Spielberichte

„Starker Gegner aber trotzdem volle Punktzahl“ – Haslach gewinnt Geduldsspiel dank Luckypunch

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SV HOLZMANN Haslach
Union Lembach

In der Bezirksliga Nord hat SV HOLZMANN Haslach gegen Union Lembach einen knappen, aber wichtigen 1:0-Heimsieg eingefahren. Lange war es eine enge und zähe Partie mit vielen Zweikämpfen und wenig klaren Torchancen, ehe Julian Friedl in der 80. Minute den Unterschied machte. Trainer Philipp Aigner sah vor allem die Wechsel und die starke Defensive als Schlüssel, sprach aber auch offen davon, dass für die Gäste ebenso ein Punkt drinnen gewesen wäre.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Kampf und wenig Räume bis zur Pause

Dass es an diesem Nachmittag kein offener Schlagabtausch werden würde, zeichnete sich früh ab. Aigner beschrieb die Partie als „sehr hart umkämpft“ und lag damit genau richtig, denn über weite Strecken lebte das Spiel von Zweikämpfen, engen Räumen und vielen Szenen im Mittelfeld. Haslach war nach seiner Einschätzung gut auf Lembach eingestellt, musste aber zugleich anerkennen, dass auch der Gegner einen klaren Plan mitgebracht hatte. „Für beide Mannschaften war in erster Linie wichtig, hinten die Null zu halten“, sagte der Haslach-Coach. Genau so entwickelte sich auch die erste Hälfte. Auf beiden Seiten gab es nur wenige Möglichkeiten, vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, und das 0:0 zur Pause passte deshalb zum Verlauf.


Die Bank bringt Bewegung, Joker vollendet nach Standard

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr gewann für Aigner ein Punkt an Bedeutung, aber ebenso klar war für ihn, dass Haslach in der Schlussphase noch einmal zulegen konnte. Den entscheidenden Anteil daran sah der Trainer bei seinen Wechseln. „Sehr wichtig war, dass wir durch unsere Wechsel neuen Wind bringen konnten“, erklärte er und verwies dabei auch auf die Breite seines Kaders. Haslach brachte gleich mehrere frische Kräfte, „mit einem Dreifachwechsel und insgesamt vier neuen Spielern“, wie Aigner sagte, und stellte Lembach damit noch einmal vor neue Aufgaben. In der 80. Minute fiel dann die Entscheidung: Lukas Feldler brachte einen Freistoß aus rund 35 Metern in den Strafraum, Julian Friedl stieg hoch und überhob den Tormann per Kopf zum 1:0. Trotz aller Freude blieb Aigner in der Einordnung nüchtern: „In Summe muss man ehrlich sagen, dass der Sieg auch etwas glücklich war, weil aufgrund der Spielanteile auch für Lembach ein Punkt verdient gewesen wäre.“

Haslachs Defensive hält gegen Lembachs Qualität stand

Dass Haslach die knappe Führung am Ende über die Zeit brachte, führte Aigner vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. Der Coach lobte den Gegner ausdrücklich, weil Lembach immer wieder versuchte, das Spiel zu machen und gerade über die Außenbahnen gefährlich blieb. Besonders hob er Jakob Pechmann hervor, der seine Mannschaft „vor eine große Aufgabe gestellt hat“. Umso zufriedener war Aigner mit der Antwort seiner Elf. „Unsere Prämisse war, solide, souverän und konsequent gegen die offensive Qualität von Lembach zu verteidigen“, sagte er. Genau darin sah er die Basis für die drei Punkte. Ein Sonderlob gab es nach dem Schlusspfiff für die letzte Linie, vor allem für Lukas Feldler. „Überragend war heute meine Defensive, allen voran Abwehrchef Lukas Feldler hat eine großartige Leistung gebracht“, so Aigner. Dazu kam aus seiner Sicht eine Haltung, die sich bei Haslach in den vergangenen Wochen entwickelt hat: „Wir sind mit Bereitschaft und Mut auf den Platz gegangen.“

Wichtige drei Punkte, aber in Haslach bleibt man bescheiden

Ganz ohne Diskussionsstoff verlief die Partie aus Haslacher Sicht nicht. Aigner sprach davon, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte ein Abseitstor erzielt habe, bei dem man „sich das Video noch einmal ansehen“ müsse. Darüber hinaus habe es zwar kleinere Entscheidungen gegeben, aber „nichts Spielentscheidendes“. Viel wichtiger war für den Trainer ohnehin, dass seine Mannschaft wieder etwas von dem auf den Platz brachte, was sie zuletzt ausgezeichnet hat. Er betonte, dass sich auch die neuen Spieler mittlerweile gut eingefügt hätten und die gemeinsame Idee immer besser sichtbar werde. Der Sieg gegen Lembach sei „sehr wichtig und tut sehr gut“, sagte Aigner, schob aber sofort die passende Warnung nach: „Wir bleiben weiterhin sehr demütig und bodenständig, weil die Liga sehr ausgeglichen ist und man sich keinen Ausrutscher leisten kann.“ Für Haslach sind diese drei Punkte also wertvoll, ohne dass man daraus mehr machen will, als sie im Moment sind: ein hart erarbeiteter Heimsieg in einer engen Liga.

Bezirksliga Nord: SV Haslach : Lembach - 1:0 (0:0)

  • 80
    Julian Friedl 1:0