Ein intensiver Fußballabend mit klarer Botschaft: Gegen den ASV Raika Haidershofen-Behamberg ging es für den Ennser Sportklub in der Bezirksliga Ost weniger um Glanz als um Konsequenz und Haltung. Trainer Peter Prokopczyk ordnete die Partie als eng, hart umkämpft und letztlich verdient entschieden ein. Er betonte die Ausgeglichenheit nach der Pause und hob die Effizienz seines Teams hervor. Taktische Feinjustierung in der Halbzeit, Tore nach Standards und ein selbstbewusster Blick nach vorne prägen die aktuelle Lage – inklusive des Selbstverständnisses als Gejagte an der Tabellenspitze.

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Prokopczyk fasst den Abend prägnant zusammen: „Wir wussten, dass wir mit Haidershofen einen Gegner haben, der tabellarisch zwar unten steht, aber unter Wert geschlagen ist. Um drei Punkte zu holen, mussten wir eine gute Leistung bringen. Insgesamt war es ein enges Spiel, speziell in der zweiten Halbzeit sehr ausgeglichen. Wir haben zwei Tore gemacht und sogar die Chance aufs dritte gehabt; Haidershofen hatte ebenfalls Möglichkeiten. Unterm Strich ist der Sieg knapp, aber über die gesamte Spielzeit gesehen verdient.“
Bei den Großchancen sah er ein knappes Plus für seine Elf: „Wir hatten sicher vier, fünf gute Möglichkeiten, zwei davon haben wir genutzt. Haidershofen hatte aus meiner Sicht drei, vier Chancen. Insgesamt war es kein besonders chancenreiches Spiel, aber auf beiden Seiten gab es Möglichkeiten – wir waren im Abschluss effizienter.“ Prägend waren Standards: „Unser erstes Tor fällt nach einer Standardsituation, und auch das Gegentor resultiert aus einem Standard.“ Die Treffer fielen wie folgt: 1:0 Ivan Grgic (37., Kopfball nach Standard), 2:0 Adrian Kadriu (49.), 2:1 Tobias Pfaffeneder (53., Standard).
Im Ballbesitz sah Prokopczyk leichte Vorteile für seine Mannschaft, insbesondere vor der Pause: „In der ersten Halbzeit waren wir aus meiner Sicht die spielbestimmende Mannschaft mit etwas mehr Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit war es dann eher ausgeglichen, insgesamt waren wir aber einen Tick dominanter.“ Die Partie war robust, aber sauber geführt: „Es war sehr kampfbetont, aber stets fair.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine: „Es war keine Elfmeterszene dabei, und es hat auch keine strittigen Situationen gegeben.“
Zur Halbzeit nahm Enns einen Wechsel samt kleiner Anpassung vor – mit klarer Zielsetzung: „Wir haben in der Pause einen Spieler gewechselt und taktisch leicht verändert, um offensiv einen Tick stärker zu werden und mehr Durchschlagskraft zu bekommen.“
Für die nächste Aufgabe bei Kematen formuliert Prokopczyk die Marschroute unmissverständlich: „Jetzt ans nächste Spiel denken. Mit Kematen wartet ein richtig guter Gegner. Wir müssen wieder an die Leistungsgrenze gehen, damit wir auswärts unsere Punkte holen.“ Die aktuelle Ausgangslage in der Liga beeinflusst die Psyche: „Wir sind zurzeit Tabellenführer. Wir sind die Gejagten, und daher wird jedes Spiel für uns schwer, weil jeder Gegner gegen uns punkten will.“ Die Erwartung an sein Team bleibt konstant hoch: „Wenn wir unsere Qualität aufs Feld bringen und ein bisschen Glück dazukommt, können wir auch auswärts gegen Kematen Punkte holen.“