Im Derby der Bezirksliga Nord hat sich Union Oberaigner Nebelberg vor eigenem Publikum gegen Steinprofis Oepping-Peilstein mit 1:3 geschlagen geben müssen. Trainer Daniel Schopper sah zunächst das erwartet enge Derby, danach aber immer mehr Vorteile für seine Mannschaft. Vor allem das 3:0 kurz nach dem Seitenwechsel war für ihn der Moment, der dem Auswärtssieg die entscheidende Richtung gab.

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Schopper beschrieb die Partie vom Start weg als genau das, was man sich von einem Derby erwartet. „Es war eines der interessantesten Derbys und typisch für ein Derby zunächst ein zweikampfbetontes Spiel mit guten Aktionen auf beiden Seiten“, sagte der Trainer. Lange blieb die Begegnung damit offen, ehe die Gäste nach 17 Minuten in Führung gingen. Florian Rachinger stellte auf 1:0 und genau dieses erste Tor war für Schopper ein Schlüssel. „Dass in so einem Spiel das erste Tor sehr wichtig ist und den Spielverlauf beeinflussen kann, war uns schon vorher klar“, sagte er. Mit Fortdauer der ersten Hälfte sah er seine Mannschaft dann immer stärker: „Wir hatten mehr Spielanteile und konnten uns auch die besseren Möglichkeiten erarbeiten.“ Kurz vor der Pause legte Oepping-Peilstein nach. Simon Hofer erhöhte in Minute 41 auf 2:0, laut Schopper „nach einem super Zuspiel“, und damit gingen die Gäste mit einem aus ihrer Sicht sehr starken Halbzeitergebnis in die Kabine.
Zur Pause musste Oepping-Peilstein noch einmal reagieren, weil der Kapitän laut Schopper verletzungsbedingt draußen bleiben musste. „Wir mussten in der Pause leider unseren Kapitän rausnehmen und leicht umstellen“, erzählte der Trainer. Trotzdem kam seine Mannschaft auch in den zweiten Abschnitt gut hinein. Schon in der 53. Minute stellte Matthias Leo Kern auf 3:0, und genau dieses Tor hob Schopper nach dem Spiel besonders hervor. „Der wichtigste Moment war das 3:0 gleich nach der Pause. Ein Drei-Tore-Vorsprung in einem Derby fühlt sich gleich ganz anders an“, sagte er. Ganz erledigt war die Partie damit aber nicht. Nebelberg kam durch Markus Lauss in der 61. Minute auf 1:3 heran und brachte damit wieder Spannung hinein. Schopper sprach danach von einer zerfahrenen Phase: „Es entwickelte sich ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen Abspielfehlern, technischen Fehlern und vielen langen Bällen.“ Seine Mannschaft wurde defensiver, Nebelberg drückte stärker, und so blieb das Derby trotz des klaren Zwischenstands bis zum Ende unangenehm eng.
Gerade weil das Spiel nach dem Anschlusstreffer offen wirkte, ärgerte Schopper vor allem, dass seine Mannschaft den Sack nicht früher zumachte. „Wir haben es öfters versäumt, das vierte Tor zu machen, speziell nach einem Konter“, sagte er. Das erklärt auch, warum der Auswärtssieg zwar verdient wirkte, aber nie völlig ruhig wurde. Oepping-Peilstein hatte sich nach Ansicht des Trainers die besseren Möglichkeiten erarbeitet, ließ aber die Gelegenheit aus, den Derbyabend vorzeitig endgültig zu entscheiden. Dadurch blieb Nebelberg im Spiel und zwang die Gäste in eine Schlussphase, in der viel Stückwerk dabei war. Gerade in solchen Minuten, wenn viele lange Bälle kommen und die Ordnung leichter verloren geht, kann ein Derby schnell noch kippen. Schopper sprach deshalb auch vom „glücklicheren Ende für uns“, obwohl seine Mannschaft über weite Strecken die besseren Argumente auf ihrer Seite hatte.
Neben dem Ergebnis nahm Schopper noch einen zweiten wichtigen Punkt aus Nebelberg mit. Er war ausdrücklich zufrieden damit, wie seine Mannschaft personelle Ausfälle auffing. „Richtig gut haben unsere Wechsel funktioniert. Wir mussten den Torwart und einen Innenverteidiger tauschen, und ich finde, die zwei, die reingekommen sind, haben eine ganz gute Partie gespielt“, sagte er. Gerade in einem Derby bekommt so eine Aussage Gewicht, weil Veränderungen in der Achse besonders heikel sein können. Dazu kam, dass Schopper den Gegner trotz der Niederlage deutlich aufwertete. Nebelberg sei „eine sehr geschlossene Mannschaft, die alles gibt und jedes Spiel mit möglichst hohem Einsatz gewinnen will“. Auch deshalb ordnete er den 3:1-Erfolg hoch ein. Für Oepping-Peilstein stehen nach zehn Runden damit 13 Punkte zu Buche, Nebelberg hält bei 11. Derbysiege lösen nicht alles, aber sie bringen in einer ausgeglichenen Liga immer ein Stück Ruhe und Selbstvertrauen.