In der Bezirksliga Nord hat der SV Freistädter Bier am Samstagabend bei der SPG Steinprofis Oepping-Peilstein mit 6:2 gewonnen und sich damit für eine starke Anfangsphase belohnt. Trainer Michael Wolm führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf die frühe Führung zurück. „Mit dem 1:0 kam unser Selbstverständnis zurück, und damit auch die Leichtigkeit für das Spiel“, sagte er nach einer Partie, in der Freistadt schon vor der Pause auf 4:1 stellte.

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Die Gäste waren vom Anpfiff weg sofort in der Partie und setzten genau das um, was sich ihr Trainer vorgenommen hatte. „Wir konnten die Woche gut trainieren und waren von Beginn an sehr fokussiert. Aus der Kompaktheit heraus haben wir gut angegriffen und verteidigt“, sagte Wolm. Das zeigte sich früh auch auf der Anzeigetafel. Thomas Hölzl brachte Freistadt in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, sieben Minuten später legte Jindrich Rosulek das 2:0 nach. Beide Treffer fielen nach Standards, was Wolm besonders gefiel: „Bei den ersten beiden Toren waren wir bei Standards enorm präsent.“ Weil Freistadt danach nicht nachließ, sondern weiter Druck machte, erhöhte Paul Grabner in der 27. Minute auf 3:0. Noch vor der Pause stellte Rosulek mit seinem zweiten Treffer auf 4:0. Dass Oepping-Peilstein durch Matthias Leo Kern in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch auf 1:4 verkürzte, änderte am klaren Bild dieser ersten 45 Minuten wenig.
Für Wolm lag der Schlüssel nicht nur in den vier Toren vor der Pause, sondern vor allem in dem, was diese frühe Führung mit seiner Mannschaft gemacht hat. „Die schnelle 2:0-Führung hat unserem Selbstvertrauen gutgetan, und so konnten wir auch eine sehr ordentliche Partie spielen“, erklärte der Trainer. Er sah über weite Strecken ein Team, das in vielen Bereichen überlegen war. „Wir waren von Beginn an mental sehr gut auf dieses Spiel eingestellt und konnten dadurch ein sehr dominantes Spiel zeigen, sowohl im Passspiel als auch im Torabschluss und im Zweikampfverhalten.“ Gerade darin machte Wolm den entscheidenden Unterschied aus. Freistadt traf laut seinem Trainer „richtige Entscheidungen“, verteidigte geschlossen und konnte deshalb die eigenen Qualitäten diesmal auch im Ergebnis sichtbar machen. Entsprechend deutlich fiel seine Einschätzung des Gegners aus: „Der Gegner war bemüht, aber unterm Strich hatte er keine Chance gegen uns.“ Auch dem Unparteiischen stellte Wolm nach dem Schlusspfiff ein gutes Zeugnis aus: „Der junge Schiedsrichter brachte eine außerordentlich gute Leistung.“
Wichtig aus Sicht der Gäste war, dass sie sich vom Gegentor unmittelbar vor der Pause nicht aus dem Rhythmus bringen ließen. Der SV Freistadt blieb auch nach dem Seitenwechsel das aktivere Team und stellte in der 61. Minute durch Rene Kober auf 5:1. Als Lukas Wild nur drei Minuten später für die SPG Oepping-Peilstein auf 2:5 verkürzte, kam trotzdem keine echte Wende zustande. Dafür sorgte wieder Kober, der in der 71. Minute seinen zweiten Treffer an diesem Abend erzielte und den 6:2-Endstand fixierte. Für Wolm war das nicht nur ein klarer Sieg, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Arbeit der vergangenen Wochen langsam aufgeht. „Es freut mich, dass die Arbeit der letzten Wochen endlich fruchtet. Wir konnten alle Neuzugänge super integrieren, und das merkt man. Mit so einem Sieg ist die Leichtigkeit endlich zurückgekehrt.“ Genau dieses Gefühl dürfte Freistadt aus diesem Auswärtsspiel nun mitnehmen: ein klarer Erfolg, viele gelungene Phasen und das Wissen, dass die Richtung aus Sicht des Trainers diesmal vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff gestimmt hat.