Spielberichte

Schneeberger (ASKÖ Leonding) nach 2:5 in Bad Hall: „Wir hatten die Spielkontrolle – und waren sicherlich die unglücklichere Mannschaft“

Union Bad Hall
ASKÖ Leonding

Ein stürmisches Auswärtsspiel in der Bezirksliga Ost bei Union Bad Hall lieferte ASKÖ Leonding vor allem Haltung und Lehren: Dominik Schneeberger betonte die klare Spielkontrolle, haderte mit individuellen Fehlern und lobte den ersten Durchgang. Er verwies auf die Umschaltsituationen Bad Halls als zentrales Thema, wollte keine Schiedsrichterdebatten führen und keinen Einzelnen herausheben. Sein Fazit: viel Ballbesitz, viel Aufwand, kein nötiges Spielglück – am Ende jedoch ein Ergebnis, das aus seiner Sicht die Kräfteverhältnisse nicht abbildet.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Plan und erster Durchgang

„Das Spiel war von unserer Seite taktisch gut umgesetzt, vor allem in der ersten Halbzeit.“ Es entwickelte sich eine Partie mit vielen Aktionen zwischen den Strafräumen und spürbarem Ballbesitzvorteil für Leonding. Trotzdem mussten die Gäste früh einem Rückstand hinterherlaufen: Patrick Grillitsch stellte glücklich in Minute 6 auf 0:1 aus Leondinger Sicht. ASKÖ antwortete reif – Sebastian Bauer glich in Minute 25 zum 1:1 aus. Nur drei Minuten später legte erneut Grillitsch nach (1:2/28.), ehe Maximilian Neubauer in Minute 32 eine Standardsituation zum 2:2 verwertete. „Das Chancenverhältnis war vor der Pause im Grunde ausgeglichen.“

Nach Wiederanpfiff: Fehler, Standards, Effizienz

„Bad Hall kam nach der Pause besser ins Spiel.“ Die Hausherren nutzten Umschaltmomente und ruhende Bälle konsequent: Julian Miedler traf in Minute 53 zum 2:3, Martin Sulzner erhöhte in Minute 59 auf 2:4. „Wir mussten hinten aufmachen, Bad Hall fand dadurch weitere Konterszenen – spielte sie aber nicht immer sauber zu Ende.“ Leonding fehlte in dieser Phase die letzte Durchschlagskraft: „In der zweiten Halbzeit waren wir im Abschluss zu wenig zwingend, um den Anschlusstreffer oder gar den Ausgleich zu erzwingen.“ In der Schlussphase setzte Bernhard Reichl in Minute 89 mit dem 2:5 den Endpunkt. Schneebergers Eindruck nach dem Schlusspfiff: „Die glücklichere und auch effizientere Mannschaft hat an diesem Tag gewonnen; trotz unserer über weite Strecken vorhandenen Spielkontrolle nehmen wir unglücklich die Auswärtsniederlage mit.“

Einordnung und Ausblick

Auch im Rückblick blieb die Bewertung nüchtern: „Das Ballbesitzverhältnis lag bei 61 zu 39 Prozent – das spricht für unsere Kontrolle.“ Standards prägten seinen Eindruck zusätzlich: „Dass Bad Hall bei ruhenden Bällen stark ist, ist bekannt – aber auch wir erzielten den 2:2-Ausgleich nach einer Standardsituation.“ Über mögliche strittige Szenen wollte er nicht diskutieren: „Das ist hier nicht der richtige Rahmen. Ich denke der Spielbericht spricht für sich.“ Ein Sonderlob vermied der Trainer bewusst: „Ich möchte keinen hervorheben. Die Mannschaft steht bei uns über Allem!“ Für die nächsten Aufgaben formulierte Schneeberger klare Stellschrauben: „Wir müssen unsere Durchschlagskraft und Abschlussqualität im letzten Drittel verbessern.“ Insgesamt nahm er seine Mannschaft in Schutz: „Wir versuchten, unser Spiel durchzuziehen – in der ersten Halbzeit ist uns das mehr als gelungen. Nach der Pause kosteten uns individuelle Fehler und Unachtsamkeiten die Chance auf ein zählbares Ergebnis.“

Bezirksliga Ost: Bad Hall : A. Leonding - 5:2 (2:2)

  • 89
    Bernhard Reichl 5:2
  • 59
    Martin Sulzner 4:2
  • 53
    Julian Miedler 3:2
  • 32
    Maximilian Alexander Neubauer 2:2
  • 28
    Patrick Grillitsch 2:1
  • 25
    Sebastian Bauer 1:1
  • 6
    Patrick Grillitsch 1:0