In einem Derby der Bezirksliga Ost zwischen Union Freller Dach Schiedlberg und SPV Kematen-Piberbach/Rohr ordnete Thomas Hinterreiter den Nachmittag als intensiv, jedoch weniger hochenergetisch als erwartet ein. Sein Team verzeichnete aus seiner Sicht die etwas klareren Möglichkeiten, während Ballbesitz und Zweikämpfe weitgehend ausgeglichen blieben. Prägend waren die vielen hohen Bälle sowie zahlreiche Ecken der Gäste. Eine strittige Elfmeterszene blieb aus Hinterreiters Sicht zu Recht ungeahndet.

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„Es war ein Derby und die Stimmung war gut. Am Platz war die Intensität jedoch nicht so hoch wie erwartet“, so der Coach. Den besseren Start erwischten die Hausherren: Aus der ersten wirklich sauber herausgespielten Aktion traf Valentin Seidel in der 23. Minute zur 1:0-Führung für Schiedlberg. Kematen setzte über weite Strecken auf hohe Bälle und kam so zu mehreren Eckbällen. Kurz vor der Pause wurden die Gäste gefährlich: In der 44. Minute glich Lukas Pölz per sehenswerter Einzelaktion zum 1:1 aus – ein echtes Traumtor aus Sicht des Trainers. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen; auch die zweite Hälfte bot zunächst nur wenige klare Abschlüsse.
Beim Blick auf die Spielkontrolle sah Hinterreiter eine insgesamt ausgeglichene Verteilung des Ballbesitzes, mit leichten Vorteilen für sein Team bei den spielerischen Lösungen. Defensiv war er zufrieden: „Den gegnerischen Ballbesitz haben wir gut verteidigt.“ In den Duellen um Abpraller erkannte er kleine Vorteile beim Gegner: Im Zentrum sei Kematen-Piberbach/Rohr teilweise einen Tick schneller auf den zweiten Bällen gewesen – insgesamt blieb es aber ein Duell auf Augenhöhe.
Im Gefühl des Trainers verbuchte Schiedlberg ein leichtes Plus an klaren Möglichkeiten, zumal die Gastgeber zum Schluss noch einmal zwingend wurden: „Gegen Ende sind wir wieder ins Spiel gekommen, hatten ein paar gute Chancen, haben sie aber nicht genutzt.“ Die strittige Szene im Strafraum bewertete Hinterreiter nüchtern: Der Nicht-Pfiff war aus seiner Sicht korrekt. Unter dem Strich steht ein verdientes 1:1 – mit einem kleinen Übergewicht an konkreteren Chancen für seine Mannschaft. Bei den prägenden Akteuren hob Hinterreiter besonders seinen Stürmer hervor: Torschütze Valentin Seidel sorgte früh für das 1:0. Der Auftrag für die nächsten Wochen ist klar: mehr spielerische Lösungen finden, um häufiger zu Abschlüssen zu kommen.