Nach dem 0:0 in der Bezirksliga Nord zwischen Union Wippro Vorderweißenbach und DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn setzte Trainer Josef Příhoda klare Schwerpunkte: stabile Defensive, viel Arbeit gegen einen schwierigen Gegner – und der spürbare Wunsch nach mehr. Er sprach von leichten Vorteilen im Chancenplus, lobte die Disziplin im Strafraum und hob einen Jugendspieler besonders hervor. Zugleich blieb er respektvoll gegenüber Naarn und betonte, dass sein Team trotz Ausfällen ein Zeichen gesetzt habe.

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Příhoda machte keinen Hehl aus der eigenen Erwartung: „Ich hätte mir drei Punkte gewünscht. Wir hatten mehr und die klareren Möglichkeiten – es war aber ein sehr schweres Spiel gegen einen starken Gegner.“ Vorderweißenbach setzte früh ein Offensivzeichen nach einer Ecke, später tauchte Philipp Haiböck frei vor dem Torhüter auf – die große Chance auf die Führung blieb ungenutzt. Nach der Pause wurden Standards erneut gefährlich, unter anderem bei einer Szene mit Ondrej Svoboda, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Auf der anderen Seite sah Příhoda „keine hundertprozentige Chance“ der Gäste, auch wenn Naarn mit Einwürfen und viel Betrieb im Strafraum immer wieder für Unordnung sorgte: „Wir haben im Sechzehner sehr diszipliniert verteidigt.“
Beim Blick auf die Kontrolle sprach Příhoda von einem Duell zweier Stilrichtungen. Seine Mannschaft suchte konsequent die Lösung flach am Boden, während Naarn mit langen Bällen und starken zweiten Bällen Druck erzeugte. Unterm Strich ordnete der Trainer den Ballbesitz „ungefähr fünfzig zu fünfzig“ ein – mit klar unterschiedlichen Wegen dorthin.
Besonders hervor hob Příhoda den Debütanten in der Innenverteidigung: Jonas Gimpl überzeugte bei seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft mit bemerkenswerter Reife. „Hut ab – für einen sehr jungen Spieler eine Topleistung“, so der Coach über den erst sechzehnjährigen Abwehrspieler. Die angespannte Personallage wollte er nicht in den Vordergrund stellen, erwähnte sie aber als Rahmen: Vorderweißenbach trat ohne fünf Startelf-Spieler an, die eingesprungenen Kräfte nutzten ihre Chance. Die Marschroute bleibt dabei simpel und deutlich: „Wir wollen ein Tor mehr schießen als der Gegner. Heute hat es nicht geklappt, aber positiv ist: Wir haben gegen einen starken Gegner kein Tor kassiert.“