Spielberichte

Arnreit jubelt dank Furtmüllers Elfer in 90+5 – Klassenerhalt fix

Union M-TEC Arnreit
SPG Katsdorf

In der Bezirksliga Nord setzte sich Union M-TEC Arnreit am Freitag mit 2:1 gegen SPG Katsdorf durch. Früh traf Kevin Aiglstorfer, Alexander Taferner glich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus – laut Coach Reinhard Eisner per Elfmeter nach einem harten Zusammenprall mit dem Arnreiter Torhüter. In einer hitzigen Schlussphase blieb Kapitän Michael Furtmüller vom Punkt eiskalt und traf in Minute 90+5. Der Last-Minute-Erfolg bedeutete für Arnreit zugleich den fixierten Klassenerhalt.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Start nach Maß und frühe Führung

Arnreit legte los wie aus einem Guss und setzte Katsdorf früh unter Druck. Trainer Reinhard Eisner beschrieb den Auftakt so: „Wir sind gut in die Partie gestartet, vor allem im Anlaufverhalten.“ Der Lohn kam in Minute 12: Nach einer energischen Balleroberung des Kapitäns trieb dieser den Ball an, steckte ideal durch – und Kevin Aiglstorfer schob trocken ins Eck zum 1:0. „Unser Kapitän hat den Ball erobert, ist durch das Mittelfeld gedribbelt, dann kam der Pass in die Schnittstelle und Kevin hat ihn ins Eck geschoben“, sagte Eisner. Danach kippte die Balance zusehends: „Der Gegner wurde stärker, hat mehr Zweikämpfe gewonnen und uns phasenweise unorganisiert wirken lassen.“ Arnreit hatte die Führung, musste aber die zunehmende Präsenz der Gäste akzeptieren.

Ausgleich vom Punkt und ein erzwungener Wechsel

Mitten in diese Phase fiel der Ausgleich – ganz spät vor der Pause und aus Arnreiter Sicht höchst unglücklich. In Minute 45+5 traf Alexander Taferner zum 1:1, laut Eisner per Elfmeter nach einer strittigen Strafraumaktion. „Aus meiner Sicht war unser Torwart zuerst am Ball, dann prallen beide bei hohem Tempo zusammen“, schilderte der Coach. Sein Keeper musste danach runter: „Mein Torwart musste raus, er war benommen.“ Zum Schiedsrichter wollte Eisner keinen Rundumschlag, ordnete aber ein: „Der Schiedsrichter war stark gefordert, die Elfer-Szenen waren nicht klar.“ Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. „Es ging hin und her. Wir waren zwischendurch mehr auf Kampf und Intensität aus, da hatten wir Schwierigkeiten, Zugriff zu finden“, sagte Eisner. Ganz weg war die spielerische Linie aber nicht: „Die spielerische Komponente kam zu kurz, trotzdem hatten wir immer wieder gefährliche Momente.“ Katsdorf blieb mit variablen Angriffen präsent, Arnreit hielt mit Einsatz dagegen.

Späte Entscheidung, große Erleichterung

Die Partie steuerte auf die Schlussminuten zu, beide Seiten forcierten den Sieg – und in der Nachspielzeit fiel die Entscheidung. Arnreit bekam erneut einen Strafstoß zugesprochen, den Michael Furtmüller in Minute 90+5 sicher zum 2:1 verwandelte. „Die Szene war ein bisschen strittig, weil es ein Foul nach der eigentlichen Ballaktion war. Den Elfer haben wir in der letzten Minute verwandelt – das war ein unglaubliches Gefühl“, so Eisner. Der Jubel hatte einen triftigen Grund: „Es war zugleich der fixe Klassenerhalt, der Sportplatz war in Ekstase verfallen.“ Zuvor habe es „einige heikle Szenen“ gegeben, über die man diskutieren könne, doch Eisner blieb beim Kern: „Am Ende war es das Tor mehr – und unsere Mentalität.“ Anerkennung gab es auch für den Gegner: „Katsdorf spielt variantenreich, mit vielen jungen Spielern und einem erstaunlich guten spielerischen Ansatz für einen Tabellenvorletzten.“ Seine Führungsspieler hob er ebenso hervor: „Allen voran Michael Furtmüller, Felix Koblmüller und Kevin Aiglstorfer haben ihre Rolle angenommen und die Mannschaft mitgezogen.“ Der Blick nach vorn fällt pragmatisch aus: „Unser Ziel Klassenerhalt ist erreicht. Jetzt gehen wir von Spiel zu Spiel. Siege sind wichtig – und wir gehen nächste Woche wieder mit voller Motivation rein.“

Bezirksliga Nord: Union Arnreit : SPG Katsdorf - 2:1 (1:1)

  • 95
    Michael Furtmüller 2:1
  • 50
    Alexander Taferner 1:1
  • 12
    Kevin Aiglstorfer 1:0