Gegen den Tabellenführer der Bezirksliga Nord zeigte SV Freistädter Bier nach Ansicht von Michael Wolm eine reife Vorstellung. „Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden sofort genommen“, sagte der Trainer. „Im Verlauf der Partie haben wir gemerkt, dass wir mindestens auf Augenhöhe waren und dem Sieg näher als unser Gegner aus Naarn.“ Entscheidend waren dabei Intensität, klare Abläufe über die Flügel und das Gefühl, sich gegen einen sehr starken Standardgegner behauptet zu haben – DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn.

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Wolm schilderte, seine Mannschaft sei „von Beginn an sehr gut im Spiel“ gewesen und habe den Schwerpunkt in dieser Woche bewusst auf das Spiel über die Außen gelegt. Aus genau diesem Muster entstand die erste Großchance über Daniel Pühringer, dessen Abschluss jedoch nicht sauber durchkam. Kurz darauf setzte Raphael Thürriedl aus rund 18 Metern ein klares Zeichen, doch der Schlussmann Michael Froschauer parierte stark. Aus diesen Szenen speiste sich der Eindruck, man sei mindestens auf Augenhöhe und phasenweise dem Führungstreffer näher gewesen.
Im Vorfeld war klar, dass Naarn bei ruhenden Bällen besondere Qualität einbringt. Grundsätzlich verteidigte Freistadt diese Situationen gut, betonte Wolm – bis zu dem Moment, als der Ball nach einem Standard „nur noch über die Linie“ gedrückt werden musste: In der 39. Minute stellte Florian Mairböck auf 0:1. Kurz vor der Pause gab es einen Elfmeter gegen Freistadt, den der Torwart Ardel Korkmaz stark parierte, sodass es mit 0:1 in die Kabinen ging. Für den Trainer war das eine heikle, aber bestandene Phase, die das Team im Spiel hielt.
Nach dem Seitenwechsel zahlte sich die Energie weiter aus: In der 53. Minute glich Edis Salkic zum 1:1 aus und bestätigte das Gefühl, dass Freistadt der Partie die Richtung geben konnte. Wolm sprach von einem „sehr schnellen“ Spiel für die Bezirksliga, in dem seine Mannschaft die Intensität annahm und die Zuschauer nach dem Schlusspfiff die unter der Woche investierte Arbeit erkennbar honorierten. Zudem lobte er den Schiedsrichter für eine „super geleitete“ Partie. Bei der Frage nach einem herausragenden Akteur blieb Wolm beim Kollektivgedanken: „Es war eine geschlossene Teamleistung, auf die jeder Einzelne stolz sein kann.“
Für die nächsten Aufgaben nimmt er ein klares Signal mit: „Wir haben gesehen, dass jeder jeden schlagen kann. Auch wir haben uns mit einer starken Leistung gegen den Tabellenführer bewiesen – dieses positive Erlebnis nehmen wir jetzt mit in die kommenden Spiele.“