Spielberichte

Amarildo Zela (Trainer Union Lembach): „Die beste erste Halbzeit, seit ich hier bin“

USV St. Oswald/Fr.
Union Lembach

Runde 21 in der Bezirksliga Nord brachte für den Außenseiter einen Paukenschlag: Die USV St. Oswald/Freistadt verlor daheim klar mit 0:4 gegen die starke Union Lembach. Schon zur Pause führten die Gäste 3:0, am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg. Trainer Amarildo Zela fand deutliche Worte: „Das war die beste erste Halbzeit, seit ich hier bin.“ Adnan Nocic eröffnete, Jakob Pechmann legte nach, und Stefan Schürz schnürte den Doppelpack – Lembach spielte diszipliniert, effektiv und abgeklärt.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Früher Doppelschlag und ein „fantastisches“ 0:3: Lembach dominiert vor der Pause

Vom Anpfiff weg war Lembach hellwach, organisiert und mutig. „Wir haben von Anfang an sehr diszipliniert gespielt, die gesamte erste Halbzeit dominiert“, sagte Amarildo Zela. Der Plan griff rasch: In Minute 13 traf Adnan Nocic zum 0:1 und gab seiner Mannschaft die nötige Ruhe. „Das erste Tor war Gold wert – für uns und für Adnan“, so der Coach, der sich besonders für seinen Stürmer freute. Lembach blieb am Drücker und legte eiskalt nach: In der 21. Minute erhöhte Jakob Pechmann auf 0:2, „nach einer starken Aktion über die Seite und einem Stanglpass“, wie Zela schilderte. Das 0:3 in der 30. Minute besorgte Stefan Schürz, für Zela „ein fantastisches Tor“. Bis zur Halbzeit ließen die Gäste hinten kaum etwas zu und nahmen das hochverdiente 0:3 mit in die Kabine. „Hut ab vor meiner Mannschaft – eine fantastische, sehr disziplinierte erste Halbzeit“, bilanzierte er.

Auch nach der Pause souverän: Schürz schnürt den Doppelpack, Schinkinger hält die Null

Nach der Pause blieb Lembach das aktivere Team, auch wenn St. Oswald phasenweise mehr zum Zug kam. Den Deckel machte erneut Stefan Schürz drauf: In der 61. Minute stellte er auf 0:4 – laut Zela „wieder nach einer Standardaktion, per Kopf“. Auch danach verteidigten die Gäste konzentriert und ließen nur wenig Gefährliches zu. „Wir haben das vierte Tor nachgelegt und unser Konzept beibehalten“, erklärte Zela. Großen Anteil am Zu-null-Sieg hatte auch Schlussmann Stefan Schinkinger. „Unser Tormann hatte zwei, drei sehr gute Paraden – er hat die Kiste zu null gehalten“, lobte der Coach. Lembach brachte das Spiel danach abgeklärt über die Zeit, hielt die Ordnung und setzte in den entscheidenden Momenten die klareren Akzente.

Schlüsselmoment, Comeback-Gefühl und klare Kante: Zela ordnet den Auswärtssieg ein

Für Zela lag der Schlüssel klar im frühen Führungstreffer: „Das erste Tor war entscheidend, es hat die Partie auf unsere Seite gezogen.“ Besonders freute ihn, dass Torschütze Adnan Nocic nach einer zweiwöchigen Pause wieder lieferte: „Für ihn freue ich mich riesig – er hat hart gearbeitet, um zurückzukommen.“ Insgesamt sah der Trainer seine Elf in allen Bereichen vorne: „Wir waren in der Körperverfassung besser, in den Zweikämpfen stärker, spritziger, agiler – und wir haben mehr investiert.“ Auch bei den Zahlen fühlte er sich bestätigt: „Ich glaube, beim Ballbesitz war es ungefähr 65 zu 35 für uns; auch bei Chancen und Standards waren wir dominant.“ Den Grundpfeiler macht Zela aber hinten aus: „Der Schlüssel zum Erfolg ist eine stabile Defensive – jetzt zweimal zu null.“ Mit dem Unparteiischen war er ebenfalls zufrieden: „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Partie gepfiffen.“ Der Blick auf die Tabelle zeigt Lembach aktuell auf Rang 8 (27 Punkte), St. Oswald auf Rang 2 – und der klare Auswärtssieg tut den Lembachern sichtlich gut. „Wir wollen diese Linie halten: kompakt verteidigen, diszipliniert auftreten und vorne unsere Chancen nutzen“, gab Zela den Kurs für die nächsten Wochen aus.

Bezirksliga Nord: St. Oswald/Fr. : Lembach - 0:4 (0:3)

  • 61
    Stefan Schürz 0:4
  • 30
    Stefan Schürz 0:3
  • 21
    Jakob Pechmann 0:2
  • 13
    Adnan Nocic 0:1