In der Bezirksliga Nord holte die Sportunion Schweinbach beim 2:1-Auswärtssieg gegen den SK Admira Linz drei wichtige Punkte. Entscheidend waren der schnelle Ausgleich und eine Umstellung in der Pause, die laut Trainer Wolfgang Klapf „voll aufgegangen“ ist. In einer Hitzeschlacht mit schwieriger erster Halbzeit für die Gäste machten nach dem Seitenwechsel der Wille, ein starker Keeper und der Treffer von Marcel Pichler den Unterschied. „Wir sind wieder voll im Rennen“, stellte Klapf danach klar.

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Der Start gehörte zunächst dem Heimteam. Nach 13 Minuten stellte Mustafa Saracevic auf 1:0 für den SK Admira Linz, Schweinbach war da noch nicht richtig im Spiel. Wolfgang Klapf erklärte die zähe Anfangsphase so: „Es war sehr heiß, wir haben leider die Platzwahl verloren und mussten so in der ersten Halbzeit gegen die Sonne spielen.“ Wichtig war die Reaktion: Nur drei Minuten nach dem Rückstand besorgte Mathias Maier das 1:1. „Entscheidend war der schnelle 1:1-Ausgleich, eine super Aktion über drei Stationen“, sagte Klapf. Mit dem Ausgleich kehrte Ruhe ein, die Gäste verteidigten stabiler, ohne ins volle Risiko zu gehen. Bis zur Pause blieb es beim 1:1 – ein Zwischenstand, mit dem Schweinbach leben konnte und der den Plan für Hälfte zwei eröffnete.
In der Kabine zog Klapf den angekündigten Hebel. „In der Pause haben wir taktisch etwas geändert, das ist voll aufgegangen“, berichtete der Trainer. Schweinbach trat nach Wiederbeginn zielstrebiger auf, blieb in den Duellen giftig und suchte die klaren Momente nach vorne. Der Ertrag kam in Minute 63: Marcel Pichler markierte das 1:2 und drehte die Partie endgültig in Richtung Gäste. „Spätestens nach dem 2:1 wusste ich, dass es für Admira Linz schwer wird, das Spiel noch auszugleichen“, so Klapf. Trotzdem blieb es eng – auch das verschwieg der Coach nicht: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit ein-, zweimal Glück und einen sehr guten Tormann.“ Was den Ausschlag gab, fasste er knapp zusammen: „Der Wille, speziell nach der Pause.“ Schweinbach stand kompakt, ließ wenig zu und brachte den Auswärtssieg über die Zeit.
Bei allem Jubel blieb Klapf analytisch. „Wir werden daran arbeiten, den Ball länger in unseren Reihen zu halten. Wir haben nicht gut rausgespielt“, nannte er die nächsten Ansatzpunkte. Den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Admira Linz ist grundsätzlich eine gute Mannschaft. Man hat aber gemerkt, dass sie in einer sichereren Tabellensituation sind – wir wollten den Sieg einfach mehr.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam eine faire Bewertung: „Die Leistung war grundsätzlich okay. Zwei, drei Situationen haben beide Trainer anders gesehen, aber es gab keine großen Fehler.“
Mit Blick nach vorne klang der Coach entschlossen: „Wir sind wieder voll im Rennen. Wir haben noch zwei Spiele, die wollen wir bestmöglich bestreiten – dann schauen wir, was am Ende rauskommt.“ Für den Moment zählt, gut zu regenerieren, das Selbstvertrauen mitzunehmen, eine gute Trainingswoche zu haben, um am Donnerstag wieder voll da zu sein.