In der Bezirksliga Nord hat sich Union Oberaigner Nebelberg am fünften Spieltag gegen USV St. Oswald/Freistadt mit 2:1 durchgesetzt. Trainer Stefan Eidenberger sah einen verdienten Heimsieg, weil seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team war, auch wenn es nach dem späten Anschlusstreffer noch einmal eng wurde. Markus Lauss traf zweimal für Nebelberg, Tobias Tober verkürzte in der Nachspielzeit, ehe kurz darauf Schluss war.

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Nebelberg legte den Grundstein schon in einer starken Anfangsphase. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben die ersten 35 Minuten sehr gut unter Kontrolle gehabt und uns sehr gut auf den Gegner eingestellt“, sagte Eidenberger. Gerade auf die spielstarken Legionäre der Gäste habe man geachtet, und genau dort sei sein Team sehr aufmerksam gewesen. Der Trainer hatte den Eindruck, dass St. Oswald nur in den letzten zehn Minuten vor der Pause etwas besser in die Partie kam, davor aber kaum Zugriff bekam. Das 1:0 in der 12. Minute passte deshalb perfekt ins Bild. Markus Lauss trat zu einem Freistoß aus rund 22 Metern an und setzte den Ball nach Eidenbergers Schilderung perfekt ins Kreuzeck. Mit dieser Führung ging Nebelberg auch in die Pause, und aus Sicht des Trainers war das zu diesem Zeitpunkt die logische Folge eines klaren Plans.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster zunächst wenig. Nebelberg stand weiter kompakt, ließ wenig zu und blieb nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich. „Wir waren defensiv sehr gut gestanden und konnten durch Konter Nadelstiche setzen“, so Eidenberger. Gerade darin sah er aber auch den Punkt, an dem seine Mannschaft das Spiel früher hätte entscheiden können. Vor dem zweiten Treffer habe es laut Trainer „drei oder vier sehr, sehr gute Kontermöglichkeiten“ gegeben, die man sauberer zu Ende spielen müsse. Weil diese Chancen ungenutzt blieben, blieb die Partie offen. In der Schlussphase musste auch Kevin Ascher noch eingreifen, zudem hatte Nebelberg laut Eidenberger etwas Glück, als ein Ball der Gäste an die Stange ging. So kamen die Gäste in den letzten zehn Minuten noch einmal besser auf.
Die Entscheidung fiel dann doch noch tief in der Nachspielzeit. In der 92. Minute spielte Simon Radinger den Ball genau in den Lauf von Markus Lauss, der vor dem Tor souverän zum 2:0 abschloss und damit seinen Doppelpack schnürte. Ganz durch war die Sache aber noch nicht, weil St. Oswald praktisch mit der letzten Aktion verkürzte. Nach einem Ball in den Strafraum erzielte Tobias Tober in der 95. Minute das 2:1, wenig später pfiff der Schiedsrichter ab. Eidenberger sprach trotzdem von einem absolut verdienten Sieg. „Wir haben die Tore zum idealen Zeitpunkt geschossen“, meinte der Trainer, auch wenn er offen zugab, dass sein Team das Zittern mit besser ausgespielten Kontern hätte vermeiden können. Über den Unparteiischen verlor der Nebelberg-Coach dabei kaum kritische Worte und sprach von keiner spielentscheidenden Szene.
Entsprechend zufrieden war der Nebelberg-Coach nach dem Schlusspfiff vor allem mit der Gesamtleistung. „Wir hatten einen guten Plan und den hat meine Mannschaft perfekt umgesetzt“, sagte Eidenberger. Dass der Gegner nicht stärker aufkam, wertete er in erster Linie als Verdienst seiner Mannschaft. „Wir wussten, dass ihre Legionäre sehr spielstark sind. Die hatten wir über neunzig Minuten wirklich sehr gut im Griff.“ Besonders hoch schätzte er den Auftritt, weil Nebelberg mehrere Stammspieler vorgeben musste. „Im Vorfeld wären wir mit einem Punkt mehr als zufrieden gewesen. Dieser Sieg war eine Willensleistung“, sagte der Trainer. Mit dem Heimerfolg hält Nebelberg nach fünf Runden bei acht Punkten und liegt damit in der Tabelle vor St. Oswald, das bei sieben Zählern bleibt.