In der Bezirksliga Nord hat Union Oberneukirchen das Duell mit SV Freistädter Bier nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 2:1 für sich entschieden. Die Hausherren fanden nach der Pause die richtige Antwort, glichen früh aus und drehten die Partie in der Schlussphase. Trainer Gerhard Meindl sprach von einer starken Reaktion seiner Mannschaft und betonte: „Wir waren in der zweiten Halbzeit klar spielbestimmend, der Sieg geht in Ordnung.“

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Die erste halbe Stunde gab die Richtung vor: Es war ein offenes Spiel, Freistadt hatte in Phasen etwas mehr vom Ball, Oberneukirchen kam aber ebenfalls zu Möglichkeiten. In Minute 18 schlug der Gast eiskalt zu: Thomas Punz stellte auf 0:1. „Wir haben das 1:0 eher unglücklich bekommen“, blickte Gerhard Meindl zurück. Bis zur Pause blieb es beim Rückstand (Halbzeit 0:1), doch in der Kabine fiel eine klare Ansage. „Wir sind nicht schlechter, wir müssen nur den Zahn zulegen“, so der Coach. Die Worte blieben nicht Theorie. Meindl schilderte, wie seine Spieler den Plan annahmen: mehr Zugriff, mehr Mut, mehr Tempo nach vorne. Aus seiner Sicht war das der Knackpunkt, um ein enges Spiel in die gewünschte Richtung zu drehen und dran zu bleiben, obwohl Freistadt technisch starke Leute im Team hatte.
Der Neustart nach der Pause gelang perfekt. In der 48. Minute besorgte Johann Huemer den Ausgleich zum 1:1 – und genau dieser frühe Treffer gab den Hausherren den Schub, den Meindl gefordert hatte. Der Trainer beschrieb die Szene so: „Das war eine schöne Aktion über die Seite. Die Nummer 13, Maureder, hat Julian Grasböck geschickt. Julian legte hinein auf Johann Huemer, der zwei Gegenspieler aussteigen ließ und wunderbar abgeschlossen hat.“ Oberneukirchen blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu – einzig „ein abgefälschter Ball an die Stange“, wie Meindl zugab, sorgte kurz für Nervenkitzel. Der entschlossene Auftritt wurde spät belohnt: In Minute 78 traf Julian Grasböck zum 2:1. Meindl: „Raphael Eibensteiner hat sich auf der Seite im Eins-gegen-eins durchgesetzt und einen Stanglpass auf Julian gespielt. Julian hat den zum 2:1 reingehaut.“
In seiner Analyse legte Gerhard Meindl den Fokus auf die mannschaftliche Geschlossenheit und die Körner für die zweite Halbzeit. „Allgemein hat das Kollektiv sehr gut funktioniert. Kämpferisch waren wir über die ganzen 90 Minuten da“, sagte er. In Durchgang eins sei Freistadt im Ballbesitz „ein bissl besser“ gewesen, Oberneukirchen habe nach vorne „zu ungenau und nicht fertig gespielt“. Nach der Pause änderte sich genau das: die Wege stimmten, die Aktionen wurden zielstrebig zu Ende gebracht. Meindl verwies auch auf die Bedingungen: „Es war sehr heiß, schwierig zu spielen, aber wir sind über die hundert Prozent drübergegangen.“ Den Gegner lobte er trotz des Rückstands zur Pause für dessen Qualität: „Freistadt hat gute Einzelspieler, technisch starke Leute. Wir haben sie aber im Grunde gut aus dem Spiel genommen.“
Diskussionen blieben an diesem Nachmittag außen vor. „Der Schiedsrichter war sehr korrekt, vielleicht ein bisschen kleinlich, aber voll in Ordnung. Es war ein sehr faires Spiel“, hielt Meindl fest. Der Dreier tut auch der Tabelle gut: Nach 20 Runden hält Oberneukirchen bei 30 Punkten und rangiert auf Platz fünf, Freistadt liegt mit 24 Zählern auf Rang neun.
Genau dieses Polster meinte der Trainer, als er bilanzierte: „Wir waren auf einer Ebene – wenn Freistadt gewonnen hätte, wären sie punktegleich oder vor uns gewesen. So sind wir jetzt wieder vorne.“ Für Meindl ist klar: Auf der starken zweiten Halbzeit lässt sich aufbauen – mit derselben Energie soll es in den nächsten Wochen weitergehen.