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Union Lasberg: „Von einem Aufsteiger kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein“

Union Lasberg

Nach einer Saison ohne Niederlage und dem Meistertitel in der 1. Klasse Nord-Ost steht für die Wimberger Sportunion Lasberg nun der Realitätstest in der Bezirksliga Nord an. Trainer Franz Waldhör spricht im Gespräch mit Ligaportal über eine „sensationelle“ Aufstiegssaison, den schmerzhaften Abgang von Thomas Hölzl und einen Sommer, in dem die Lasberger bewusst auf Kontinuität setzen. Der Kern der Meistermannschaft bleibt zusammen, die Zielsetzung ist dennoch bewusst nüchtern formuliert.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Eine Aufstiegssaison ohne Makel

Die Messlatte aus dem Frühjahr hängt in Lasberg naturgemäß hoch. 19 Siege, sieben Unentschieden, keine einzige Niederlage und dazu die wenigsten Gegentore der Liga: Viel mehr lässt sich aus einer Meisterschaft kaum herausholen. Entsprechend eindeutig fällt auch Waldhörs Bilanz aus. „Die letzte Saison war sensationell und kaum zu übertreffen“, sagt der Trainer. Er ergänzt: „Besser kann man eine Saison nicht abschließen.“

Dass die Lasberger am Ende ganz oben landeten, führt Waldhör nicht auf einzelne Spieler oder einen besonderen Lauf zurück, sondern vor allem auf das Teamgefüge. „Wesentliche Faktoren waren der Zusammenhalt in der Mannschaft, das Teamgefüge und das gesamte Umfeld des Vereins“, sagt er. Entscheidend sei außerdem gewesen, dass rund um die Mannschaft Ruhe geherrscht habe. „Es ist nie Druck aufgebaut worden. Wir haben immer in Ruhe arbeiten können.“ Genau dieses Klima will die Union auch nach dem Aufstieg bewahren, weil es im vergangenen Jahr zum sportlichen Fundament geworden ist.

Wenig Bewegung im Kader, viel Vertrauen in die Aufstiegself

Der Sommer bringt deshalb keine große Umwälzung, sondern eher punktuelle Anpassungen. Aus dem Kader der Kampfmannschaft verabschiedet sich mit Thomas Hölzl ein Spieler, dessen Abgang weh tut. Waldhör nennt den Verlust in der Innenverteidigung „schmerzhaft“ und spricht damit eine Position an, auf der Erfahrung und Abstimmung besonders wichtig sind.

Auf der Zugangsseite steht bislang ein Rückkehrer: Peter Ploberger, der schon früher in Lasberg aktiv und zuletzt in Asten tätig war, soll nach Waldhörs Einschätzung im Mittelfeld eingesetzt werden. Mehr Breite könnte im Laufe der Saison auch ein Langzeitverletzter bringen, mit dem der Trainer bereits wieder rechnet. 

Abseits des Kaders herrscht bei der Union ebenfalls Kontinuität. Trainer- und Co-Trainerposten bleiben unverändert, der Co-Trainer übernimmt weiterhin die Rolle des Tormann-Trainers. Größere Veränderungen im Vereinsumfeld gibt es laut Waldhör nicht, die Lage beschreibt er kurz und bündig als stabil. Auch das passt zur Linie dieses Sommers: Lasberg will auf den Aufstieg nicht mit Hektik reagieren, sondern mit Ruhe.

Bezirksliga als neue Aufgabe

In der Vorbereitung geht es nun darum, die Mannschaft an die Anforderungen der höheren Klasse heranzuführen. Waldhör nennt dabei drei Schwerpunkte: Kondition, Spielsysteme und die taktische Ausrichtung. Die Lasberger wissen, dass sie in der Bezirksliga andere Antworten brauchen werden als noch im Meisterjahr. Der Aufstieg ist geschafft, jetzt muss sich die Mannschaft auf ein anderes Tempo und auf neue Gegner einstellen.

Die sportliche Vorgabe ist dabei bewusst sachlich gehalten. „Das sportliche Ziel von einem Aufsteiger kann nur sein, nicht abzusteigen“, sagt Waldhör. Dahinter steckt keine Angst, sondern Realismus. Lasberg will nicht mit großen Ansagen in die Saison gehen, sondern sich in der Liga behaupten. „Wir möchten eine ordentliche Saison spielen“, betont der Trainer.

Bemerkenswert ist vor allem, wem der Verein diese Aufgabe zutraut: nicht einer runderneuerten Mannschaft, sondern großteils jenen Spielern, die den Aufstieg geschafft haben. „Wir haben die Philosophie im Verein, dass wir den Spielern, die es geschafft haben, in die Bezirksliga aufzusteigen, auch das Vertrauen schenken“, sagt Waldhör. Die Aufstiegsmannschaft soll sich nun auch eine Liga höher beweisen. Gelingt das, könnte die Union Lasberg genau dort weitermachen, wo sie am liebsten arbeitet: ruhig, geschlossen und schwer zu schlagen.