In der Bezirksliga Nord setzte sich Union Lembach mit 3:1 gegen SV Freistädter Bier durch. Ein Blitzstart und der Doppelpack von Jonathan Altendorfer brachten die Hausherren zur Pause 2:0 nach vorne, nach Freistadts Anschlusstreffer stellte Adnan Nocic rasch den alten Abstand her. Trainer Amarildo Zela sprach von einer dominanten Vorstellung, hob den starken rechten Flügel um Jakob Pechmann hervor und lobte die Geschlossenheit seiner Mannschaft – die gewünschte Antwort auf die bittere Niederlage am Montag.

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Keine Minute war gespielt, da lag der Ball schon im Tor: Jonathan Altendorfer besorgte in Minute eins das 1:0 und gab dem Abend die Richtung. Amarildo Zela schilderte den Auftakt detailliert: „Das war eine fantastische Aktion über rechts, über drei Stationen. Vom Innenverteidiger auf den Außenverteidiger Patrick Schürz, dann steckt Jakob Pechmann durch, der geht ins Dribbling, Stanglpass – und Jonathan Altendorfer steht goldrichtig am zweiten Pfosten und jagt ihn ins Kreuzeck.“ Lembach blieb am Drücker, suchte immer wieder die rechte Seite und legte vor der Pause nach. In der 33. Minute war es erneut Altendorfer, der auf 2:0 erhöhte – wieder nach einer Attacke über rechts. „Das war ähnlich wie beim ersten Tor. Pechmann war heute überragend, er war überall zu finden“, so Zela, der ergänzte: „Zur Halbzeit hätte es auch 4:0 oder 5:0 stehen können.“ Chancen gab es laut Coach reichlich: „Nocic hat eine hundertprozentige per Kopf, wir haben noch Stange und Latte – ich war sehr zufrieden mit dieser ersten Hälfte.“
Nach der Pause meldeten sich die Gäste kurz zurück. Muhamet Hajdari traf in der 54. Minute zum 2:1 und machte die Partie noch einmal spannend. Zela ordnete den Treffer selbstkritisch ein: „Das war unser Fehler im Tor. Ein schwacher Schuss, der Ball rutschte ihm aus den Händen. Aber ich mache ihm keinen Vorwurf – er ist auch nur ein Mensch.“ Lembach schüttelte sich kurz und antwortete prompt: Adnan Nocic stellte in Minute 59 auf 3:1 und nahm Freistadt den aufkommenden Schwung. „Nach dem Tor waren sie vielleicht fünf, sechs Minuten am Leben, aber eigentlich ungefährlich“, meinte Zela. „Vom Spiel heraus hatten sie null Torchancen, nur bei ein paar Eckbällen war es ein bisschen gefährlich.“ Besonders zufrieden war der Coach mit der Stabilität seiner Hintermannschaft: „Hut ab vor meiner Viererkette, die hat heute fantastisch gespielt.“ So brachten die Hausherren die Führung souverän über die Zeit.
Für Amarildo Zela war der Sieg mehr als nur drei Punkte – er war die direkte Reaktion auf den Dämpfer zu Wochenbeginn. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Nach der Niederlage am Montag war das die richtige Antwort. Wir waren von der ersten Minute an giftig, dynamisch und diszipliniert“, sagte er. Auch die Rahmenbedingungen passten diesmal: „Am Montag war es um fünf Uhr bei 37 Grad, heute hatten wir zu Hause bei Dreiviertel acht einen fantastischen Platz und super Kulisse.“ Personell bekam Lembach frische Energie: „Adnan Nocic kam nach seiner Sperre zurück und Daniel Pils nach einer Verletzung – beide haben uns sehr geholfen.“ Inhaltlich sah Zela klare Vorteile: „Wir hatten rund 65 Prozent Ballbesitz, zwölf, dreizehn Chancen – wir haben das Spiel über 90 Minuten dominiert und total verdient gewonnen.“ Ein Sonderlob ging an den Flügelmann: „Jakob Pechmann war für mich der Mann des Spiels.“
Und auch die Fans bekamen ihren Anteil: „Unsere Zuschauer haben uns von der ersten bis zur letzten Minute gepusht.“ Mit nun 33 Punkten steht Lembach im vorderen Mittelfeld, Freistadt hält bei 31 – und die Lemberger wollen genau diese Mischung aus Tempo, Disziplin und Wucht in die nächsten Aufgaben mitnehmen.