.), Benedikt Löffler (30.) und Lukas Schaubmayr (33.) bauten die Führung rasch aus, ehe Matthias Leo Kern kurz vor der Pause auf 5:0 stellte (44.). Nach dem Seitenwechsel gelang Oberneukirchen durch Jonas Schilcher (53.) und Benedikt Löffler (57.) zumindest Ergebniskosmetik zum 5:2-Zwischenstand. Doch Oepping-Peilstein ließ nichts mehr anbrennen: Ronald Maureder erhöhte in der 84. Minute auf 6:2, ehe Michael Pichler in der 88. Minute den 7:2-Endstand fixierte.
Insgesamt war es eine sehr gute Vorstellung meiner Mannschaft und ein hochverdienter Sieg.“ Beim Thema Kontrolle bleibt er konkret: „Wir hatten von Anfang an mehr Ballbesitz – ich schätze knapp über fünfzig Prozent – und auch nach der klaren Führung in der zweiten Halbzeit haben wir es sehr souverän nach Hause gespielt.“
In der Chancenbewertung wird der Trainer deutlich: „Wir hatten ein deutliches Chancenplus und waren sehr effizient in der Verwertung.“ Die Standards setzten Akzente – auf beiden Seiten: „Der Gegner war immer wieder durch Standardsituationen, vor allem durch lange Einwürfe, gefährlich. Ein Gegentor fiel nach einer Standardsituation. Wir haben ebenfalls nach einem Eckball getroffen.“ Insgesamt seien die spielentscheidenden Szenen überwiegend aus dem Spiel heraus entstanden – ein Punkt, der ihn und sein Team besonders stolz macht. Das Fazit fällt klar aus: „Die Mannschaft hat den Matchplan wirklich perfekt umgesetzt.“
Zur Intensität meint Schuster: „Es war grundsätzlich ein faires, aber doch körperbetontes Spiel. Wir waren aggressiver und man hat gemerkt, dass wir die Punkte dringender brauchen als Oberneukirchen. So haben wir die wichtigen Duelle, die zweiten Bälle, überwiegend gewonnen und unsere Dominanz aufziehen können.“
Mit Blick auf die kommenden Wochen verbindet er Lob mit Mahnung: Auf der spielerischen Leistung könne man aufbauen, im Vergleich zum letzten Spiel sei ein weiterer Schritt nach vorne gelungen. Gleichzeitig relativiert er: Trotz des furiosen Sieges gebe es nur drei Punkte, man sei weiterhin mitten im Abstiegskampf. Für das anstehende direkte Abstiegsduell auswärts werde wieder eine sehr konzentrierte und gute Leistung nötig sein. Und zum Schluss der Realitätscheck: „Einen kleinen Schritt Richtung Klassenerhalt sind wir gegangen, aber die entscheidenden Spiele liegen noch vor uns.“