Mit 27 Punkten und Rang drei hat die Union HAKAKÜCHE Ansfelden in der Bezirksliga Ost eine ausgezeichnete Herbstsaison gespielt. Das Torverhältnis von 31:16 unterstreicht die Ausgewogenheit der Mannschaft von Trainer Dino Medjedovic: offensiv durchschlagskräftig, defensiv stabil. Der sportliche Leiter, Mario Farthofer, zeigt sich entsprechend zufrieden: „Wir spielen eine sehr stabile Saison. Ziel ist es, das Niveau zu halten – und wenn möglich noch einen Schritt nach vorne zu machen. Unser Ziel war schon, vorne dabei zu sein, aber dass es auch so aufgeht, kann man nicht planen.“
Ansfelden zählt sowohl bei den erzielten als auch bei den kassierten Treffern zum absoluten Spitzenfeld der Liga. Mit 31 Toren stellt man eine der besten Offensiven, 16 Gegentreffer bedeuten gleichzeitig defensive Kompaktheit. Bester Torschütze ist Rajko Vujanovic mit 12 Treffern – ein verlässlicher Faktor im Angriff. Doch die Stärke liegt im Kollektiv. „Wir haben eine sehr ausgewogene Mischung in der Mannschaft“, betont Farthofer. Genau das habe mit den Ausschlag für die starke Hinrunde gegeben.
Im Winter legte Ansfelden personell nach – nicht nur in der Breite, sondern vor allem qualitativ. Mit Dominik Landerl (Kematen-Piberbach/Rohr) holte man einen Spieler, den man schon länger beobachtet hatte. „Ein Linksfuß, den wir uns gewünscht haben. Das hat sich gut ergeben“, so Farthofer. Daniel Kovarik (SC Hörsching) bringt Erfahrung und offensive Flexibilität mit. Ergänzt wird das Trio durch Tormann Christoph Auberger (BW Linz Amateure). Auf dieser Position musste man reagieren, nachdem sich der Ansfelden-Keeper kurz vor Hinrundenende verletzt hatte.
Die Vorbereitung verlief insgesamt positiv. Trainingsbeteiligung und Intensität stimmen, das Trainingslager in Biograd bot beste Rahmenbedingungen. Mit rund 43 Personen – inklusive Betreuerstab und Nachwuchsspielern – war die Delegation groß. „Die Stimmung war top. Ein Tag war wetterbedingt schwierig, aber das hat dem guten Gesamteindruck keinen Abbruch getan“, berichtet Farthofer. Doch nicht alles verlief nach Wunsch. Mit dem Kreuzbandriss des langjährigen Stammspielers Matthias Traussner Anfang des Trainingslagers musste man einen Rückschlag hinnehmen – ein Verlust, doch sehr schmerzt. Die Testspiele – 1:3 gegen Schwanenstadt, 1:1 gegen Admira Linz, 5:1 gegen Pichling und 4:0 gegen Pucking – ordnet Farthofer nüchtern ein: „Ergebnisse sind mir in der Vorbereitung ziemlich egal. Wichtig sind die Inhalte.“
Mit nur wenig Rückstand auf Platz zwei stellt sich zwangsläufig die Frage nach höheren Ambitionen. Farthofer bleibt realistisch, aber ambitioniert: „Wir wollen vorne mitspielen. Dass wir so gut dastehen, haben wir uns erarbeitet. Natürlich wäre es schön, bis zum Schluss oben dabeizubleiben.“ Ein besonderes Detail verleiht der Saison zusätzliche Würze: Am Relegationswochenende feiert der Verein sein 80-jähriges Bestehen. „Das wäre natürlich ein schönes Ziel“, sagt Farthofer mit einem Lächeln.
Zum Frühjahrsstart geht es nach Schiedlberg, ehe zuhause Doppl/Hart wartet. „Schiedlberg ist kämpferisch sehr stark, das wird schwer“, warnt Farthofer. Der Gegner sei wegen des Trainerwechsels schwer einzuschätzen. Die Liga sei insgesamt ausgeglichen, jeder Gegner unangenehm – natürlich auch Doppl/Hart, die auch schon 21 Punkte am Konto haben. Dennoch ist die Marschrichtung klar: Ansfelden will die starke Herbstleistung bestätigen – und sich im Spitzenfeld der Bezirksliga Ost festsetzen.