Spielberichte

"Es war ein glücklicher Sieg" – Nebelberg bringt das 1:0 mit viel Arbeit über die Zeit

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Union Nebelberg
Putzleinsdorf/Hofkirchen

In der Bezirksliga Nord hat sich Union Oberaigner Nebelberg gegen SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Stefan Eidenberger sprach danach von einem "glücklichen Sieg", betonte aber zugleich, wie wichtig dieser Erfolg für Moral und Punkteausbeute war. Weil Nebelberg seine guten Phasen vor der Pause nicht weiter ausnutzte und nach dem Seitenwechsel viel wegverteidigen musste, blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Nadelstich nach schwierigem Start

Der Beginn gehörte aus Sicht von Stefan Eidenberger klar den Gästen. "Die Gäste kamen sehr gut ins Spiel, waren von Beginn an eigentlich die bessere Mannschaft", sagte der Nebelberg-Trainer nach dem Schlusspfiff. Das zeigte sich auch schon früh, als die SPG in der elften Minute eine große Möglichkeit auf die Führung hatte. Kevin Ascher hielt Nebelberg mit einer starken Parade aber im Spiel. Kurz darauf kippte die Partie zumindest im Ergebnis. Nach einem Foul von Fabian Magauer an Sebastian Heinzl bekam Nebelberg einen Strafstoß zugesprochen, und Markus Lauss brachte die Gastgeber in der 15. Minute mit dem 1:0 in Front. Für Eidenberger war die Szene eindeutig: "Der Elfmeter war eine ganz klare Sache." Damit lag Nebelberg trotz eines eher schwierigen Starts plötzlich in Führung.


Vor der Pause war mehr drin

Mit der Führung im Rücken kam Nebelberg dann besser in die Partie und hatte vor der Pause mehrere Möglichkeiten, um nachzulegen. Maximilian Wurm vergab nach einem Eckball eine gute Chance auf das zweite Tor, wenig später kam auch Sebastian Hellauer nach einer Standardsituation nicht mehr entscheidend an den Ball. Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber war die Szene in der 38. Minute, als Markus Lauss einen Freistoß an die Latte setzte und der Ball von dort zurück ins Feld sprang. Fast im Gegenzug wurde es noch einmal strittig. Hellauer kam im Strafraum zu Fall, der Unparteiische ließ aber Vorteil laufen, und Sebastian Heinzl scheiterte aus kurzer Distanz. Eidenberger meinte dazu: "Da hätte es aus meiner Sicht ganz klar Elfmeter für uns geben müssen." Trotzdem stellte er auch klar, dass die Leistung des Schiedsrichters "in Summe absolut in Ordnung" gewesen sei. Nebelberg nahm also ein 1:0 mit in die Pause, obwohl laut Trainer auch eine höhere Führung möglich gewesen wäre.

Nach der Pause spielte fast nur noch der Gegner

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. Die Gäste kamen verändert aus der Kabine und übernahmen danach immer mehr das Kommando. "Die Gäste waren nach der Pause ganz klar die bessere Mannschaft, kontrollierten das Spiel. Wir hatten kaum mehr Zugriff", sagte Eidenberger sehr offen. Nebelberg musste tief arbeiten und viel verteidigen, während die SPG immer wieder Druck machte. In der 66. Minute hatte die SPG den Ausgleich dann ganz knapp vor sich, doch Marco Magauer setzte den Ball nur an die Stange. Eidenberger ordnete diese Szene später ehrlich ein: "Wenn dieser Ausgleich gefallen wäre, hätten wir das Spiel vermutlich verloren." Ganz weg war Nebelberg trotzdem nie. Rund eine Viertelstunde vor dem Ende ging ein Versuch von Fabian Hörschläger ans Außennetz, auf der anderen Seite ließ Sebastian Hellauer in der 79. Minute im Eins-gegen-eins eine große Konterchance liegen. Wenig später schoss auch Stefan Kempinger nach einem weiteren guten Umschaltmoment über das Tor. Gerade diese Situationen blieben für den Nebelberg-Trainer ein Thema: "Wenn wir die Konter gut fertig gespielt hätten, hätten wir das Spiel früher entscheiden können beziehungsweise müssen."

Wichtige Punkte trotz personeller Sorgen

Am Ende blieb es beim knappen 1:0, und genau diese Nüchternheit in der Einordnung machte Eidenberger nach dem Spiel deutlich. "Es war in Summe ein glücklicher Sieg", sagte er, ohne lange um den heißen Brei herumzureden. Gleichzeitig wollte er den Erfolg aber nicht kleinreden. Die Gastgeber hätten die Offensivqualität der SPG über weite Strecken ordentlich kontrolliert. "Die Gäste haben brutale Qualität in der Offensive, aber wir hatten sie zum Glück über neunzig Minuten sehr, sehr gut unter Kontrolle", so der Trainer. Besonders viel Bedeutung bekam der Heimsieg auch wegen der Personalsituation. "Wir haben fünf verletzte Stammspieler, und die, die jetzt einspringen, machen einen absolut super Job", betonte Eidenberger. Umso wichtiger war für ihn, dass sich seine Mannschaft dafür belohnen konnte. Mit nun 11 Punkten aus acht Spielen verschafft sich Nebelberg im Tabellenmittelfeld jedenfalls wieder etwas Luft.

Bezirksliga Nord: Nebelberg : Putzleinsdorf/Hofkirchen - 1:0 (1:0)

  • 15
    Markus Lauss 1:0