In der Bezirksliga Nord hat die DSG Sportunion Altenberg am Samstagnachmittag gegen die Union Oberaigner Nebelberg einen am Ende deutlichen 5:1-Heimsieg eingefahren. Lange so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie aber nicht. Laut Sportchef Patrick Baumgartner war vor allem die schnelle Antwort auf das 1:1 wichtig, ehe das 3:1 per Elfmeter das Spiel endgültig in Richtung der Gastgeber drehte. Zuvor hatte Altenberg die erste Halbzeit klar im Griff, geriet nach dem Ausgleich kurz ins Wanken und legte danach erst richtig nach.

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Patrick Baumgartner musste nach dem Spiel nicht lange überlegen, wie sich die Partie entwickelt hatte. „Die ersten 25 Minuten haben zur Gänze uns gehört“, sagte der sportliche Leiter, der von einem sehr guten Beginn seiner Mannschaft sprach. Altenberg hatte mehr vom Spiel, war das aktivere Team und arbeitete sich diesen Vorteil auch sauber heraus. In der 35. Minute brachte Simon Mayr die Gastgeber folgerichtig mit 1:0 in Führung. Baumgartner verwies außerdem darauf, dass noch weitere gute Möglichkeiten da waren und ein weiterer Treffer wegen Abseits nicht zählte. So blieb es zur Pause beim 1:0, obwohl aus Altenberger Sicht auch mehr möglich gewesen wäre. Direkt nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann aber einen Knick. Nach einem Foul der Heimischen konnte ein Freistoß nicht konsequent verteidigt werden, Sebastian Hellauer stellte in der 48. Minute auf 1:1. „Das 1:1 hat uns etwas geschockt“, räumte Baumgartner offen ein. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Altenberg praktisch im Gegenzug wieder die passende Antwort fand. Nur eine Minute später brachte Paul Daxecker seine Mannschaft mit dem 2:1 sofort wieder nach vorne.
Dass diese Partie trotz der klaren Endabrechnung zwischendurch noch offen war, machte Baumgartner in seiner Analyse ebenfalls deutlich. Nach dem 2:1 sei das Spiel zunächst etwas dahingeplätschert, weil ein Tor Vorsprung immer heikel bleibe. Dazu kam eine Szene, die für ihn ganz wesentlich war: Altenberg rettete in der zweiten Halbzeit einmal auf der Linie und verhinderte damit das mögliche 2:2. „Das war schon eine sehr wichtige Aktion“, sagte Baumgartner, weil seine Mannschaft sonst wieder bei null gestanden wäre. Der eigentliche Schlüssel kam dann in der 62. Minute. Simon Mayr traf per Elfmeter zum 3:1, und genau dort sah Baumgartner die endgültige Entscheidung. „Mit dem verwandelten Elfmeter ist das Spiel ganz zu uns gekippt“, erklärte er. Von da an habe man nicht mehr wirklich um den Sieg bangen müssen. Altenberg blieb am Drücker, legte nach und machte das Ergebnis schließlich noch deutlich. Paul Daxecker schnürte mit dem 4:1 in der 74. Minute seinen Doppelpack, ehe Sebastian Hahn in der 84. Minute den Schlusspunkt zum 5:1 setzte.
Baumgartner führte den Sieg nicht nur auf die Tore, sondern vor allem auf die Art und Weise zurück, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. „Wir waren in den Zweikämpfen extrem giftig, sind weite Wege gegangen und haben trotzdem sehr viele schöne Aktionen herausgespielt und auch in Tore umgemünzt“, sagte er. Genau darin habe die größte Stärke seiner Elf gelegen. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Union Nebelberg kein angenehmer Gegner gewesen sei. Der Aufsteiger hätte robust dagegengehalten und Altenberg das Leben nicht leicht gemacht. Umso mehr wertete er es, dass seine Mannschaft über weite Strecken die Kontrolle hatte und nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel. Auffällig war für ihn auch der faire Rahmen der Partie. Schiedsrichter Basic habe „eine Topleistung“ geboten, und überhaupt sei Nebelberg „ein sehr, sehr angenehmer Gegner“ gewesen. Ganz ohne Kritikpunkte wollte Baumgartner den Nachmittag aber nicht stehen lassen. „Bei der Chancenauswertung und bei Standards in der Defensive müssen wir sicher hinschauen“, sagte er. Der klare Sieg nimmt der Union Altenberg das freilich nicht. Mit 18 Punkten aus neun Spielen bleibt die Mannschaft an der Tabellenspitze und hat sich diesen Platz laut ihrem sportlichen Leiter auch mit einer intensiven, konzentrierten Vorstellung verdient.