In der Bezirksliga Nord trennten sich Union Wippro Vorderweißenbach und Union Oberneukirchen im Derby mit 1:1. Nach torloser erster Hälfte traf Philipp Haiböck kurz nach der Pause zum 1:0, ehe zehn Minuten darauf Elias Rechberger den Ball unglücklich ins eigene Tor drückte. Für Oberneukirchens Trainer Gerhard Meindl war es ein gerechtes Ergebnis und ein wichtiger Punkt, auch wenn er Vorderweißenbach nach dem Ausgleich deutlich stärker sah.

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Das Spiel erzählte zwei Geschichten. Bis zur Pause stand ein 0:0, Oberneukirchen sah sich in dieser Phase im Vorteil. „Es war ein sehr spannendes Derby auf beiden Seiten, ein gutes Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, eine Führung wäre verdient gewesen“, sagte Gerhard Meindl. Gleich nach Wiederbeginn der Dämpfer: Nach einem von Oberneukirchen verschenkten Eckball für die Gastgeber fiel das 1:0 – in Minute 48 köpfte Philipp Haiböck ein. Die Gäste reagierten sofort und suchten den schnellen Ausgleich. „Wir haben auf den Ausgleich gedrängt, der ist uns nach einer schönen Aktion gelungen“, so Meindl. Das 1:1 fiel in der 58. min nach einer schönen Flanke von Philipp Maureder durch ein Eigentor von Elias Rechberger. „Es war hart geführt, aber fair, nichts Aufregendes“, ordnete Meindl das Derby insgesamt ein.
Nach dem Ausgleich bekam Vorderweißenbach Oberwasser und übernahm klar das Kommando. „Nach dem 1:1 war Vorderweißenbach klar bestimmend. Sie haben uns über die Seiten beschäftigt und immer wieder gefährliche Flanken in den Strafraum gebracht“, beschrieb Meindl die stärkste Phase der Hausherren. Aus seiner Sicht kam auch viel Qualität über das Zentrum: „Vorderweißenbach war im Ballbesitz in der Mitte sehr gut. Sie haben durch ihre Legionäre eine gute Qualität im Mittelfeld. Über die Seiten hatten wir richtige Probleme.“ Oberneukirchen stand nun tiefer und verteidigte konsequent. „Tormann Timo Ruckendorfer und die Abwehr waren sehr stabil und haben nicht viel zugelassen. Da hatten wir auch ein bisschen Glück bei einem Kopfball von Wendelin Wolfmayr an die Latte“, gab Meindl zu. Und beinahe wäre sogar noch mehr drin gewesen: „Am Schluss hatten wir noch eine Riesenchance per Kopf.“
Wer näher am Sieg war? Meindl differenziert: „In der ersten Halbzeit waren wir es, wo Tormann Dominik Seyr ein paar 100% Chancen zunichte machte, in der zweiten sicher Vorderweißenbach. Vielleicht waren sie insgesamt ein bisschen näher dran, aber zählen tut, was am Ende rauskommt.“ Sein Fazit fällt klar aus: „Es ist ein gerechtes Unentschieden und ein wichtiger Punkt für Oberneukirchen. Ein bisschen glücklich, aber den braucht man auch.“ Positiv hob er die Stabilität nach der Pause hervor: „Die Defensivleistung war heute ein Pluspunkt, hinten haben wir nicht viel zugelassen.“ Offensiv blieb Luft nach oben: „Uns hat in der zweiten Halbzeit die Durchschlagskraft gefehlt, und in Hälfte eins waren die letzten Pässe zu ungenau.“ Zum Unparteiischen meinte Meindl: „Im Großen und Ganzen hat es gepasst, es war ruppig, aber fair.“ In der Tabelle liegt Oberneukirchen im Spitzenfeld, Vorderweißenbach sammelt weiter wichtige Zähler – für Meindl zählt nun, an Präzision und letzter Konsequenz zu arbeiten.