Spielberichte

"Wir sind an der Chancenverwertung gescheitert": Putzleinsdorf/Hofkirchen kassiert spät noch das 2:2

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Putzleinsdorf/Hofkirchen
Union Altenberg

In der Bezirksliga Nord hat SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen am Samstag gegen DSG Sportunion Altenberg ein 2:1 aus der Hand gegeben. Die Gastgeber führten bis in die Nachspielzeit, mussten gegen den Tabellenführer aber noch den Ausgleich hinnehmen. Für Co-Trainer Robert Riederer lag der Hauptgrund nach dem Schlusspfiff auf der Hand: "Wir sind an der Chancenverwertung gescheitert." Dabei war seine Mannschaft nach einer schwierigen Anfangsphase über weite Strecken das aktivere Team.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Vorsprung trotz intensivem Altenberger Pressing

Robert Riederer schilderte einen Abend, der für seine Mannschaft zunächst alles andere als einfach begann. "Altenberg hat die ersten 30 Minuten hoch angepresst. Damit hatten wir zu Beginn einige Probleme", sagte der Co-Trainer. Die Gäste zogen ihr intensives Anlaufen also auch diesmal konsequent durch, trotzdem ging die SPG früh in Führung. In der 6. Minute setzte sich Lukas Starlinger über die linke Seite stark durch, Dominik Peter kam im Zentrum zum ersten Abschluss, ehe Leon Wögerbauer aus 20 Meter den abgewehrten Ball zum 1:0 verwertete. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn Simon Mayr stellte in der 17. Minute auf 1:1. Riederer wollte den Treffer gar nicht kleinreden. "Das haben sie richtig gut gespielt", sagte er über den Altenberger Ausgleich. Gerade danach drehte sich die Partie aus seiner Sicht aber Schritt für Schritt. "Ab der 30. Minute waren wir dann dominant, haben den Ball gut laufen lassen", so Riederer, der seine Mannschaft nach der schwierigen Startphase deutlich besser im Spiel sah.


Gute Phasen vor und nach der Pause, aber zu wenig Ertrag

Diese stärkere Phase der Gastgeber endete laut Riederer nicht mit dem Pausenpfiff. Schon vor der Halbzeit kam die SPG besser in die gefährlichen Räume, nach dem 1:1 blieb es aber zunächst beim Zwischenstand. Direkt nach Wiederbeginn sah der Co-Trainer dann die nächste gute Phase seiner Mannschaft. "Wir haben gleich nach der Halbzeit wieder zwei gute  Chancen gehabt", sagte er, ehe seiner Elf zwischen der 55. und 70. Minute "ein bisschen der Tritt" verloren gegangen sei. Ganz wichtig war ihm dabei die Einordnung, dass es trotz der Überlegenheit kein Spiel auf nur ein Tor gewesen sei. Altenberg blieb über Konter immer wieder gefährlich und fand seine Momente im Umschalten. Gleichzeitig hob Riederer hervor, wie seine Mannschaft zu ihren Möglichkeiten kam. "Wir sind aus dem Spiel heraus zu Chancen gekommen. Es ist nicht so, dass wir nur aus Standardsituationen oder langen Bällen zum Abschluss gekommen sind", sagte er. Gerade das Mittelfeldzentrum und die Bewegung über die Außen hätten ihm gefallen. Dazu erinnerte er auch daran, dass wegen mehrerer Ausfälle sogar der dritte Tormann im Einsatz stand, der seine Sache nach seiner Einschätzung "ganz gut gemacht" habe.

Das 2:1 reicht nicht, weil der späte Freistoß noch den Sieg kostet

Als Alexander Ecker in der 83. Minute das 2:1 erzielte, sprach vieles dafür, dass sich der Aufwand der Gastgeber doch noch auszahlen würde. Riederer räumte zwar ein, dass die Szene "diskussionswürdig" gewesen sei und man ohne Video nicht sagen könne, ob es Abseits war oder nicht, wollte daraus aber kein großes Thema machen. Viel schwerer wog für ihn, dass seine Mannschaft den Vorsprung nicht über die letzten Minuten brachte. In der fünften Minute der Nachspielzeit fiel nach einem Freistoß und einem langen Ball durch Florian Kitzmüller noch das 2:2. "Man glaubt, das ist vielleicht die Entscheidung, aber dann kassiert man in den letzten Sekunden leider das Tor", sagte Riederer. Den späten Ausgleich erklärte er auch mit der personellen Lage seiner Mannschaft. "Wir haben momentan wegen einiger Ausfälle nicht so die körperliche Robustheit. Beim langen Ball hat man gesehen, dass sie da körperlich überlegen waren", meinte er. Trotzdem blieb bei ihm nicht nur Ärger zurück. "Es war sicher ein glücklicher Punkt für Altenberg", sagte der Co-Trainer, betonte aber auch: "Wir haben trotz vieler Ausfälle immer noch einen breiten, guten Kader. Es ist nicht selbstverständlich, dass man gegen den aktuellen Führenden phasenweise so agieren kann." Selbst die Leitung des Unparteiischen ordnete er nüchtern ein: Der Schiedsrichter habe die Partie "mit seiner Ruhe ganz gut im Griff gehabt". So blieb für die SPG am Ende ein spätes 2:2, das weh tat, aber auch ein Auftritt, aus dem sich trotz allem einiges mitnehmen lässt.

Bezirksliga Nord: Putzleinsdorf/Hofkirchen : Altenberg - 2:2 (1:1)

  • 95
    Florian Kitzmüller 2:2
  • 83
    Alexander Ecker 2:1
  • 17
    Simon Mayr 1:1
  • 6
    Leon Wögerbauer 1:0