Später Jubel in der Bezirksliga Nord: Der SV Freistädter Bier drehte gegen die Sportunion Schweinbach ein 0:1 zur Pause in ein 3:2. Nach dem Schock in Minute eins meldeten sich die Freistädter mit einer starken zweiten Hälfte zurück, ehe Stefan Hayböck in der Nachspielzeit zuschlug. Trainer Michael Wolm sprach vom „unglaublichen Willen“ als Schlüssel und lobte die Korrekturen in der Kabine. Unterm Strich stand ein harter, aber aus seiner Sicht verdienter Heimsieg mit klarer Handschrift nach der Pause.

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Die Partie begann mit einer kalten Dusche für die Hausherren: Bereits in der 1. Minute traf Bernhard Gusenbauer für Schweinbach zum 0:1, nach einem ruhenden Ball und einem wuchtigen Kopfball in der Mitte – eine Szene, die sich laut Michael Wolm „leider mit der ersten Aktion“ gegen sein Team stellte. In der Folge tat sich Freistadt schwer. „Schweinbach war aggressiver gegen den Ball und hatte mit dem 0:1 Rückenwind, sodass es für uns schwer war, ins Spiel zu kommen“, beschrieb der Coach die erste halbe Stunde. Bis zur Pause blieb es beim 0:1. In der Kabine drehte Wolm an den richtigen Schrauben: „In der Pause ist es uns gelungen, das zu korrigieren. Die Mannschaft kam mit einer anderen Einstellung aufs Spielfeld zurück.“ Der Lohn folgte prompt: Edis Salkic glich in der 52. Minute aus und legte nur sechs Minuten später das 2:1 nach. „Beide Tore waren gut herausgespielt“, betonte Wolm und sah sein Team jetzt klar am Drücker.
Ganz durch war die Sache damit aber nicht. Schweinbach blieb gefährlich und kam – so schildert es Wolm – zu einem Elfmeter, nach einem Handspiel im Strafraum. „Unser Tormann parierte, doch der Nachschuss wurde leider verwertet.“ In der 79. Minute traf schließlich Marcel Pichler zum 2:2. Viele Anzeichen sprachen in dieser Phase für eine Punkteteilung. Doch die Schlussphase kippte noch einmal. „Schweinbach wollte gegen Ende unbedingt den Sieg und riskierte bei einem Corner, indem sie viele Leute in die gegnerische Hälfte schoben“, erklärte Wolm. Freistadt verteidigte entschlossen und schaltete genau im richtigen Moment um: „Über die linke Seite überbrückten wir schnell das Mittelfeld, dann der Ball in die Tiefe auf Edis Salkic, der mit dem ersten Kontakt zur Mitte legte. Stefan Hayböck schloss direkt ab und traf zum 3:2.“ Der Siegtreffer fiel in Minute 90+2 – ein spätes Happy End für die Heimischen.
Nach dem Schlusspfiff legte Michael Wolm den Fokus vor allem auf die Haltung seiner Elf: „Der unglaubliche Wille in der zweiten Halbzeit war ausschlaggebend. Die Mannschaft wollte diesen Sieg erarbeiten. Der Zusammenhalt war stark, die Einstellung in der zweiten Halbzeit war perfekt.“ Positiv wertete er auch die Lernfähigkeit: „Es hat gut funktioniert, dass wir in der Pause korrigieren konnten, was wir in der ersten Halbzeit verschlafen hatten.“ Respekt gab es für den Gegner: „Schweinbach ist super organisiert“, so Wolm. In der Tabelle stehen die Freistädter nach 21 Runden bei 27 Punkten, Schweinbach hält bei 17. Für Freistadt gilt es nun, den Schwung mitzunehmen und an die starke zweite Hälfte anzuknüpfen.