Bezirksliga Ost

ATSV Neuzeug: Defensive als Fundament für den nächsten Schritt

Der ATSV oekotherm Neuzeug spielt in der Bezirksliga Ost bislang eine starke Saison. Nach einer sehr konstanten Hinrunde überwintert das Team von Trainer Stefan Reifenauer mit 23 Punkten auf Rang vier. Vor allem die Defensive ist die große Stärke: nur 16 Gegentore bedeuten einen der besten Werte der Liga. Offensiv gibt es noch Luft nach oben, dennoch ist die Ausgangsposition für das Frühjahr vielversprechend.

Konstanz und Stabilität als Schlüssel

Reifenauer zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Die Marschrichtung sei klar definiert gewesen: „Top-Fünf war unser vorgegebenes Ziel“, erklärt der Coach. Man habe gewusst, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, „ganz vorne mitzuspielen“. Der Grundstein dafür wurde in der Defensive gelegt. „Wir haben über den ganzen Herbst hinweg sehr konstant gespielt und uns vor allem über eine gute Defensive definiert“, so Reifenauer. Nimmt man das einzige Ausreißerspiel beim 0:5 bei Doppl/Hart aus, stellte Neuzeug sogar die beste Abwehr der Liga. Offensiv sei man hingegen noch nicht dort, wo man gerne wäre. „Nach vorne ist sicher noch Luft, vor allem was die Anzahl der erzielten Tore betrifft“, so der Trainer offen.

Keine Transfers – Vertrauen in den eigenen Kader

In der Winterübertrittszeit blieb es in Neuzeug ruhig. „Kadermäßig hat sich nichts getan“, bestätigt Reifenauer. Weder Ab- noch Zugänge stehen zu Buche. Das Vertrauen gilt dem bestehenden Kader – insbesondere den jungen Spielern, die zunehmend anklopfen. „Wir haben einen sehr ausgewogenen und breiten Kader. Vor allem die vielen jungen Spieler sollen jetzt ihre Chancen bekommen“, erklärt der Coach. Man wolle niemandem den Weg verbauen, zumal auch sportlich alles im Soll liege.

Ziel: Weiter nach oben orientieren

Konkrete Tabellenplätze will Reifenauer für das Frühjahr bewusst nicht ausrufen. Die Marschroute ist dennoch klar: „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Sollte man in einen Lauf kommen, sei auch eine Rangverbesserung drin. „Wenn es Richtung Top-Drei gehen würde, wäre ich natürlich hochzufrieden“, sagt er. Gleichzeitig betont er: „Die Grundrichtung ist aber, dass wir zumindest den aktuellen Platz absichern.“

Tests mit unterschiedlichen Vorzeichen

Die bisherigen Vorbereitungsspiele bewertet der Trainer differenziert. Beim 3:1-Erfolg gegen Haag zeigte sich Reifenauer zufrieden: „Da waren alle Spieler da, wir haben viel rotiert und auch taktisch etwas ausprobiert – das hat schon gut funktioniert.“ Das 0:4 gegen Viktoria Marchtrenk ordnet er hingegen klar ein. „Da haben uns sieben Startelfspieler krank gefehlt, zusätzlich gab es früh eine Rote Karte für uns. Das war im Endeffekt ein Juniors-Spiel, wenn man unsere Aufstellung anschaut.“ Erkenntnisse seien daraus kaum zu ziehen gewesen, zumal der Fokus bereits auf dem anstehenden Trainingslager lag.

Trainingslager mit Blick auf Teamchemie

In der kommenden Woche geht es für den ATSV Neuzeug ins Trainingslager nach Melk, wo optimale Bedingungen auf Kunstrasen warten. Wichtig war dem Trainer vor allem die Nähe: „So können auch anfangs beruflich verhinderte Spieler und Schüler nachkommen.“ Neben der sportlichen Arbeit steht vor allem das Miteinander im Vordergrund. „Gute Teamchemie und Teambuilding sind jetzt ganz wichtige Faktoren“, betont Reifenauer.